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Reiseziele

Einen Urlaub zu planen, bei dem die Wünsche und Bedürfnisse aller Familienmitglieder unter einen Hut gebracht werden, stellt viele Familien vor eine kleine Herausforderung. Daher ist die Wahl des richtigen Reiseziels der Schlüssel zum Urlaubsglück. Eine große Rolle spielt dabei vor allem das Alter der Kinder. Während Babys und Kleinkinder noch relativ genügsam sind und hauptsächlich ihre Eltern benötigen, um sich wohl zu fühlen, sind ältere Kinder schon anspruchsvoller, was die Freizeitgestaltung betrifft. Sie möchten etwas erleben und unterhalten werden. Daher sollten Eltern vorab darauf achten, dass in der gewünschten Urlaubsregion ausreichend Freizeitaktivitäten angeboten werden und genügend Abwechslung für die Kinder geboten ist.

Oesterreich/Deutschland

reiseziele

© Double Brain/Shutterstock.com

Viele Reiseziele, die sich für einen Urlaub mit Kindern bestens eigenen, liegen häufig direkt vor der Haustür und können auch bequem mit dem Auto erreicht werden. So lassen sich an den zahlreichen Seen in Kärnten, Tirol, Salzburg oder Oberösterreich inmitten der faszinierenden Berglandschaft entspannte Tage mit der ganzen Familie erleben. Österreichs Seen gehören zudem zu den saubersten in ganz Europa und bieten neben Badevergnügen auch jede Menge Freizeit- und Sportaktivitäten. Gerade mit etwas größeren Kindern wird der Urlaub hier, nicht zuletzt aufgrund der Kombination aus Badespaß und Wanderabenteuer, zu einem echten Erlebnis und es kommt garantiert keine Langeweile auf. Für Familien, die Erholung an Strand und Meer suchen, sind die norddeutschen Küstenregionen an Nord– und Ostsee sowie die Nordfriesischen Inseln besonders interessant. Das raue Klima und die vielen idyllischen Feriendörfer bieten ideale Urlaubsbedingungen. Für Kinder gibt es hier außerdem viel zu entdecken. Durch die Gezeiten können bei Ebbe Wanderungen durch das Wattenmeer unternommen sowie Flora und Fauna erkundet werden. In den Sommermonaten können die Kleinen unbeschwert am Strand Muscheln sammeln, Löcher buddeln und Sandburgen bauen. Auch ein Tagesausflug zu einer benachbarten Insel mit der Fähre oder die Fahrt zu einer Seehundbank sorgen für Abwechslung und sind für Kinder etwas ganz Besonderes.

Reiseziele

Europa

Gerade von Österreich und Süddeutschland aus ist auch die italienische Adriaküste gut und in überschaubarer Zeit mit dem Auto oder dem Zug zu erreichen. Die flachen, weitreichenden Sandstrände und das angenehm warme Meer bieten ideale Voraussetzungen für Kinder. Außerdem bietet diese Ecke Italiens mit zahlreichen Spaßbädern, Vergnügungsparks und Tiergärten besonders viele Freizeitmöglichkeiten und Attraktionen für Kinder.

Insbesondere für Familien mit relativ kleinen Kindern, die auf eine lange Autofahrt verzichten möchten, bieten sich auch Flugreisen ins westeuropäische Ausland an. Traumstrände in Spanien, Frankreich oder Griechenland sind meist in nur wenigen Flugstunden zu erreichen. Neben der relativ kurzen Anreise sind vor allem die Wetterbedingungen für viele Familien attraktiv, denn das Klima ist hier in den Sommermonaten meist beständig warm und sonnig, aber auch nicht allzu heiß für Groß und Klein. Die meisten Ferienregionen sind speziell auf Familien ausgelegt und bieten somit auch jede Menge Unterhaltungsmöglichkeiten für die ganze Familie.

Fernreisen

Auch exotische und weiter entfernte Destinationen sind mit Kindern kein generelles Tabu. Zwar gehen hierzu die Meinungen unter Eltern weit auseinander, doch gerade viele junge Familien nutzen die Elternzeit, um fern gelegene Länder und Kulturen zu erkunden und sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Vor allem Babys und Kleinkinder schlafen ohnehin noch sehr viel und können in Kinderwagen oder Babytrage gut mitgenommen werden, um die Gegend zu erkunden.

