DER GROSSE RATGEBER ZUM THEMA BELEUCHTUNG:



ALLES ÜBER LICHTGESTALTUNG FÜR DIE EIGENEN VIER WÄNDE

Wohnung richtig ausgeleuchtet


Eine durchdachte Lichtgestaltung kann den Biorhythmus positiv beeinflussen. Der Körper fühlt Unterschiede in Wellenlängen, also Farben, und in der Lichtdauer. Seit Jahren wird diesem Umstand mehr Beachtung geschenkt, was das Aufkommen vieler neuer Produkte in diesem Zusammenhang zeigt. Arbeitgeber interessieren sich für Lichtgestaltungen, die Mitarbeiter wacher und effizienter werden lassen. Für die eigenen vier Wände gibt es Tageslichtlampen, die das Aufstehen erleichtern. Das Stichwort lautet „biologische Lichtplanung“ – und diese kann jeder umsetzen.

In unserem Beleuchtungsratgeber informieren wir dich umfassend über die Lichtgestaltung in deinem Zuhause. Grundlegende Begriffe, Leuchtarten und -mittel werden beschrieben, damit du beim Kauf genau weißt, worauf du achten musst. Der Fokus liegt auf einer Beschreibung unterschiedlicher Raumbedürfnisse, damit du dein gesamtes Zuhause optimal ausleuchten kannst. Zusätzlich umfassen unsere Beleuchtungstipps Gärten, Terrassen und Balkone sowie Sicherheitshinweise und einen Blick auf smarte Beleuchtungstechnologien der Zukunft.



Leuchtmittel

Die klassische Glühbirne hat ausgedient. Welche stromsparenden und zeitgemäßen Alternativen gibt es? Auf dem Vormarsch: LED-Technologie.

LED-Lichtfarben

Lichtfarben

Von Warmweiß über Neutral- bis Tageslichtweiß: Welche Farben gibt es und welchen Einfluss haben sie auf unsere Gesundheit und unseren Biorhythmus?

Wohnzimmer mit Akzentbeleuchtung

Akzentbeleuchtung

Mit gezielten Akzenten, Lichtspots und indirekter Beleuchtung ein stimmungsvolles Ambiente schaffen.

Wohnraum-Beleuchtung

Lichtplanung für den Wohnraum

Abhängig vom Verwendungszweck hat jeder Raum eigene Lichtbedürfnisse. Mit dem richtigen Licht holst du das Beste aus deinen Räumen heraus – für dein Wohlbefinden.

Außenbeleuchtung

Balkone und Gärten kommen bereits mit dezenten Lichteffekten aus. Schon wenige Leuchten schaffen eine Wohlfühlatmosphäre für draußen.

Sicherheit und Praktikabilität

Manche Leuchtmittel sind auch unter Wasser anwendbar, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Und: Es gibt LED-Lampen, die vor Einbrechern schützen.

Die Zukunft – Smarte Lichtsteuerung für zu Hause

Es gibt bereits LED-Leuchten, die sich über WLAN steuern lassen. Smartphones werden zum zentralen Steuerelement.




Leuchtmittel – Von optimaler Lichtausbeute und dem Aussterben der Glühbirne

2009 startete das sechsstufige EU-„Glühbirnen-Verbot“

Ohne die Glühlampe wäre unser heutiges Leben in dieser Form gänzlich unmöglich. Seit ihrer Entwicklung in den 1840er-Jahren sind ihr hoher Stromverbrauch und eine niedrige Lebensdauer nachteilig. Notwendigerweise entstanden Alternativen, die im Jahr 2009 bereits so weit waren, dass die EU ein schrittweises Verbot der klassischen Glühbirne auf den Weg brachte.

Um eine Abnahme des allgemeinen Energieverbrauchs zu beschleunigen, erteilte die Europäische Union 2009 das sogenannte Glühlampenverbot. Ein Vergleich herkömmlicher Leuchtmittel verdeutlicht, wie viel Energie und damit Kosten durch die Abschaffung der Glühbirne gespart werden können.

 

 Glühlampe
(nicht mehr im Verkauf)
LEDEnergiesparlampeHalogenlampe
Watt
(Vergleichswert,
der für die gleiche
Helligkeit benötigt wird)
60 Watt 7 Watt 11 Watt 45 Watt
Funktionsweise Lichterzeugung durch Erhitzung eines Wolframdrahtes Einsatz von Leuchtdioden (=LED) bzw. lichtemittierenden Halbleitern zum Erzeugen von Licht Kompakte Leuchtstoffröhre mit einem Edelgas-Quecksilber zum Leuchten (z. B. Neonröhren) Lichterzeugung durch Erhitzung eines Wolframdrahtes. Besonderheit: Quarzkolben zur Verbesserung der Glühlampe
Dimmbar? ja modellbedingt oder mit Vorschalter modellbedingt oder mit Vorschalter ja
Energieverlust durch Wärmeentwicklung 95 % kaum vorhanden 75 % 65 %
Durchschnittlicher Jahresverbrauch (bei 4,5h Leuchten/Tag) 99 kWh 11 kWh 25 kWh 74 kWh
Durchschnittliche Energiekosten im Jahr (bei 28 ct/kWh) 28 € 3 € 7 € 21 €
Durchschnittliche Lebensdauer 1.000 h 50.000 h 6.000 h 2.000 h
Für indirekte Beleuchtung einsetzbar? ja ja (z. B. mit LED-Strips oder Lichterketten) ja ja
Lichtfarbe warm kalt bis warm kalt bis warm warm
Entsorgung Hausmüll Hausmüll Sondermüll Hausmüll

Erleuchtung auf dem Markt: Immer mehr Effizienz möglich



Traditionell wird die Leistung von Leuchtmitteln in Watt angegeben, weil diese bei Glühbirnen in direktem Zusammenhang mit der Helligkeit steht. Strom wird in die Glühbirne eingeleitet, wodurch Hitze entsteht, die aufleuchtet. Diese Wärmeentwicklung verursacht jedoch einen Energieverlust von 95 Prozent. Im Vergleich dazu sind bereits Halogenlampen zu einem Drittel effizienter.

Energiesparlampen haben zwar einen ähnlich hohen Wärmeverlust wie Glühbirnen, allerdings erzeugen sie die gleiche Helligkeit mit nur einem Fünftel des Stroms. Ihre Lebensdauer ist dabei 15 Mal höher. In den kompakt gebogenen Leuchtstoffröhren wird Quecksilber zum Leuchten gebracht. Dieser Umstand ruft Kritik hervor, da Quecksilber hochgiftig ist und die Entsorgung der Lampen nur auf dem Sondermüll gestattet ist.

