Endlich fit! Das sind die Trendsportarten 2017

Endlich fit! Das sind die Trendsportarten 2017

© Kalen Emsley

Die Motivation und der Elan, dieses Jahr sportlich wieder so richtig aktiv zu werden und Neues auszuprobieren, halten noch an? Doch keine Lust auf Joggen, Fitnessstudio und die verstaubte Gymnastik-DVD?

Bevor alle Vorhaben wieder über Bord geworfen werden, weil man einfach nicht die passende Sportart gefunden hat oder die Qual der Wahl doch im Nichtstun resultiert, stellen wir hier die neusten Trendsportarten für das Jahr 2017 vor. Sechs Fitnessexperten haben uns unterstützt und viele ihrer Tipps geteilt. Von Slackline und CrossFit bis hin zu Stand Up Paddling – egal ob Outdoor oder Indoor, Einsteiger oder Fortgeschrittener, für jeden Fitnesstyp ist etwas dabei und jede Sportart lohnt es, einmal ausprobiert zu werden.

Also Sportschuhe ausgepackt, ins Fitnessoutfit geschlüpft und los geht’s!

© Tamina Jay

© Tamina Jay

# 1 CrossFit

Bei CrossFit handelt es sich um ein ganzheitliches Kraft- und Ausdauertraining, das Elemente des Gewichthebens, Eigengewichtsübungen, Turnen und Sprinten kombiniert. Unter anderem Koordination, Geschicklichkeit, Ausdauer sind das Resultat. Für mich macht CrossFit an erster Stelle die Community aus. Ich trainiere 4- bis 5-Mal die Woche und würde noch öfter gehen, wenn ich die Zeit dafür hätte. Und das liegt an der tollen und berüchtigten CrossFit Community. Auch bei 300 Mitgliedern kennt man mindestens die Hälfte davon und hat zusammen immer so viel Spaß beim Training. Man unterstützt und motiviert sich gegenseitig, was einen täglich antreibt, egal auf welchem Fitness-Level man sich befindet. Ich habe schon bei CrossFit UnScared und bei CrossFit U1 in den Niederlanden trainiert. Meine neue Box in Hamburg heißt CrossFit Hammerbrook. Und bei allen Boxen findet man eine tolle Community.

Wenn ich daran zurückdenke, wie es noch vor 1,5 Jahren  um meine Fitness bestellt war, kann man es gar nicht mit heute vergleichen. Meine Ausdauer ist so viel besser geworden. Ein 10-km-Lauf ist heute gar nichts mehr für mich. Vor 2 Jahren waren 2 km schon sehr anstrengend für mich und haben mich fast an meine Grenzen gebracht. Kaum vorstellbar! Natürlich bin ich auch viel stärker und geschicklicher geworden, was mir auch im Alltag hilft. Aber nicht nur das. Jeden Tag, den ich trainiere, gehe ich mehrere Stretchübungen durch, um meinen Körper vor Verletzungen zu schützen und besser in den Workouts und Lifts zu performen. Flexibilität macht einen Riesenunterschied. Darüber hinaus habe ich mich auch äußerlich verändert. Ich habe natürlich Muskeln aufgebaut und bin definierter geworden. Weibliche Rundungen habe ich aber trotzdem noch. Wie stark man Muskeln aufbaut und Fett verliert, hängt sehr von der richtigen Ernährung ab. Das geht also Hand in Hand. Außerdem ist mein Immunsystem ebenfalls stärker geworden. Hört sich doch nach tollen Veränderungen an, oder?

Eigentlich passt es zu jedem, solange man ein Ziel oder einfach Spaß an der Sache hat. In jeder CrossFit Box habe ich sehr unterschiedliche Mitglieder kennengelernt mit unterschiedlichen Zielen. Man muss nicht fit sein, um mit CrossFit zu beginnen. Ich selbst war leicht übergewichtig und alles andere als fit, als ich begonnen hatte. Ich kenne welche, die haben 30 kg Übergewicht und machen gerade deswegen CrossFit. Es geht natürlich auch andersrum. Männer und Frauen, die von Natur aus sehr dünn sind und kräftiger werden möchten, haben tolle Erfolge mit CrossFit. Auch das Alter spielt keine Rolle. Ich habe schon mit einer 60-jährigen Frau gesprochen, die begeistert CrossFit macht, weil sie Spaß daran hat und sich so auch im hohen Alter fit halten kann. Die Coaches helfen dir dabei, die Workouts auf deine aktuelle Fitness anzupassen. Ich glaube, dass 90% der Mitglieder die Workouts leichter machen müssen, als vorgeschrieben. Man sollte also bloß keine Scheu haben.