Eltern, deren Kinder noch gestillt werden, müssen sich auch keine Sorgen um keimbelastete Nahrung machen und haben die optimale Verpflegung für den Nachwuchs immer dabei. Eltern sollten jedoch unbedingt bedenken, dass insbesondere das feuchtwarme Klima in vielen ferngelegenen Regionen sowie unzureichende hygienische Bedingungen für Kinder unter Umständen gefährlich sein können. Generell sollten Sie Klimazonen mit allzu hohen Temperaturen oder extremen Minusgraden meiden. Bevor eine Fernreise geplant wird, sollten Sie sich daher umfassend mit dem Reiseland und den hygienischen Gegebenheiten vor Ort befassen und rechtzeitig Rücksprache mit einem Kinderarzt halten. Dieser kann am besten einschätzen, ob eine Reise in die gewünschte Region für das Kind zumutbar ist.

Da viele Schutzimpfungen in den ersten beiden Lebensjahren noch nicht gegeben werden können und Kleinkinder generell anfälliger für Infektionskrankheiten sind, sollten Eltern in jedem Fall abwägen, ob eine Fernreise für sie und ihr Baby sinnvoll ist.

Andreas Arnold und Jenny Kramer

www.travelisto.net

Was macht ein Reiseziel kindgerecht?

Was genau ist „kindgerecht“ eigentlich? Das liegt sicherlich im Auge des Betrachters und kann bei jeder einzelnen Familie ganz unterschiedlich ausfallen. Daher ist unser Tipp, erstmal herauszufinden, was man selbst für sich und sein Kind als kindgerecht bezeichnet und danach sein Reiseziel auszuwählen. Kindgerecht können klassische Familien-Reiseziele sein, die eine entsprechende Infrastruktur wie Freizeitparks oder Spaßbäder bieten oder Unterkünfte mit spezieller Kinderausrüstung und Kinderbetreuung. Genauso kann aber auch ein angenehmes Klima, eine kinderfreundliche Kultur, Tiere, Natur oder die gemeinsame Zeit mit der Familie ein Reiseziel attraktiv machen. Auch die Art des Urlaubs kann je nach Interessen der Familie mehr oder weniger kindgerecht sein: Manche bevorzugen ein Ferienhaus, andere dagegen ein Hotel, oder unternehmen eine Rundreise. Was für die einen ein kindgerechter Traumurlaub wird, kann für die anderen zur nervenden Urlaubsenttäuschung werden.

Worauf sollte ich bei der Wahl der Reiseregion achten, wenn ich dort mit Kindern hinfahren möchte?

Jeder kennt sich und seine Kinder am besten und weiß genau, welche Bedürfnisse die eigene Familie auf Reisen hat. Die Wahl der Urlaubsregion kommt dann oft von ganz alleine. Dabei kann das Reizvolle in der Nähe sein oder aber ganz exotisch am anderen Ende der Welt. Bei der genaueren Auswahl des Reiseziels sollten dann gerade im Hinblick auf die Kinder einige Details berücksichtigt werden. So ist uns beispielsweise wichtig, dass das jeweilige Land politisch stabil ist und man sich dort keinen besonderen gesundheitlichen Risiken aussetzt. Eine gewisse Infrastruktur und eine ausreichende medizinische Versorgung sollten zudem vorhanden sein. Und das ist immer noch in den meisten Ländern der Welt der Fall.

Was sind aktuell die Urlaubstrends bei Familien?

Aufgrund der politischen Lage haben es derzeit Länder wie Ägypten, Tunesien oder auch die Türkei leider recht schwer. Viele Urlauber haben ein ungutes Gefühl und verzichten daher auf Reisen in diese Regionen. Das ist sehr schade, denn gerade die Türkei ist in den letzten Jahren zu einem unserer Lieblingsreiseländer geworden, in dem wir viele schöne Momente erlebt und sehr freundliche Menschen kennengelernt haben.

Von dieser Entwicklung profitieren Länder wie Frankreich, Italien, Spanien oder Portugal. Aber auch Deutschland, Österreich und die Schweiz sind dieses Jahr sehr beliebt bei Familien, denn die Nordund Ostsee und die Berge sind tolle Reiseziele für Kinder. Ebenfalls ein Trend sind Fernreiseziele, die man auch mit Kindern problemlos angehen kann.