Checkbox

Energieeffizienzklassen

Die Einstufung von Lichtquellen in Energieeffizienzklassen basiert auf ihrer Lichtausbeute. Diese beschreibt, wie viel Helligkeit aus der Menge an aufgenommenem Strom erzeugt werden kann. Die höchste Kennzeichnung des Energieverbrauchs bei Lampen ist A++. LED-Lampen mit weniger als „A“ werden auf dem europäischen Markt nur selten angeboten.
 




Bis zu 90 Prozent Stromkosten sparen mit LED-Beleuchtung



Geldersparnis versus Glühbirne Glühbirnen, Halogen- und Energiesparlampen sind aus ökologischer Sicht noch keine zufriedenstellende Lösung für den anwachsenden Energiebedarf auf unserem Planeten. Diesem werden laut aktuellem Entwicklungsstand am ehesten LEDs gerecht. Im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen lassen sich bis zu 90 Prozent Stromkosten einsparen. LED steht für Licht-emittierende Dioden, welche durch die Zuführung von Strom Licht abstrahlen. Die Wärmeentwicklung dabei ist so gering, dass auch der Energieverlust zu vernachlässigen ist. Neben der hohen Effizienz kommt eine verlängerte Lebensdauer hinzu. LEDs halten etwa 50 Mal länger als herkömmliche Glühbirnen.

Tipp: Weitere Ideen zum Stromsparen für dein Zuhause findest du in unserem Energiespar-Ratgeber.

Das Glühbirnen-Aus erfordert Orientierung für Verbraucher – Watt, Lumen und Lumen pro Watt?



Zu Beginn der Abschaffung konventioneller Glühbirnen waren viele EU-Bürger überhaupt nicht glücklich. Immerhin sind Energiesparlampen und LED-Leuchten wesentlich teurer in der Anschaffung. Niedrige Wattzahlen auf den Verpackungen sorgen für Verwirrung und die lange Wartezeit, bis Energiesparlampen die gewünschte Helligkeit erreichen, ist für viele Menschen frustrierend. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Entwicklung in diesem Bereich ist enorm. Für die Zukunft musst du dir eigentlich nur eins merken: LED. Fristeten LEDs als kleine grüne und rote Lämpchen am Videorekorder einst ein Schattendasein, werden laut Schätzungen im Jahr 2020 bereits 57 Prozent der Leuchten im „Allgemeinen Bereich“ (Wohnen etc.) LEDs sein (Statista).

Das Heranziehen der Wattleistung als Kenngröße für die Helligkeit einer Lampe ist mit dem Aussterben der Glühlampe obsolet geworden. Seit 2013 müssen laut EU-Richtlinie Produktbeschreibungen von Lampen u. a. folgende Werte enthalten:

  • Leistung (in Watt): Stromverbrauch, auch Nennleistungsaufnahme
  • Lebensdauer der Lampe in Stunden
  • Schaltzyklen: Wie oft kann die Lampe ein- und ausgeschaltet werden?
  • Anlaufzeit: Wie lange benötigt die Lampe, um mindestens 60 Prozent
  • Abmessungen: Länge und Breite in Millimetern
  • Besonderheiten: Liegt eine Lampe außerhalb der Norm, muss der Hersteller dies angeben.
  • Farbtemperatur:Die Farbtemperatur gibt an, ob die Lampe in einem warmen, kalten oder weißen Licht leuchtet. Je höher der in Kelvin (K) angegebene Wert, desto heller bzw. bläulicher ist das Licht.
  • Lumen: Gibt an, wie hell eine Lampe ist. Je größer die auszuleuchtende Fläche, desto höher muss der Lumenwert sein. (Übrigens: Die Wattzahl einer herkömmlichen Glühbirne x 10 = Lumenwert)



Mithilfe dieser Angaben können Verbraucher unterschiedliche Leuchtmittel vergleichen und genau herausfinden, ob das Modell die individuellen Bedürfnisse erfüllt. Die Werte informieren über die wichtigsten Eigenschaften einer Lampe: Verbrauch, Effizienz und Helligkeit.

Zum Leuchten-Shop, um die passenden Produkte für deine Lichtgestaltung zu finden



Lichtfarben – Varianten und ihre Auswirkungen

Als Teil unseres Biorhythmus‘ steuert Licht Hormone, die unsere Gesundheit und Stimmung beeinflussen. Wenn dieses Licht jedoch zunehmend künstlich ist, kann dies negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben.

Schwarzes Hardtail Mountainbike

Der Einfluss von künstlichem Licht auf unseren Biorhythmus wurde insbesondere mit dem zunehmenden Gebrauch von Mobilgeräten diskutiert. Wer noch schnell seine E-Mails vor dem Schlafengehen liest, riskiert eine unruhige Nacht. Der Grund dafür ist ganz simpel: Blaues Licht wie das von Mobilgeräten signalisiert uns Wachsein, rotes Licht hingegen, dass der Tag sich dem Ende neigt. Diese Angewohnheiten sind das Ergebnis der Anpassung des Menschen an seine Umwelt und damit an die natürlichen Tageszeiten.



Neue Technologien in der Beleuchtungsbranche ermöglichen eine gezielte Beeinflussung des Biorhythmus‘ durch Tageslichtlampen(-systeme), dimmbare LEDs, Zeitschaltuhren und vieles mehr. Wesentliche Punkte dieser Technologien sind zum einen zeitlich angepasste Lichtkonzepte und zum anderen der gezielte Einsatz von Farbtemperaturen.

Welche Lichtfarben gibt es und was haben sie mit der Farbtemperatur zu tun?



Von Lichtquellen abgestrahltes Licht besitzt eine Eigenfarbe, die sogenannte Lichtfarbe. Unterschiedliche Lichtfarben werden durch die Erhitzung eines schwarzen Gegenstandes sichtbar. Er durchläuft dabei mehrere Stadien von Rot bei niedrigen Temperaturen über Gelb und Weiß bis Blau bei einer sehr starken Erhitzung. Sprich: Je niedriger die Temperatur, desto „wärmer“ erscheint das Licht. Das scheint zunächst zu verwirren, weil Rottöne im Allgemeinen mit Wärme assoziiert werden, schließlich werden wir im Gesicht rot, wenn uns warm ist, und Feuer leuchtet rot, gelb und orange. Aber sicher sind dir im Feuer auch schon einmal blaue Flammen aufgefallen? Diese sind dann heißer als die anderen Stellen.

Die physikalische Grundlagenforschung steckt also hinter der Einteilung von Lichtfarben. Für den Hausgebrauch werden drei Typen unterschieden: Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß.

