Animalisch in den Herbst

© Sonja | fashiontweed.com

Wie so oft wenn es um die Schaffung neuer Designs ging, stand die Natur bei der Schöpfung jener Pate. Somit ist es auch kaum verwunderlich, dass die aufregenden Texturen wilder und exotischer Tiere in Form von „Animal Prints“ zu einem tonangebenden Stilelement in der Modewelt wurden. Doch bevor der Trend wie heutzutage als salonfähig galt – war er doch lange Zeit als anrüchig verpönt – musste so einiges an Pionierarbeit vollbracht werden. Wir schreiben die 70er Jahre und es waren vor allem italienische Designer wie Roberto Cavalli oder auch Dolce & Gabbana, die mit ihren Kreationen den animalischen Look revolutionierten und somit zum angesagtesten Muster dieser freigeistigen Dekade erhoben. Ob Zebra, Schlange oder Leopard – Frauen versprühten in den raffiniert designten Kleidungsstücken Erotik und Stärke gleichermaßen. 

Wie kein anderer Modetrend verkörperte der Animal Print das Flair der 70er Jahre. Geschichtlich betrachtet lässt er sich sogar auf das 18 Jahrhundert zurückleiten. Damals entdeckte man erstmals ein Verfahren Seide mit Mustern zu bearbeiten, die wilden Tieren aus fernen Ländern nachempfunden waren. Die aufwendig und teuer hergestellten Kleidungstücke demonstrierten somit Macht und Status. Heute setzt man mit dem stilsicheren Einsatz von Animal Prints gleichzeitig ein Zeichen und verzichtet damit bewusst auf Materialien, die etwa von bedrohten Tierarten stammen. Auch wenn sich der Trend im Laufe der Zeit immer etwas weiterentwickelt hat und an die zeitlichen Gegebenheiten angepasst wurde, haben tierische Muster nichts an ihrer Aura eingebüßt und versprühen auch 2018 nach wie vor  die selbe Eleganz und Feminität wie damals.

Gerade bei Animal Prints – von der Grundtendenz eher wild und unruhig – gilt es einige wichtige Styling-Regeln zu beachten, damit der Trend auch wirklich spannend und nicht zu aufdringlich wirkt. Prinzipiell lässt sich festhalten, dass du durch das Kombinieren mit tierischen Mustern jedem Styling etwas mehr Aufregung verleihen kannst. Das gilt natürlich im Speziellen auch für den Alltagslook, der auf den ersten Blick möglicherweise zu bieder ausfällt. Am besten eignen sich hier Prints in der Farbe ihres natürlichen Ursprungs. Getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ gilt es beispielsweise in der Arbeitswelt behutsam mit dem Muster umzugehen und sich auf bewusst gewählte eher dezente Statement-Pieces zu fokussieren.

Möchte man ein Freizeit- bzw. Partyoutfit mit Animal Prints aufwerten, kann man schon eher aus dem Vollen schöpfen. Lässig und cool wirkt der Look im All-Over-Stil oder wenn zwei Prints miteinander kombiniert werden. Dabei sollte man nur darauf achten, dass die Accessoires wie Schuhe und Taschen als Kontrast eher neutral gehalten werden. Auch farblich darf sich der Print in diesem Fall von seinem natürlichen Ursprung entfernen. Ein Tipp bezüglich der Schuhwahl: Ein Kleid mit Leo-Print ist schon sexy genug, daher solltest du dazu keine High Heels tragen. Sneakers, Mules oder Slingbacks mit flachen Absatz sind die bessere Wahl.

Bei meinem Outfit habe ich mich für ein Kleid in Leoparden-Optik entschieden. Da ich den Animal Print klassisch interpretieren wollte, blieb ich auch bei der typischen Farbgebung des Tieres. Der dunkle Blazer und die Tasche geben dem Kleid genug Raum um wirken zu können und harmonieren hervorragend mit der charakteristischen schwarzen Musterung des Leopards. Die weißen Sneakers setzen einen sportlichen Kontrast, bleiben wie die anderen Accessoires aber neutral.

SHOP MY LOOK:

  • Y.A.S Leopardenprint Rüschen Kleid mit langen Ärmeln
  • STEVE MADDEN Cityrucksack »BJAMMIN«
Sonja Petrkowsky von fashiontweed

Ich (Sonja Petrkowsky) bin Gründerin des Blogs www.fashiontweed.com. Seit 2009 schreibe ich über Fashion & Lifestyle und habe somit eine Möglichkeit gefunden meine Leidenschaften gemeinsam mit vielen anderen Menschen auszuleben und zu teilen. Feedback und der stetige Austausch von Meinungen, sind ein wesentlicher Bestandteil, um sich weiterzuentwickeln und neue Ideen zu kreieren. Neben meiner Tätigkeit als Bloggerin führe ich seit 2 Jahren meine eigene Agentur ‚Die Schnittstelle’ die sich in den Bereichen Fotografie & Videografie spezialisiert.

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