Wir reisen gerne und das hat sich auch mit Kindern nicht geändert. Auf unserem Reiseblog Travelisto.netLogo von Travelisto
berichten wir über unsere Reisen mit Kindern durch die ganze Welt, aber auch über Ausflüge in die Nähe oder Wochenendtrips. Dabei erzählen wir Geschichten von unterwegs, zeigen Fotos und Videos und geben konkrete Tipps und Anregungen. So inspirieren wir Familien, gemeinsam neue Kulturen, nahe und ferne Ziele zu entdecken und die schönen Seiten des Lebens zu genießen.

 

Art des Urlaubs

Urlaub mit Kindern lässt Eltern selbst noch einmal Kind sein. Durch die Ansprüche und Vorlieben der Kinder entdecken Erwachsene oftmals Dinge, die ihnen in einem Urlaub für gewöhnlich nicht auffallen würden. Kinder sehen die Welt mit anderen Augen und bereichern jede Reise – egal ob den Abenteuerurlaub in der Natur oder den Städtetrip in eine Metropole.

Wer den Kindern besonders viele Abenteuer bieten möchte, verbringt am besten einen Urlaub in der Natur. Hier ist es besonders einfach, die Umwelt mit allen Sinnen zu erleben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, für die man nicht einmal weit reisen muss. Quasi direkt vor der Haustür gibt es dichte Wälder, steile Berge, aufregende Seen und Meeresrauschen.

Abenteuerurlaub lässt Kinder zu kleinen Forschern werden, da die Natur fernab der Städte weitestgehend unberührt ist. So lassen sich, ausgerüstet mit Kescher, Eimer und Schaufel, am Meer eine Vielzahl an Tieren, Steinen und Muscheln entdecken. Mit größeren Kindern eignen sich Strand und Meer auch für actionreiche Sportarten wie Surfen oder Segeln. Für kleinere Kinder wird das Drachensteigenlassen zum Highlight des Urlaubs. Oft gibt es an Stränden auch Spielplätze oder Sportanlagen, auf denen sich die Kids austoben können, während die Eltern die Zeit im Strandkorb genießen. Besonders der Strandurlaub lässt sich oft mit der Unterkunft auf einem Bauernhof oder Reiterhof verbinden. Durch den Umgang mit Tieren und den Elementen des Landlebens, wie Traktoren, dem Heuboden oder bunten Feldern, wird der Urlaub noch naturverbundener und aufregender. Gerade Europa bietet mit seinen verschiedenen Gebirgen auch die Möglichkeit auf Kletterspaß. Basierend auf dem Alter und den Fähigkeiten der Kinder kann hier beim Wandern zwischen leichten Hängen und steileren Bergpässen gewählt werden. Bei ganz kleinen Kindern empfiehlt sich ein Carrier, entweder als Rückenoder Bauchtrage. Hier sollte man darauf achten, dass man nicht den Gipfel zum Ziel erklärt, sondern nach dem Motto wandert: „Der Weg ist das Ziel.“ Denn wer sich und seinen Kinder Zeit lässt, gibt sich die Möglichkeit, Flora und Fauna im Detail zu erkunden.

Art des Urlaubs

Bis zum Schulkindalter sollte die Wanderzeit von 4 Stunden nicht überschritten werden. Besonders beim Familienurlaub in den Bergen ist es wichtig, dass die Eltern sich auskennen. Alternativ kann man sich einer Wandergruppe anschließen. Auf Wanderreisen lassen sich auch oft Wälder in die Entdeckungstour einbinden. Durch die verschiedenen Bodenbeschaffenheiten und die eindrucksvolle Tierwelt wird der Urlaub noch vielseitiger. So können beispielsweise Käfer in einem Lupenglas gefangen und betrachtet (und danach natürlich wieder freigelassen), Blätter verglichen oder Tierspuren analysiert werden.

Wer den Großstadtdschungel echten Wäldern vorzieht, findet bei einer Städtereise sein Glück. Hierbei sind der Himmelsrichtung keine Grenzen gesetzt, da es überall interessante Metropolen zu entdecken gibt, die die Kultur des jeweiligen Landes perfekt widerspiegeln. Städte haben für Groß und Klein einiges zu bieten.