Messwert für die Lichtfarbe ist Kelvin (K).Je höher der Kelvinwert, desto heller strahlt das Licht deiner Lampe. Zwar steht auf den meisten Produktinformationen, ob es sich um Warm-, Neutral- oder Tageslichtweiß handelt, jedoch variiert das Endergebnis am Ende trotzdem. Grund dafür ist, dass sich Qualitätsunterschiede der Lampen auch in ihrem Leuchtergebnis widerspiegeln und dass jeder Licht-Typ eine Spanne von mehreren tausend Kelvin hat.

Wohnraum perfekt ausgeleuchtet mit passender Kelvinskala

Lichtfarben variieren – über Umwege sind auch LED-Lampen dimmbar



Aufgrund ihrer Funktionsweise sind LED-Lampen nicht im herkömmlichen Sinne dimmbar. Eine abnehmende Stromzufuhr macht das Licht nicht gemütlicher, wie es bei klassischen Glühlampen der Fall ist. Die Farbtemperatur bleibt immer gleich. Über Umwege sind LED-Lampen dennoch dimmbar.

Schwarzes Hardtail Mountainbike

Durch den Einsatz eines zusätzlichen Steuerkreises in LED-Lampen bzw. spezieller Steuerelektronik haben Unternehmen einen Weg gefunden, LEDs dimmbar zu machen. Der Trick ist, unterschiedliche LEDs in einer Lampe zu verbauen. Wird die Stromzufuhr durch einen Dimmer gesenkt, werden nur die LEDs mit warmweißen Tönen aktiviert. Sobald man wieder hochreguliert, fließt der Strom nur in die kaltweißen LEDs.

Dimmbare LED-Lampen im Hausgebrauch sind jedoch noch eine Seltenheit. Das liegt daran, dass viele Technologien für eine einfache Lösung noch in der Erprobungsphase und bereits existierende Lösungen oftmals nicht miteinander kompatibel oder sehr teuer sind. Es gibt noch keine einheitliche Normierung für die Schnittstelle zwischen LED und Dimmer. LED-Lampen, die die Kennzeichnung „dimmbar“ tragen, sind daher nicht automatisch mit jedem Dimmer kompatibel.

Achte beim Kauf daher genau auf die Angaben zur Kompatibilität deiner Lampen oder kaufe Produkte, die mit einer Fernbedienung geliefert werden. So kannst du schnell und einfach die Lichtfarben in deinen Räumlichkeiten variieren. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn ein Raum für mehrere Zwecke verwendet wird, wie z. B. eine Wohnküche, in der zum Abend hin das Licht von Kaltweiß auf Warmweiß geändert wird, um eine gemütlichere Atmosphäre zu schaffen.


Du kannst Farbtemperaturen zu Hause selber messen



Du kannst die aktuelle Farbtemperatur in deinem Zuhause messen. Mit einem handelsüblichen Kelvinmeter kannst du dich gut an dem Licht orientieren, das du kennst und einen besseren Eindruck davon erhalten, wie warm oder kalt die gemessene Temperatur ist. Mittlerweile gibt es sogar Farbtemperaturmess-Apps für Android und iOs. Diese messen zwar nicht so genau wie ein geeichtes Kelvinmeter, können dir aber durchaus einen Eindruck vermitteln.

Akzentbeleuchtung, Lichtspots und indirektes Licht – Setze dein Licht richtig in Szene

Die optimale Ausleuchtung der eigenen vier Wände ist natürlich auch eine sehr subjektive Sache. Worin sich aber alle Lichtexperten einig sind, ist die Notwendigkeit einer homogenen Ausleuchtung. Sprich, je harmonischer, abgestimmter (z. B. bezogen auf Farbtemperaturen) und ausgeglichener ein Beleuchtungskonzept ist, desto wohler wirst du dich wahrscheinlich in deinen eigenen vier Wänden fühlen.

Gezielt Akzente setzen mit hellen und bunten Lichtern im richtigen Winkel



Während die Grundbeleuchtung Orientierung schaffen und große Flächen ausleuchten soll, zielt die Akzentbeleuchtung darauf ab, bestimmte Bereiche auszuleuchten und hervorzuheben. Ein wesentlicher Faktor ist das Spielen mit Lichtfarben, um optisch Bewegung zu erzeugen. Du setzt vor allem dann Akzente, wenn die Beleuchtung eine hellere Lichtfarbe hat als das Allgemeinlicht oder du mit bunten Farben wie Grün und Pink arbeitest.

Du kannst intensive und sanfte Akzente setzen. Neben der Wahl von Lichtfarbe und -helligkeit erreichst du dies auch über den Lichtkegel. Breit gefächertes Licht mit großen Abstrahlwinkeln wird als „flood light“ (90° und mehr) bezeichnet, wohingegen man bei punktiertem Licht von einem „Spot“ spricht (10° und weniger). Der Abstrahlwinkel informiert dich darüber, in welchem Winkel das Licht durch eine Lampe ausgestrahlt wird. Je größer der Winkel, desto größer die ausgeleuchtete Fläche. Denke jedoch daran, dass in diesem Fall der Abstand von der Lampe zur Beleuchtungsquelle eine Rolle spielt. Je größer der Abstand zwischen Lampe und Beleuchtungsfläche, desto größer ist der Lichtkegel und damit die beleuchtete Fläche.

Schlafzimmer mit indirektem Licht

Beleuchtungswinkel sind auch bei der Einrichtung von Zonenlicht wichtig. Dieses ist zwar wie das Akzentlicht dekorativ, dient aber vorrangig dem Ausleuchten von Nutzflächen. Klassische Beispiele sind Deckenleuchten über dem Essbereich, Spots oder LED-Stripes für die Arbeitsfläche in der Küche oder eine Stehlampe für die Leseecke.

Indirekte Beleuchtung: Sanftes Licht, das nicht blendet



Akzent- und Zonenlichter können direkt und indirekt eingesetzt werden. Leuchtet die Lampe nicht direkt auf ein Objekt oder einen Bereich, dann wird das reflektierte Licht als indirekt bezeichnet. Luft kann nicht beleuchtet werden, daher ist das, was wir sehen, immer nur die Reflektion einer Oberfläche.