Tamina

Tamina von Tamina Jay

Ich bin Mode- und Fitnessbloggerin aus der schönen Hafen City, Hamburg. Ich liebe es meine Leidenschaft für Mode und CrossFit auf taminajay.com mit meinem Lesern zu teilen und sie hoffentlich damit zu inspirieren.

Sonnie Hiles

© Sonnie Hiles

# 2 Slackline

Eine Slackline ist ein Gurtband aus Polyester oder Nylon, welches vorzugsweise zwischen zwei Bäumen gespannt wird, um darauf zu balancieren. Eine extrem wackelige Angelegenheit, denn die Slackline ist elastisch und jeder Schritt erfordert vollsten Einsatz, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Für die Profis unter den Slacklinern kann der Ort allerdings nicht ausgefallen genug sein. Hier wird das Band auch gerne mal zwischen Felswänden in schwindelerregender Höhe gespannt. Wenn auch du mit der Slackline hoch hinaus willst, solltest du beim Kauf gerade in Bezug auf die Breite des Gurtbands auf Folgendes achten: Häufig besteht die Annahme, dass eine breitere Slackline den Anfang erleichtert. Dies ist nicht unbedingt richtig. Der Stand auf einer breiteren Line ist vielleicht sicherer, da der Fuß mehr Platz hat. Dafür hat die Slackline jedoch ein anderes Kippverhalten – d.h. sie kippt seitwärts, was zusätzlich ausgeglichen werden muss. Für den perfekten Einstieg eignet sich deswegen eine Breite von 35 mm. Sie ist eine gute Mischung aus den breiten (50 mm) und den ganz schmalen Slacklines (25 mm).

Durch das Balancieren auf der wackeligen Slackline profitierst du sowohl im physischem wie im psychischem Sinne. Die anspruchsvollen Bewegungsabläufe schulen deine Koordination und durch die sich ständig ändernden Abläufe eine schnelle Auffassungsgabe. Zudem gewinnst du an mentaler Stärke, denn mit Hektik bzw. Stress geht auf der Slackline nichts voran. Mit ausgleichender Ruhe und voller Konzentration wägst du sorgfältig ab, wann du den nächsten Schritt wagst, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Bei regelmäßigem Training lernst du so, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zudem stärkst du mit diesem propriozeptiven Training deine Bänder, Sehnen und die Tiefenmuskulatur, die vor allem für deine Körperstabilität und -spannung wichtig ist. Dein Gelenkstoffwechsel wird angeregt und die gelenknahen Stabilisatoren aktiviert. Langfristig auf der Slackline trainiert, schützt es dich vor Fehlhaltung und muskulären Dysbalancen – eine perfekte Verletzungsprophylaxe.

Das Balancieren auf der Slackline ist für jedermann geeignet,egal ob Fitnesseinsteiger oder Profisportler. Es ist ein perfektes Training auf allen Ebenen – sei es geistig wie körperlich. Grundvoraussetzungen zum Erlernen dieses Sports gibt es nur eine: Hartnäckigkeit! Denn auch beim Slacklinen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Vielmehr ist der Weg zum geübten Slackliner ein spannender Lernprozess mit vielen kleinen Erfolgen. Sogar Senioren wird zum Balancieren auf der Slackline geraten. Denn das Training auf dem wackeligen Band kann Begleiterscheinungen des Alters wie z.B. Muskelverlust, Gleichgewichtsstörungen oder aber kognitive Einbußen in Schach halten. Auch für Kinder eignet sich das Training auf der Slackline hervorragend. Sie lernen hier spielerisch, ihre Konzentration auf eine Sache zu richten und sich nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen. Des Weiteren bekommen sie ein besseres Körpergefühl.Fortschritte auf der Slackline stärken zudem das Selbstbewusstsein und geben Mut.

Julia jumuuv

Julia von JUMUUV

Ich bin Personal Trainerin und Fitness Bloggerin. Auf meinem Blog JUMUUV berichte ich über effektive Trainingsmethoden, einen cleanen Ernährungsstil und die Dinge, die inspirieren und das Leben schöner machen.

