DIY Pflanzenständer

© Sarah | look-what-i-made.com

Mit Anfang September klopfte auch schon der Herbst an die Tür. Diesen Sommer wurden wir so sehr mit Sonnenschein und warmen Tagen verwöhnt, dass ich mich richtig auf die kühlere Zeit freue – wenn man endlich ohne schlechtes Gewissen Zuhause bleiben darf und ein gutes Buch lesen oder Serien nachholen. Am Besten bei einer Tasse Tee oder Kaffee.
Genau für dieses Szenario habe ich heute das perfekte DIY für euch: ein Pflanzenständer, der auch als Beistelltisch genutzt werden kann!

Für meine Pflanzen am Balkon brauchte ich nämlich auch noch eine schöne Aufbewahrung für den Winter und da habe ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ach was, es sind sogar drei Funktionen, die dieses DIY vereint: Pflanzenständer, Beistelltisch und Buchaufbewahrung! Perfekt für ein kleines Zuhause, wenn Platz Mangelware ist und man keine Abstriche im Design machen möchte. Mit dieser DIY-Anleitung kannst du dir ganz einfach dein individuelles Möbelstück selber bauen. Es ist leichter als es scheint und schon in einem Nachmittag fertig!

Was du brauchst:

  • 2 Bretter mit den Maßen 60 x 25 cm
  • 2 Bretter mit den Maßen 25 x 25 cm
  • 1 dickeres Brett (der Boden der Box) mit den Grundmaßen 60 x 25 cm – davon lässt du die Dicke der oben aufgelisteten Bretter in der Länge abschneiden. Mein Brett war schlussendlich 58,2 x 25 cm lang (dicke meiner Wandbretter: 9 mm)
  • 4 dickere Rundhölzer mit 40 cm Länge

–> alle diese Elemente kannst du dir ganz einfach in einem Baumarkt auf die gewünschte Größe zuschneiden lassen.

  • 1 dünnes Rundholz
  • 1 Gehrungsholzbox (zum geraden Abschneiden des dünnen Rundholzes)
  • 1 Holzsäge
  • 1 Holzbohrer in der Dicke des dünnen Rundholzes (meines war Größe 5,5)
  • 1 Maßstab
  • 1 Stift zum Anzeichnen
  • Schnell-Leim
  • 1 Hammer
  • eine Handvoll kleine Nägel
  • 4 längere Schrauben
  • 1 schmaler Holzbohrer (eine Größe kleiner als die Schrauben zum Vorbohren der Schraublöcher)

Optional:

  • 1 Kupferblech
  • 1 Metallzange

Zuerst schneiden wir das dünne Rundholz zu. Dafür 18 cm abmessen und 2 Stäbe absägen.

Auf den dickeren Rundhölzern auf einer Seite 8 cm abmessen und in der Mitte markieren.

An dieser Markierung mit dem Holzbohrer in der Größe des dünnen Rundholzes jeweils Löcher mit ca. 1,5 cm Tiefe bohren. Das Loch mit Leim füllen und 2 dicke Rundhölzer jeweils mit einem dünnen Stab zusammenkleben.

Die Beine der Pflanzenbox sind nun fertig und sollten wie oben im Bild aussehen. Die dünnen Rundhölzer geben der finalen Konstruktion noch mehr Halt und Stabilität.

Nun das dicke Bodenbrett bereit legen und eine Seite mit Leim einstreichen. Eine dünne Wandplatte ankleben und gleich mit Hammer und Nägeln befestigen. Dies auf allen 4 Seiten wiederholen und die Wände auch an den Ecken, da wo die Wände aufeinandertreffen, mit Nägeln befestigen.

Ich habe ca. 3 – 5 Nägel pro Seite verwendet. So kam es mir stabil vor. Entscheide selbst, was für deine Konstruktion am Besten passt und hält.

Nun kann man die Box 24 h trocknen lassen – anschließend sollte der Leim ganz ausgetrocknet sein und gut halten.

Ich habe hier aber auch gleich weiter gearbeitet und der Pflanzenständer steht auch noch. 😉 Ich habe ihn jedoch erst am nächsten Tag „in Betrieb“ genommen.

Um die Beine zu befestigen, bohren wir zuerst mit einem kleinen Bohrer oben in die Rundhölzer Löcher vor, damit wir hier Schrauben reindrehen können. Nun von der Innenseite der Box mit den großen Schrauben die Beine befestigen und voilá! Fertig ist der selbstgemachte Pflanzenständer!

Nun nur noch das Kupferblech biegen, um eine Ablage zu machen. Dazu habe ich auf einer Seite 4 cm abgemessen. (Auf der Rückseite ist das Brett überlang – stört aber nicht, da es nicht sichtbar ist und ihm noch mehr Stabilität gibt.) Auf den Seiten habe ich mit der Metallzange das Blech ca. 1 cm weit eingeschnitten und an dieser Sollbruchstelle das Blech mit den Händen gebogen.

Ab dieser Biegung die Breite der Pflanzenbox abmessen und anschließend den Rest des Bleches in die gleiche Richtung formen. Fertig ist die Ablagefläche!

Ich wollte mein neues Möbelstück dann noch etwas verschönern und habe mit schwarzem Washi-Tape Streifen darauf geklebt.

 

Das fand ich besonders toll, weil ich nicht gerade die entscheidungsfreudigste Person dieser Welt bin und so kann ich die Pflanzenbox umdekorieren, wenn sie mir so nicht mehr gefällt.

Aktuell bin ich aber mehr als zufrieden mit dem Ergebnis! Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es derzeit mein liebstes Möbelstück ist. Es ist aber auch immer etwas besonderes, wenn man ein Möbel mit den eigenen Händen geschaffen hat.

Nun stehen meinen gemütlichen Zeiten Zuhause mit einem guten Buch und einer Tasse Kaffee nichts mehr im Wege!

Freust du dich schon auf den Herbst oder trauerst du dem Sommer nach? Wie bereitest du dich auf die kühleren Tage vor?

Viel Spaß beim Nachmachen!

Sarah von look what I made

Auf dem Blog LOOK WHAT I MADE ... dreht sich alles rund um DIY, Rezepte und Lifestyle. Schon seit 2012 veröffentlicht Sarah Halbeisen regelmäßig Bastelanleitungen, Rezepte zum Nachkochen und Berichte über ihre Reisen. Seit sie klein war, hat sie gerne gebastelt und teilt nun ihre Leidenschaft mit ihren Lesern. Dabei verbindet sie gerne ungewöhnliche Materialien, gibt alten Techniken einen modernen Twist und achtet auch einfache Anleitungen, die jede/r nachmachen kann.

Alle Beiträge von Sarah ansehen.