Indirektes Licht wird vor allem dazu eingesetzt, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, kann aber auch bestimmte Bereiche betonen. Eine indirekte Beleuchtung kann an allen möglichen Orten in deiner Wohnung eingesetzt werden, z. B.:

  • Deckenlampen wie dimmbare Deckenfluter
  • LED-Stripes an Möbeln, Bildern und Fernsehern
  • Hängeleuchten und Stehlampen, die nach oben leuchten
  • Spotbeleuchtung vom Boden, wodurch Wände von unten bestrahlt werden (v. a. für den Außenbereich empfehlenswert)
  • Schrankbeleuchtung innen oder auf die Türen gerichtet
  • Treppen- bzw. Stufenbeleuchtung

Bei der indirekten Beleuchtung wird die Lichtquelle verdeckt und das Licht breitet sich über Reflexionen an Wand, Boden oder Decke im Raum aus, wodurch Blendung und Schatten vermieden werden. Sie nützt dir, um den Raum mit Licht zu „umrahmen“. Um die eingeschränkte Funktionalität mit modernen und sparsamen Leuchtmitteln zu kombinieren, werden mittlerweile fast ausschließlich LED-Lampen für die indirekte Beleuchtung verwendet.

Merke dir diesen Allrounder, denn er wird sich als Standard etablieren: Der LED-Streifen

LED-Streifen an Möbel selber anbringen

Ein echter Newcomer in den eigenen vier Wänden ist der LED-Lichtstreifen, auch LED-Strip genannt. Die Vorteile sprechen für diesen Trend: Der Stromverbrauch ist niedrig und du kannst die Streifen (fast) überall anbringen, da sie flach und flexibel sind. Außerdem gibt es Modelle, die dimmbar sind. Oftmals kannst du zwischen unterschiedlichen Weißtönen wählen oder zwischen einer ganzen Farbpalette (auch als „RGB“ – Rot, Grün, Blau – bezeichnet). Du kannst die Farben gezielt als Stimmungslicht anwenden, wenn du möchtest sogar mit automatisch wechselnden Farben.

Herkömmliche LED-Streifen unterscheiden sich in ihrer Machart. Deshalb solltest du zunächst entscheiden, wo du diese Form der indirekten Beleuchtung anbringen möchtest, um dann die Anforderungen an den LED-Streifen zu identifizieren:


  • Farbe: Soll der LED-Streifen weißes Licht oder Farben abstrahlen? (sprich RGB – Rot, Grün, Blau – mit Farbsteuerung)?
  • Intensität: Möchtest du die Intensität einstellen, also das Licht dimmen?
  • Flexibilität: Soll der Streifen flexibel sein, um ihn z. B. auch an runden Stellen anzubringen?
  • Länge:Brauchst du eine ganz bestimmte Länge und daher einen zuschneidbaren bzw. kürz- und wiederverbindbaren LED-Streifen?
  • Platzierung:Sind die Streifen robust und abwaschbar (z. B. wenn sie auf den Küchenoberschränken hoher Luftfeuchtigkeit und Staub ausgesetzt sind)?
  • Nutzen:Sollen die LED-Streifen rein dekorativ Licht spenden oder ganze Räume ausleuchten? Für die Ausleuchtung ganzer Räume brauchst du lichtstarke Streifen mit über 1.000 Lumen.



LED-Lichtstreifen sind flexibel montierbar. Es gibt sogar Modelle, die eigens für den Anschluss an den Fernseher entwickelt wurden. Der Clou: Die kleinen Lämpchen orientieren sich an dem gezeigten Bild und verstärken es. Wenn du z. B. gerade ein Fußballspiel schaust, dann wird das Grün der Rasenfläche aufgenommen und an die Wand hinter den Fernseher projiziert. Allerdings ist diese Technologie (das sogenannte Ambilight zum Nachrüsten) noch nicht auf dem Massenmarkt angekommen und wird sich wohl erst in den nächsten Jahren als Standard etablieren.

Lichtplanung für den Wohnbereich: Das richtige Licht für jeden Raum

Im Wesentlichen informiert uns Licht durch unterschiedliche Farbtemperaturen und Helligkeiten darüber, wann wir aufstehen und schlafen sollen. Daher ist es für den Menschen auch schwerer, bei Tageslicht einzuschlafen, und gleichzeitig ermüden wir bei Kerzenschein. Diese unterschiedlichen Lichter lassen sich auch auf die eigenen vier Wände anwenden, da jeder Raum eine ganz bestimmte Funktion hat, die im Idealfall von dem richtigen Licht unterstützt wird.

In unserer Grafik haben wir beispielhaft einen Grundriss dargestellt, der dir die Auswahl der richtigen Leuchtmittel erleichtern soll. Wenn du dimmbare LED-Leuchten kaufst, kannst du deine Beleuchtung zusätzlich variieren und optimal mehr oder weniger Helligkeit anwenden oder aber dem Nutzzweck von Räumen anpassen, z. B. wenn du aus Platzgründen deinen Arbeitsplatz im Wohn- oder Schlafzimmer unterbringen musst.

Grundriss Wohnung mit unterschiedlichen Farbtemperaturangaben in Kelvin

Das Badezimmer: Schminklichter immer von vorne



Das Badezimmer ist der Ort, an dem wir in den Tag starten. Für viele ist er am Abend auch noch eine Wohlfühl- und Entspannungsoase. Diese unterschiedlichen Anforderungen solltest du auch an deine Badleuchten stellen. Für das morgendliche Aufstehen sind Lampen in Neutralweiß bis Tageslichtweiß notwendig (4.000 bis über 5.300 K) – sie helfen dir beim Wachwerden. Hierfür eignet sich eine den gesamten Raum ausleuchtende Deckenlampe mit einem neutralweißen Ton.

Um einen Blendeffekt zu vermeiden und das Badezimmer sanft auszuleuchten, empfiehlt sich ein breites Deckenpaneel. Spots eignen sich im Badezimmer eher nicht, da es selten Bereiche gibt, die besonders hervorzuheben sind, und Schattenwürfe vermieden werden sollten.

Badezimmer mit perfekter LED-Spiegelbeleuchtung zum Schminken

Am Spiegel solltest du ebenfalls helle LED-Lampen für das Schminken und Rasieren anbringen. Schminklichter in Tageslichtweiß zeigen dir die Wirklichkeit besser als jedes andere Licht. Seitlich angebrachte, blendfreie Leuchten neben dem Spiegel sind optimal. Wenn du in deiner Mietwohnung nur wenig Spielraum hast, kannst du auf LED-Schminklichter zurückgreifen, die über Saugnäpfe angebracht werden. Beim Kauf eines Spiegelschranks mit Licht solltest du immer auf die Farbtemperatur (Tageslichtweiß) achten!