Keit Trysh

© Keit Trysh

# 3 Functional Training

Funktionelles Training ist eine Trainingsform, die sich viel an alltagstypischen bzw. sportartspezifischen Bewegungen orientiert. Daher sind die Übungen mehrdimensional und man arbeitet größtenteils mit dem eigenen Körpergewicht. So trainiert man den Körper ganzheitlich, sowohl Muskelketten und Bewegungszusammenhänge werden angesprochen als auch die Zusammenarbeit der Muskeln untereinander gestärkt. Des Weiteren verbessern sich das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln und die eigene Körperwahrnehmung. Functional Training fordert also nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf. Weiterer Vorteil: Es gibt eine unbegrenzte Anzahl an Übungen und Variationen. Functional Training ist im Prinzip für jedes Leistungsniveau geeignet, da der Schwierigkeitsgrad individuell angepasst werden kann.

Ziel ist es, Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit zu verbessern. Der Körper soll im Ganzen gestärkt und Bewegungsabläufe optimiert werden. So soll nicht nur die Leistungsfähigkeit erhöht werden, sondern der Körper zugleich stabil und belastbar gemacht werden. Daher ist funktionelles Training auch perfekt für all diejenigen geeignet, die beruflich bedingt wenig Freizeit haben und diese dann lieber mit der Familie genießen oder anderen Hobbies nachgehen möchten, als Stunden im Fitnessstudio zu verbringen. Allein dreimal die Woche eine halbe Stunde kann schon viel bewirken: Die Aktivität fördert nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern die Lebensqualität und auch Effektivität im Job: Wird das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht, beugt das nicht nur Erkrankungen desselbigen vor, sondern fördert auch die Durchblutung des Gehirns und verbessert dadurch die Konzentration. Außerdem senkt Bewegung das Level des Stresshormons Cortisol und stärkt das Immunsystem. Eine verbesserte Rumpfstabilität sorgt außerdem dafür, dass weniger Rückenschmerzen, vor allem haltungsbedingte, auftreten. Doch auch für diejenigen, die im Beruf bereits körperlich gefordert sind und auf den ersten Blick nicht noch mehr Bewegung benötigen, ist funktionelles Training gut geeignet, um späteren Schäden durch falsche Belastungen vorzubeugen.

Befürworter des Functional Trainings argumentieren, dass die Methode gerade aufgrund ihrer Flexibilität für jeden geeignet ist. Die Übungen sind auf jede Kondition und Konstitution anpassbar und daher uneingeschränkt zu empfehlen. Zudem beruhen die Grundlagen des Functional Trainings auf sportphysiotherapeutischen und sportmedizinischen Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Rehabilitation. Functional Training kräftigt mit komplexen Übungen hauptsächlich die Stabilisatoren des Körpers (Hüft- und Schulterbereich, Bauch). Wenn diese Stabilisatoren jedoch, die für entsprechende „Alltags-Bewegungsabläufe“ oder sportspezifische Bewegungen zuständig sind, zu schwach sind, müssen genau diese erst mal isoliert trainiert werden! Denn Functional Training – Übungen sehen ja genau solche Bewegungsabläufe vor, für die die entsprechenden Stabilisatoren oftmals zu schwach sind. Denn das schwächste Glied einer (Bewegungs-) Kette wird immer das schwächste bleiben (= limitierender Faktor für die Bewegung), wenn man nur in dieser Kette trainiert. Daher ist es wichtig, individuelle Bedürfnisse und Defizite zu Beginn zu definieren, um die persönlichen Ziele zu erreichen. Sei es in Bezug auf Figur, Gesundheit, Leistung oder Spaß an Bewegung und Training.

