Remake Fashion! Recycling-Mode zum Verlieben

Mode, die nicht nur gut aussieht, sondern auch Gutes tut: Recycling Fashion heißt der Trend mit dem guten Gewissen. Dabei werden alte Fasern zu neuen Stücken – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und ökologischen Verantwortung. Wir zeigen euch unsere liebsten It-Pieces aus wiederverwerteten Materialien. Stylish garantiert nicht von gestern!

(Bild: Mia Moessinger / Unsplash)

Recycling-Mode: Gegengewicht zur „Fast Fashion“

Recycling Fashion ist ein Trend mit Zukunftspotenzial. Stücke, die vielleicht nach einer Saison wieder „out“ wären, kommen so zu einem zweiten Leben. Das schont Ressourcen und setzt ein Zeichen in der schnelllebigen Welt. Vor einigen Wochen haben wir euch von den Benefits des Minimalismus-Lifestyles erzählt – auch damit hat der Trend zur Weiterverwendung einiges gemein.

Wie wird Mode recycled?

Beim Fashion-Recycling werden alte Kleidungsstücke oder Reststoffe, die in Fabriken anfallen, wieder in ihre Fasern zerlegt. Diese können anschließend neu verarbeitet werden. Das ist, je nach Material, unterschiedlich aufwändig, wodurch sich die unterschiedlichen Preise für recycelte Stücke erklären.

Die gängigsten Fasern, die innerhalb der Modeindustrie wiederverwertet werden, sind Baumwolle (dabei sowohl Denim- als auch Sweat- und Shirtstoff) und Kunstfasern wie Polyester. Sogar aus alten PET-Flaschen lassen sich inzwischen Recycling-Fasern produzieren.

Ganz schön langlebig: SELECTED HOMME Sweater aus Recycling-Polyester.

Vielfalt im zweiten Leben. (v.l.n.r.: Outdoorjacke von Maier Sports, Kleid von RAGwear aus Organic Cotton und recycled Sweat, Denims von Dranella, Regenparka von Soaked in Luxury)

 

So funktioniert das Mode-Recycling

  1. Aussortierte Kleidungsstücke werden gesammelt.
  2. Materialien werden nach Material sortiert: z. B. Baumwolle, Polyester, Mischgewebe.
  3. Textilien werden wieder in ihre Fasern zerlegt.
  4. Die Fasern werden gewaschen, neu gesponnen und ggf. gebleicht oder gefärbt.
(Bild: Noah Buscher/Unsplash)

„B-Ware“ in Top-Qualität

Eines lassen sich Produzenten von Recycling-Mode garantiert nie nachsagen: Dass ihre „Zweithand-Ware“ keine Spitzenqualität hätte. Denn es sind die hochwertigen Fasern, die den Recycling-Prozess am besten verkraften und sich danach wieder zu attraktiven Kleidungsstücken verarbeiten lassen. Marken, die recycelte Fashion anbieten, halten häufig einen generellen Nachhaltigkeits-Kodex ein. Das bedeutet auch: Neben wiederverwendeten Baumwoll- und Polyester-Fasern setzen sie auf biologische Baumwolle (Organic Cotton) oder auf die umweltfreundlichen Fasern Hanf, Bambus/Lyocell oder Leinen.

Recycling – warum nicht mal so? 

„Wirst du es 30 mal tragen?“

Die Schauspielerin und Aktivistin Emma Watson, bekannt vor allem als Hermine Granger aus „Harry Potter“, sorgte 2016 auf der Met Gala für Furore. Sie trug nämlich ein schwarz-weißes Abendkleid, dessen Stoff zum Großteil aus „Newlife“ besteht: einem Gewebe aus recycelten Plastikflaschen. Neben ihren eigenen, modischen Statements unterstützt Watson die Kampagne #30wears, deren Kernbotschaft lautet: „Du willst dich nachhaltig kleiden? Dann frage dich, ob du ein Kleidungsstück zumindest 30 mal tragen wirst.“ Wir sagen Ja! Denn diese Lieblingsstücke aus dem OTTO Shop ziehen wir gerne noch viel, viel öfter an.

(v.l.n.r.: Y.A.S. Bluse aus Recycling-Polyester, KangaROOS Steppjacke, Blusentop von Denim Hunter aus 100% recyceltem Polyester, Blusenkleid von b.young)

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