Für die abendliche Wellness-Stimmung kannst du natürlich auf die altbewährte Kerze im Badzimmer zurückgreifen. Alternativ gibt es Leuchten in Kerzenform mit einer entsprechenden Farbtemperatur von 1.500 K. Am ehesten empfehlen wir Deckenlampen mit dimmbarem oder wechselbarem Licht, sodass du das Badezimmerlicht je nach Bedürfnis anpassen kannst. Viele Produkte gibt es auch mit Farbwechselfunktion – so kannst eine echte Wohlfühloase kreieren.

Bitte beachte, dass sämtliche Lampen, die mit Wasser (auch Spritzwasser) in Berührung kommen können, der Schutzart IP 44 entsprechen müssen. Überprüfe die Produktdaten daher immer genau nach diesem Wert.

Die Küche: Dreh- und Angelpunkt in deiner Wohnung



Neben einer warm- bis neutralweißen Grundbeleuchtung ist in der Küche eine ausreichende Beleuchtung der Arbeitsflächen von entscheidender Wichtigkeit. Zum einen, weil man sich beim Kochen oft selbst im Weg beziehungsweise im Licht steht und das zu schneidende Gemüse im Schatten liegt. Zum anderen arbeitest du! Deine Arbeitsfläche und -materialien sollten daher optimal ausgeleuchtet werden. Es gibt integrierte Schranklösungen, Schienensysteme und Spots, die sich hier sehr gut anbieten. Insbesondere blendfreie Lichtbandsysteme und LED-Strips sind eine einfache Lösung, wenn du nachrüsten möchtest und nicht die Möglichkeit hast, eine neue Küche zu planen. Die Installation ist zudem denkbar einfach und schnell.

Perfekte Beleuchtung in der Küche

Viele machen den Fehler, allein auf das (Arbeits-)Licht der Dunstabzugshaube zurückzugreifen. Fehler Nr. 1: Die Farbtemperatur ist höchstwahrscheinlich zu warm bzw. dunkel. Fehler Nr. 2: Oftmals sind keine energiesparenden LED-Lampen eingebaut. Greife daher lieber auf zeitgemäße und ökologische Lichtkonzepte zurück und füge passendes Zonenlicht hinzu.

Neben der Arbeitsfläche gibt es in der Küche meist noch Sitzgelegenheiten. Diese sollten punktuell ausgeleuchtet werden. Auch hier ist es wichtig, die Fläche von oben direkt auszuleuchten, um Schattenwürfe auf dem Tisch durch die an ihm sitzenden Personen zu vermeiden. Idealerweise entsprechen die Lichtkegel der Tischgröße. Bei der Lampenwahl solltest du unbedingt darauf achten, dass niemand am Tisch geblendet wird. Das erreichst du durch tiefhängende Lampen, breite Lampenschirme oder eine diffuse Lichtausstrahlung.

Wohnzimmer: Indirekte Beleuchtung für Gemütlichkeit



Als Ort des Beisammenseins, Essens und Repräsentierens ist das Wohnzimmer naturgemäß der größte Raum in einer Wohnung. Die vielfältige Nutzung erfordert ein Lichtkonzept aus unterschiedlichen Beleuchtungsarten. Eine Kombination aus direktem und indirektem Licht sorgt für Akzente und Struktur. Bereits auf einem etwa 20 m2 großen Raum empfiehlt sich das Zusammenspiel aus fünf Lichtquellen.

Im Wohnzimmer wird die Grundbeleuchtung meist über eine Deckenlampe gesteuert. Es eignen sich jedoch auch Schienensysteme, auf denen Raumstrahler versetzbar sind sowie diffuse Lampen und Paneele. Der Vorteil ist, du kannst direkt mit Akzenten arbeiten und bestimmte Bereiche wie Wandbilder oder die Sitzecke direkt ausleuchten. Eine Grundbeleuchtung ganz über indirektes Licht, z. B. über Boden- und Deckenleisten kommend, ist ebenfalls möglich. Das solltest du jedoch nur in Erwägung ziehen, wenn die Wände deines Wohnzimmers nicht zu dunkel gestrichen sind und viel natürliches Licht durch große Fenster einfällt. Der Gemütlichkeit wegen empfehlen sich warme Farben bzw. Leuchtmittel mit einem Wert von 2.000 bis 3.000 K. Für Kerzenscheinatmosphäre sogar mit nur 1.500 K.

Stimmungslichter im Wohn- und Esszimmer

Eine Leseecke im Wohnzimmer lässt sich entweder durch Deckenspots oder über eine Stehlampe optimal beleuchten. Achte auf den Einstrahlungswinkel, um nicht geblendet zu werden. Entscheide nach deinen räumlichen Möglichkeiten und individuellen Vorlieben. Meist dominiert die Sitzecke das Wohnzimmer. Indirekte Hintergrundbeleuchtung, Stehlampen an den Seiten und eine – durchaus notwendige - Tischbeleuchtung von der Decke ziehen alle Blicke auf sich. Große Helligkeitsunterschiede zwischen dem Fernseher und der Raumumgebung sollten vermieden werden, da dies deine Augen übermäßig anstrengt. Spiele dein Abendszenario einmal durch, um die Lampen so zu justieren, dass keine Leuchten im TV-Bildschirm reflektiert werden.

Im Idealfall kannst du alle Leuchten getrennt voneinander einschalten und dimmen!

Da das Wohnzimmer vielseitig genutzt wird, empfehlt sich neben einer Vielzahl an Leuchtquellen auch eine gezielte Auswahl des Designs. Wählst du alle Lampen in einem sehr auffälligen, dominanten Design aus, kann das den Betrachter schnell erschlagen. Wähle daher für die Mehrheit der indirekten Beleuchtung dezente Leuchten und setze deinen Designfokus auf Pendelleuchten und Stehlampen.

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Berücksichtige deine Wandfarben bei der Lichtgestaltung

Bei der Reflexion von Licht treten Energie- bzw. Helligkeitsverluste auf. Je dunkler die Licht-reflektierende Oberfläche ist, desto mehr Licht wird absorbiert. Berücksichtige beim Lampenkauf daher folgende Absorbierungswerte:

  • Hellgelb, Beige: 60 – 70 %
  • Hellgrau: 40 – 50 %
  • Beton: 30 – 50 %
  • Dunkelgrau: 10 – 20 %
  • Rote Ziegel: 10 – 20 %
  • Helles Holz: 40 – 60 %
 



 

Schlafzimmer: Das Richtige für die Erholung

Schlafzimmer-Beleuchtung zum Lesen

Das Schlafzimmer ist ein Ort für erholsame Stunden. Diese können durch das richtige Licht gefördert – oder durch falsches Licht (zu hell, blendend) gestört werden. Das richtige Licht ist in diesem Fall Warmweiß. Es erinnert uns an den natürlichen Sonnenuntergang. Beachte beim Anbringen der Grundbeleuchtung, dass diese nicht blenden darf, immerhin verbringst du viel Zeit in horizontaler Lage. Eine Deckenanbringung empfiehlt sich über der freistehenden Fläche im Raum – bedenke daher frühzeitig, wo das Bett stehen soll. Zusätzlich oder gar als Ersatz empfehlen sich auch Stehlampen, um die Grundbeleuchtung durch indirektes Licht (nach oben gestrahlt) herzustellen.