Ortwin

Ortwin von Personaltraining Emmendingen

Ich bin Diplom Sport- und Fitnesstrainer und begeisterter Triathlet. Während meines Studiums habe ich viele Zusatzlizenzen erworben, u.a. in „Medizinische Diagnostik“, Ernährungsberatung und als Personal Trainer. Zudem verfüge ich über eine mehr als 30-jährige Trainings- und Wettkampferfahrung.

juliefeelsgood

© juliefeelsgood

# 4 Pilates

Pilates ist eine Sportart, die bei richtigem Ausführen zu tollen, schlanken Muskeln verhelfen kann. Pilates trainiert man entweder auf der Matte oder mit Hilfe eines sogenannten Reformers. Beim Pilates geht es nicht um viel Gewicht und wenige Wiederholungen, im Pilates werden je Übung viele Wiederholungen meist mit eigenem Körpergewicht gemacht. Da bei Pilates auf der Matte ohne Equipment trainiert wird, kann jeder zu Hause anfangen. Trainiert wird der komplette Körper. Die Atemtechnik spielt eine wichtige Rolle, genauso das sogenannte Powerhouse. Pilates ist meiner Meinung nach ganz anders als herkömmliches Training und macht unheimlich Spaß. Wer gerne auf der Matte turnt, schlanke Muskeln wünscht und dabei den Körper durch die entsprechende Atemtechnik entspannen möchte, der sollte Pilates testen.

Pilates ist definitiv entspannend, aber genauso anstrengend zugleich. Es ist nicht mit Yoga zu vergleichen und hat nichts mit Meditation zu tun. Mit Pilates trainiert man mit Anspannung und somit die kleinen und tiefen Muskelgruppen – und schichten. Ganz anders als im typischen Muskeltraining. Man kann mit Pilates auf jeden Fall einen straffen Körper erzielen, vor allem der Bauch kann hiermit wunderschön flach und geformt werden. Die Muskeln werden trainiert, um in der Länge definiert zu sein und nicht, um aufgeplustert zu wirken. Wer zu einem Hohlkreuz neigt, kann mit Pilates gegenwirken und eine schöne Haltung erzielen. Pilates ist anstrengend, obwohl es nicht so wirkt und Muskelkater ist ganz sicher vorprogrammiert. Um Ergebnisse zu erhalten, sollte man mindestens ein bis zwei Stunden pro Woche trainieren.

Julia

Julia von Julie feels good

Ich blogge seit fast zwei Jahren über gesunde Ernährung, Clean Eating und Fitness. Neben inspirierenden Tipps teile ich regelmäßig schnelle und einfache Rezepte mit meinen Lesern.

© Ishan

© Ishan

# 5 Stand Up Paddling   

SUP bedeutet für mich Freiheit. Es gibt nichts, was vergleichbar ist für mich. Das Wasser unter dem Board schaukelt, die Natur um mich herum ist ruhig. Ich kann einfach ich sein. Nebenbei trainiere ich mein Gleichgewicht, meine Koordination, die Ausdauer, die Muskeln und das je nach Befinden unterschiedlich stark. Für mich ist Stand Up Paddling Erholung und Entspannung pur, auch dann, wenn ich körperlich intensiv trainiere.

Meine erste Priorität ist immer, dass es mir Spaß macht. Dadurch ergibt sich alles andere von selbst. Es besteht die Möglichkeit, sich auf einem Stand Up Paddle zu entspannen, an Orten, wo andere gar nicht hinkommen. Man kann aber auch durch ein Intervall-Training seine Muskeln aufbauen oder einfach die Ausdauer durch längere konstante Touren steigern. Die Wirkung ist somit je nach Ausübung individuell, mit der Bandbreite von reiner Entspannung über Muskel- und Gleichgewichtsaufbau bis hin zu besserer Kondition und Koordination im ganzen Körper.

Stand Up Paddling passt zu jeder Person. Ob klein oder groß, dick oder dünn. Wichtig ist, dass einem das Element Wasser und die Natur gefallen. Die Unterschiede fangen bei der SUP-Boardwahl an. Möchte man sportlich oder gemütlich unterwegs sein? Es gibt verschiedene Boards, passend zu Staturen und auch zu den gewollten Fitnesszielen oder Erholungszwecken. So ist dieser Sport für Sportanfänger oder Fitnesscracks und natürlich auch mit Kindern sehr geeignet, entweder zum Planschen oder vorne auf der Spitze zum Aus- und Mitfahren oder für erste eigene Paddel-Versuche.

Daniel

Daniel von SUPSafari

Wir starteten den Stand Up Paddle Blog SUPSafari.ch an, als es noch keine Hinweise online gab, wie, was, und worum es bei diesem Sport geht. Wir sind eine kleine begeisterte SUP-Gruppe, die ihr Hobby gerne mit anderen teilt. Dadurch erschaffen wir viele nützliche Dinge für den spontanen bis regelmäßig fahrenden Stand Up Paddler, mit Tipps zu Board und Zubehör – aber auch zu tollen Touren und schönen Plätzen.