Die Grundbeleuchtung des Schlafzimmers sollte durch zwei wesentliche Zusatzbeleuchtungen ergänzt werden: Leselampen und Ankleidelichter.

Nachttischlampen ermöglichen das Ein- und Ausschalten von Licht direkt im Bett. So kannst du zu Bett gehen, vor dem Einschlafen noch lesen und musst nicht noch einmal aufstehen, um das Licht auszuschalten. Achte bei der Lampenauswahl darauf, dass es nicht zu dunkel wird. Ein zu dunkler oder zu großer Lampenschirm kann Schatten auf genau den Bereich des Bettes werfen, wo du dein Buch in Händen hältst. Alternativ bieten sich breite Schirme, andere Lampenarten wie z. B. Schwenkleuchten oder - immer beliebter – Strahler über der Kopfseite des Bettes an. Pro 90 cm Bettbreite reicht ein Strahler aus.

Mädchen in Ankleidezimmer vor beleuchtetem Spiegel

Bei der Kleiderauswahl am Morgen hilft oftmals ein Spiegel. Ähnlich wie beim Schminkspiegel im Badezimmer gilt auch hier: Du solltest sehen können, was dein Gegenüber auf der Straße oder im Büro sieht. Ungünstige Schattenwürfe sind nicht nur hinderlich bei der Auswahl, sondern strengen die Augen auch an – und das am Morgen, wenn du wahrscheinlich gerade versuchst, richtig wach zu werden. Wenn möglich, bringe Beleuchtung rechts und links am Spiegel an. Diese sollte nicht blenden, weshalb du auf diffuses Licht oder mattierte Leuchtoberflächen zurückgreifen solltest. Eine echte Alternative sind leicht anzubringende LEDStrips. Diese können festgeklebt werden. Greife bei der Farbwahl auf Neutralweiß oder sogar Tageslichtweiß zurück, um dich und dein Outfit realistisch zu betrachten, ohne die Augen anzustrengen.

Damit du vor der Anprobe auch das richtige Kleidungsstück auswählst: Schrankinnenleuchten oder LED-Strahler am oberen Ende des Schrankes, die direkt nach innen leuchten, sind eine gute Ergänzung zu deiner Schlafzimmer-Beleuchtung. Hast du sogar ein Ankleidezimmer oder einen begehbaren Kleiderschrank, empfiehlt sich diese Beleuchtung ebenfalls, da eine Deckenlampe meist zu Schattenwürfen führt.

Eine erholsame Schlafzimmer-Atmosphäre schaffst du zusammengefasst durch drei Aspekte: dimmbare und nicht-blendende Lampen sowie viele Lichtquellen. Der Vorteil von LED-Lampen für das Schlafzimmer liegt neben der Stromersparnis darin, dass du die gesamte Farbpalette sowie unterschiedliche Helligkeitsstufen für eine atmosphärische Grundstimmung heranziehen kannst. Vielleicht magst du es ja nicht nur schummrig, sondern ein ganzes Zimmer im Rotton – ganz, wie es dir beliebt.

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Lichtwecker – Fortschritt, der sich an der Natur orientiert

Künstliches Licht und die damit verbundenen Möglichkeiten, wie z. B. Schichtarbeit, bringen den natürlichen Tagesrhythmus durcheinander. Werden wir mit einem Wecker statt der Sonne geweckt, merkt das auch unser Körper.

Lichtgesteuerte Wecker erhöhen ihre Helligkeit langsam, wodurch wir sanfter aufgeweckt werden. Das kann sich in einer erhöhten Ausschüttung des Glückshormons Serotonin bemerkbar machen. Müdigkeit, Schlafstörung und schlechte Stimmung sollen damit bekämpft werden.
 



Arbeitszimmer: Tageslicht wirkt sich positiv auf unsere Motivation aus



Wir sind in unserem Beleuchtungsratgeber schon mehrfach auf die Tatsache eingegangen, dass Licht unser Wohlbefinden und unseren Biorhythmus beeinflusst. Tatsächlich kann es sogar als Motivator fungieren, indem ein richtig ausgeleuchtetes Arbeitszimmer für die Ausschüttung von Glückshormonen sorgt. Tageslichtweiße Lampen suggerieren uns auch in der Wohnung, dass es mitten am Tag ist. Kombiniere die Lampen mit möglichst viel natürlichem Licht. Dein Schreibtisch sollte daher immer nah am Fenster stehen – ohne Blend-Effekte auf deinen Monitor.

Der Arbeitsplatz sollte direkt ausgeleuchtet werden. Oftmals ist dies schwer vereinbar mit den Anschlüssen, die eine Mietwohnung hergibt. Arbeite daher mit Schreibtischlampen. Glühlampen sind hier keine Option mehr. Sie sind zu dunkel, stromintensiv und erzeugen Wärme.

Schreibtischlampe im Arbeitszimmer

LED-Lösungen sind optimal. Eine Farbwechselfunktion ist nicht unbedingt notwendig, da dein Arbeitsbereich immer in Tageslichtweiß ausgeleuchtet werden sollte. Bedenke während des Arbeitens, dass die Grundbeleuchtung im Raum nicht zu kontrastreich bzw. zu dunkel sein sollte, um deinen Augen insgesamt ein harmonisches Lichtbild zu bieten und sie nicht durch übermäßige Helligkeitsunterschiede anzustrengen. Reguliere Helligkeit und Blendung zusätzlich durch Rollos oder Gardinen. Schaffe dir die Möglichkeit, deine Arbeitsplatzbeleuchtung individuell – auch nach Tageslichteinfall – einzustellen, um deine Konzentrationsfähigkeit positiv zu beeinflussen und Störungen wie Blendung (direkt oder über weißes Papier) zu vermindern.

Auch Arbeitgeber nehmen die Notwendigkeit einer optimalen Ausleuchtung immer ernster, da sich die optimale Beleuchtung positiv auf die Motivation und Entspannung der Arbeitnehmer auswirkt. Dadurch werden weniger Fehler gemacht, Arbeitnehmer fühlen sich wohler und sie sind seltener krank.

Außenbeleuchtung: Balkon und Garten ins rechte Licht rücken

Die Gestaltungsmöglichkeiten für eine Beleuchtung in Außenbereichen wie Garten, Terrasse und Balkon sind nahezu unbegrenzt. Denke nur an die Vorliebe der Amerikaner für LED-Außenbeleuchtungen an Weihnachten!

Balkonbeleuchtung

Die Möglichkeit, feste Außenbeleuchtung an Wänden von Mietwohnungen zu beeinflussen, ist für gewöhnlich stark eingeschränkt. Durch zusätzliche Lampen und LED-Lichterketten kannst jedoch eine optimale Ausleuchtung auf deinem Balkon erreichen. Ergänzend sorgen Windlichter und Öllampen für Gemütlichkeit sowie Lampions und Laternen für ein stimmungsvolles Ambiente. Allerdings darf diese Zusatzbeleuchtung deine Nachbarn nicht stören, da diese sich sonst berechtigterweise beim Vermieter beschweren können.

Lampen mit Bewegungsmeldern im Garten

Gartenbeleuchtung: Inspiration für dezente und innovative Lichtlösungen

Gartendesigner wissen es: Dem Lichtdesign für das Grün vor der Tür sind praktisch kaum Grenzen gesetzt. Bäume, Büsche, Blumen, Sitzgelegenheiten, Wasserplätze, Brücken … die Liste ist lang. Abhängig von deinen individuellen Gegebenheiten im Garten möchten wir dir folgende Stichpunkte zur Inspiration mit auf den Weg mitgeben:

  • Highlights: Setze LED-Lichtspots auf Bereiche, die du auch gerne im Dunkeln betrachten möchtest, und kreiere so Highlights in deinem Garten.
  • Uplights: Beleuchte vorrangig von unten mit „Uplights“, um Gewächse imposanter erscheinen zu lassen. Gerade kleine Außenflächen profitieren von einem durchdachten Lichtdesign.
  • Solar: Solarleuchten sind nicht nur energiesparend, sondern auch ohne Steckdose anwendbar.
  • Lampenart: Punktuelle Lichtakzente sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre, z. B. durch Lampions, Öllampen, Fackeln, LED-Lichterketten oder Windlichter.
  • Sicherheit: Schreibe Sicherheit groß: Sämtliche Treppen und Wasserflächen (Teich, Pool) sollten ausreichend ausgeleuchtet sein.
  • Anzahl: Es ist zwar viel möglich, aber viel hilft nicht immer viel: Schon dezente Lichterketten oder einige wenige Lichtquellen reichen aus, um interessante Effekte zu erzielen.
  • Kerzen: Der beste Weg, Esstische für den Außenbereich zu beleuchten, ist über Kerzenlichter auf dem Tisch und/oder Lichterketten darüber.
  • Schatten: Licht wirkt am besten, wenn es im Kontrast zur Dunkelheit steht. Spiele mit Licht und Schatten.
  • Flexibilität: Setze auf bewegliche Lichtspots, um im Herbst nach Blattabfall das Licht variieren zu können.
  • Aufmerksamkeit lenken: Für besondere Anlässe sind Teelichter in kleinen Halterungen hervorragende Markierungspunkte.



Praktische und stromsparende Lösungen für Garten und Terrasse sind Lampen mit Bewegungsmeldern. Selbst Leuchten ohne Strom sind dabei möglich, da es immer mehr Solarlampen auf dem Markt gibt. Deren Lichtausbeute und -intensität sind zwar noch ausbaufähig, jedoch sorgt eine dezente Helligkeit für eine natürliche Beleuchtung und der Vorteil kabelloser Außenbeleuchtung ist erstrebenswert. Wer hingegen das Zepter gerne selbst in die Hand nimmt, der kann seine Außenbeleuchtung an eine Zeitschaltuhr binden.

Indirekte Außenbeleuchtung

Der Außenbereich wird zunehmend als Erweiterung des Wohnraums gesehen – und das zu Recht. Wenn du Lichtakzente setzt, z. B. durch die Beleuchtung bestimmter Bereiche von Interesse, schaffst du bereits eine indirekte Außenbeleuchtung. Unterstützen kannst du dies durch Windlichter auf der Terrasse oder dem Gehweg. In Blickrichtung aufgestellte Wandstrahler erzeugen zusätzlich eine bemerkenswerte, gemütliche Atmosphäre, ohne dabei zu blenden.

Fazit zur Außenbeleuchtung: Darauf solltest du achten

Achte auch bei überdachten Bereichen und Balkonen darauf, dass die Lampen explizit für den Außenbereich geeignet sind. Setze insgesamt auf LED-Leuchten. Diese werden sich gerade bei längeren Abenden im Freien positiv auf deine Stromrechnung auswirken. Zwar haben Solarleuchten meist noch immer eine spärliche Lichtausbeute, dennoch sind sie eine stromsparende und ökologische Alternative – selbst im Vergleich zu LEDs.

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Lichtökologie: Außenbeleuchtung und Insekten

Leuchtmittel, die keine Insekten anziehen, sind für Mensch und Tier interessant. Insekten, die vom Licht angezogen werden, leiden selbst darunter: Die Helligkeit ist zu intensiv, sie verirren und verletzen sich – werden sogar von der Partner- und Futtersuche abgehalten. Besonders insektenfreundlich (und damit weniger interessant für die Tiere) sind warmweiße LEDs, da sie nicht so hell sind und ohne UV-Strahlung auskommen. Achte bei der Installation darauf, Lichtemissionen in den Himmel zu vermeiden. Strahlen sie direkt auf Wände und Bäume, zieht das weniger Insekten an.
 



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Sicherheit und Praktikabilität – Darauf solltest du achten

Bei schlechter oder nicht ausreichender Beleuchtung können wir selbst die größte Gefahr für unsere Augen sein. In mehr als einer Hinsicht haben wir die Möglichkeit, Einfluss auf unsere Gesundheit und Sicherheit zu nehmen.

Grelle und blendende Lampen gesundheitsbedingt austauschen

Gesundheitlich angeschlagener Mann vor Laptop Eine andauernde Blendung kann die Sehfähigkeit langfristig beeinträchtigen. Manche Menschen sind sehr lichtempfindlich und reagieren auf zu grelles Licht mit Tränen, Rötungen der Augen und Kopfschmerzen. Durch die Verbindung von Sehnerv und Gehirn leiden insbesondere Patienten mit Migräne unter schlechtem Licht. Auch Menschen mit trockenen oder entzündeten Augen sind anfälliger für eine Blendreizung. Im Alter kommt es abbaubedingt zusätzlich zu einer verminderten Leistungsfähigkeit der Augen. Eine zu starke Beanspruchung der Augen geht meist mit Kopfschmerzen einher.