© Shutterstock

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# 6 Faszientraining

Die Faszien – also das muskuläre Bindegewebe – wurde von der Fachwelt bis vor kurzem komplett ignoriert und als bedeutungslos betrachtet, nämlich als „wertloses Verpackungsmaterial“. In den letzten 10 Jahren wurde jedoch verstärkt in diesem Bereich geforscht. Die Faszien durchziehen als Netzwerk den Körper von oben nach unten, von vorne nach hinten und von außen nach innen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Faszientraining sowohl im Leistungssport als auch in der Rehabilitation oder im klassischen Fitnesstraining seine Berechtigung hat. Jeder, vom Hobbysportler über den Profisportler bis hin zum Patienten, profitiert von einem starken und geschmeidigen Bindegewebe. Das Faszientraining kann somit wie wenig andere Trainingsformen extrem vielseitig eingesetzt werden. Verletzungen sollen so verhindert, die Regeneration beschleunigt und die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Sogar in der Kosmetik wird es zum Verschönern des Hautbildes bei Cellulite erfolgreich eingesetzt. Die Durchblutung wird gefördert und das Lymphsystem aktiviert.

Die Faszien können aus einigen Gründen ihre Elastizität verlieren: Überlastung, Entzündung, Vernarbung nach Verletzungen und Bewegungsarmut seien hier erwähnt. Ziel des Faszientrainings ist ein geschmeidiges und gleitfähiges, ein hochelastisches und dehnbares und ein belastbares und reißfestes Fasernetzwerk.

Faszientraining hat je nach Art des Trainings unterschiedliche Auswirkungen: Fasziale Dehnpositionen und Arbeiten mit Massagerollen und -bällen entspannen die Faszien und lösen Verklebungen. Elastisches Federn aktiviert und kräftigt die Faszien und führt zur Verbesserung der Narbenstruktur durch spezielle Tools bei Fibrotisierungen und Narben. Die Auswirkungen reichen somit von Reduktion von Schmerzzuständen und Verspannungen, Verletzungs- und Schmerzprophylaxe bis hin zu Leistungssteigerung durch kräftigere und reißfestere Faszien bzw. kosmetische Verbesserungen des Hautbildes. Faszien sind bei jeder Bewegung beteiligt wie zum Beispiel beim Laufen, Tanzen, Hüpfen, Werfen und Dehnungsübungen. Gesunde Faszienstrukturen bilden schützende Gelenkkapseln, halten die Rückenmuskeln unter Spannung und sorgen für eine aufrechte Haltung.

Faszientraining kann und soll von jedem ausgeführt werden, vom Anfänger bis hin zum Spitzensportler. Jeder profitiert davon, wobei je nach Körpertyp unterschiedliche Arten des Faszientrainings empfohlen werden, weil jeder Körpertyp unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt. Der Körpertyp „Wikinger“ zeichnet sich durch wenig Beweglichkeit, hohe Steifheit und Robustheit aus. Der „Schlangenmensch“ hingegen hat eine in Relation dazu höhere Beweglichkeit und weniger Steifheit in den Gelenken. Der Körpertyp ist genetisch vorgegeben. Hypermobile „Schlangenmenschen“ sollten ihre Faszien anders trainieren als kräftige und robuste Personen vom „Wikinger“- Typ.

Alfredo

Alfredo von Alfredo Scarlata

Ich bin Alfredo und zähle mit meinen 10 Jahren Erfahrung als Führungskraft und 20 Jahren Erfahrung als High Performance & Lifestyle Coach zu den gefragtesten Fitnessexperten Österreichs. Ich bin einer der führenden Private Trainer Österreichs und verantwortlich für die wohl bekanntesten Körper Österreichs im Bereich Fashion, Musik, Politik und Industrie.

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Über den Autor

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Die Redakteurinnen und Redakteure vom OTTO Online Team haben sich verschrieben - und zwar den neuesten Trends aus Mode & Lifestyle! Wir berichten über Menschen und Stil und sammeln Inspirationen aus Fashion und Wohnen. Speziell für Sie holen wir die Meinung von Expertinnen und Experten für fundierte Typberatung ein. Themenwünsche? Schreiben Sie uns jederzeit!

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