Geprüfte Produkte und sachgemäße Anwendung: Zwielichtige Lampen austauschen

Bei Lampen gehen Preis und Qualität oft Hand in Hand. Billigprodukte aus Asien können lebensgefährlich sein, wie der NDR aus Deutschland einem Stern.de Bericht zufolge herausfand (Stern.de, 2015). Bei schlechter Verarbeitung können selbst LED-Lampen stark Hitze entwickeln oder einen Stromschlag auslösen. Weitere Gefahren lauern bei Lampen, die mit Wasser in Berührung kommen können. Licht, Strom und Feuchtigkeit sind eine gefährliche Kombination. Die Schutzart IP44 weist spritzwasserfeste Lampen aus. Lampen mit Unterwasserschutz, z. B. für die Badewanne oder den Teich, benötigen mindestens die Auszeichnung IP65. Ein sicherer Umgang mit Strom ist hier notwendig.

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TV-Simulatoren und WLAN-LED-Lampen als Einbruchschutz

Nichts schützt dich vor einem Einbruch so sicher wie eine belebte Wohnung. Für gewöhnlich warten Einbrecher, bis es im Haus dunkel und/oder menschenleer ist, um so unentdeckt in die Wohnung zu gelangen. Wenn du einmal nicht da bist, kannst du auf eine Fernsehattrappe zurückgreifen. Eingebaute LED-Lampen leuchten in unterschiedlichen Farben und simulieren Fernsehlicht. Ein Dämmerungssensor erkennt, wann es Zeit ist, die LEDs leuchten zu lassen. Es gibt auch Smart-Home-Lampen, die du mit einer App entsprechend programmieren kannst.
 



Einbruchschutz und Gehwegbeleuchtung

In der Dunkelheit lauern Gefahren: Wenn du nicht siehst, wo du hinläufst, kann es passieren, dass du stolperst und hinfällst oder dich stößt. Ein Teich oder Pool in der Nähe verschlimmert die Konsequenzen zusätzlich. Gehwege und Wasserflächen auszuleuchten, ist daher nicht nur aus ästhetischen Gründen zu empfehlen, sondern ein wichtiger Sicherheitsfaktor in deiner Lichtplanung.>

Bewegungsmelder eignen sich zur Gehwegbeleuchtung optimal, da nur dann Strom verbraucht wird, wenn du das Licht wirklich brauchst. Solarleuchten erübrigen diese Sorge zwar, jedoch freuen sich die Insekten über so wenig Lichtverschmutzung wie möglich.

Die Zukunft – Smarte Lichtsteuerung für zu Hause

Smart Home bedeutet, dass deine eigenen vier Wände ganz schön clever sind. Tatsächlich gibt es mittlerweile intelligente Lösungen für die Lichtkonzeption zu Hause. In unserem Beleuchtungsratgeber sind wir bereits auf den Einfluss von Licht auf das Wohlbefinden eingegangen. Tageslichtlampen gehen gezielt darauf ein. Sie sind darauf programmiert, den Biorhythmus positiv durch bestimmte und wechselnde Lichtarten zu beeinflussen.

Gleichzeitig kann schon eine bunte LED-Lichterkette an Weihnachten positiv auf den Geist wirken, indem sich der Betrachter wohler in seiner Umgebung fühlt und vermehrt Glückshormone ausschüttet. Smart-Home-Lampen können also tatsächlich Psychohygiene betreiben. Nach diesem Schritt steht nun vermehrt die automatische Lichtsteuerung der (LED-)Lampen im Fokus. Sie nimmt uns das Ein-, Um- und Ausschalten der Lampen ab.

LED-Lichtsteuerung: Smart Home ist vor allem eine Frage der Steuerung

Es fing mit dem Smartphone an und breitet sich seitdem weiter aus: Technische Geräte sollen möglichst kabellos, energiesparend, bedienungsfreundlich und zentral steuerbar sein. Die Möglichkeiten der Konnektivität von Geräten steigen stetig und finden auch in unseren eigenen vier Wänden ein Zuhause. Start-ups und Elektronikhersteller konkurrieren um intelligente Lichtkonzepte und einfache Lösungen.

Handy mit App zur Steuerung der Beleuchtung

Mobiltelefone sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. So liegt es nahe, dass Hersteller die Steuerung beziehungsweise Programmierung der Smart-Home-Beleuchtung über das Handy abwickeln. In einer App kannst du deine Wohnräume einprogrammieren und für jeden Bereich deine Wunschfarbe und Helligkeit einstellen. Dies ist dadurch möglich, dass die App mit einzelnen Leuchten in diesen Räumen – oder sogar im Garten – kommuniziert. Wir sprechen hier also tatsächlich schon von der Wohnung als Tageslichtlampe, wie sie aktuell nur für den Nachttisch bekannt ist!

Der Hersteller Philips hat beispielsweise eigenen Angaben zufolge mit über 30 Beleuchtungsdesignern an der Entwicklung seiner App „Hue Philips“ gearbeitet. Nutzer können aus über 16 Millionen Farben ihre Präferenz auswählen oder auf eins der vorinstallierten Programme zurückgreifen, wie z. B. verschiedene Sonnenuntergänge in London oder Honolulu.

Alexa, schalte das Licht an!

Sprachgesteuerte Befehle sind ein absoluter Trend, der sich auch auf den Beleuchtungssektor ausbreitet. Sprachassistenten wie Alexa sind kompatibel für die Verbindung mit Apps. Wirst du langsam müde im Wohnzimmer, brauchst du nur in den Raum zu rufen „Alexa, stell das Wohnzimmerlicht auf 50 Prozent“.

WLAN- und sprachgesteuerte LED-Lampen sind bereits bei den meisten Baumärkten und bekannten Onlinehändlern verfügbar, auch wenn sie sich noch nicht flächendeckend in den Durchschnittshaushalten der Europäer durchsetzen konnten. Dies liegt daran, dass die Preise für Smart-Home-LED-Lampen noch sehr hoch sind. Der Markt gewöhnt sich gerade an normale LED-Lampen. Allerdings wurden auch diese durch den technischen Fortschritt und den Massenmarkt immer günstiger. Dieser Trend wird sich auch hinsichtlich der Smart-Home-Beleuchtung durchsetzen. Zudem sind derzeit noch viele Lücken zu schließen bei der Kompatibilität von Dimm-Vorschaltern und gewöhnlichen LED-Lampen sowie von Smart-Home-Lampen, Universal-Apps und Sprachassistenten.