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© Natalia Hubbert/Shutterstock.com

So haben beispielsweise Museen spezielle Angebote und Touren für Familien, bei denen großen Wert auf die aktive Mitgestaltung durch die Kinder gelegt wird. Um das Sightseeing für Kinder attraktiver zu machen, sind besonders ausgeschmückte Geschichten interessant, die mit den verschiedenen Orten verknüpft werden. So wird der Städtetrip zum selbst erlebten Ritterabenteuer oder zum Traum einer jeden Prinzessin. Sollte man Tickets benötigen, ist es ratsam, diese vorab zu kaufen, wenn möglich mit Fast-Lane-Pass, sodass den Kindern die stundenlange Wartezeit am Eingang erspart bleibt.

Wer keinen Urlaub in der Natur oder der Stadt machen möchte, kann auch in einem Freizeitpark viel erleben. Besonders die Themenwelten begeistern Kinder immer wieder aufs Neue. Die Fantasie der Kinder macht aus einem für Erwachsene gewöhnlichen Freizeitpark beispielsweise ein Königreich oder ein reales Piratenabenteuer. Die Erlebniswelt spiegelt sich in Maskottchen im Park, den gastronomischen Angeboten, der Unterkunft und den Attraktionen wider. Das Erlebnis ist komplett auf Kinder ausgerichtet und so hat man hier als Familie in der Regel alles, was man benötigt.

Art der Unterkunft

Auf einer Reise jeder Art sollte sich die gesamte Familie wohl fühlen und entspannen können. Die Wahl der richtigen Unterkunft hängt daher stark von den Bedürfnissen und Wünschen der einzelnen Familienmitglieder ab. Möchten Sie als Eltern auch mal Zeit ohne die Kinder verbringen und haben die Kinder Lust, an betreuten Animationsprogrammen teilzunehmen? Legen Sie besonderen Wert auf Ruhe, Komfort und Individualität? Oder lieben Sie die Nähe zur Natur und möchten am liebsten die ganzen Ferien über im Freien verbringen? Über Fragen wie diese sollten Sie sich vor der Urlaubsplanung Gedanken machen, um herauszufinden, welche Unterkunft sich für Sie und Ihre Familie am besten eignet.

Familien-/ Clubhotels

Professionelle Kinderbetreuung, jede Menge Action für die Kleinen und ein großes Verpflegungsangebot – all das bieten Familienhotels oder Club-Hotels. Familienhotels zeichnen sich besonders durch altersgerechte Betreuungsund Aktivitätsangebote und besondere Sicherheitsstandards aus. Auch an der Ausstattung mangelt es den kindgerechten Hotels nicht – so kann man den sperrigen Kinderwagen oft getrost zu Hause lassen und sich das nötige Equipment vor Ort ausleihen. Meist sind auch Wickeltische, Hochstühle, Gläschenwärmer, Babywanne und Babybetten in den großzügig gehaltenen Familienzimmern vorhanden. Familienhotels sind somit bestens auf die alltäglichen Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet. Die Betreuung wird von fachlich geschultem Personal übernommen, sodass auch die Eltern einmal ohne die Sprösslinge entspannen können. Ein breites Animationsprogramm ist auch in vielen Hotels, besonders in Clubhotels und größeren Ferienanlagen, Standard. Hier werden Kinder von motivierten Animateuren begeistert und zum Beispiel bei Aktionen in der Natur, Kinderschminken, Karaoke-Nachmittagen oder einer Kinderdisco begleitet. Da hier viele Kinder zusammenkommen, können die Kleinen schnell Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen, sodass der Urlaub für sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Außerdem bieten die meisten Familien- und Clubhotels eine All-Inclusive-Verpflegung an, sodass Sie sich um die Mahlzeiten keine Gedanken machen müssen und entspannt die freie Zeit genießen können. Ein Beispiel für Familienhotels ist Familotel. Unter dieser Dachmarke haben sich über 50 Familienhotels in Deutschland, Österreich, Südtirol, Schweiz und Ungarn zusammengeschlossen. In allen Betrieben wird ein besonders hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandard groß geschrieben. Familien können sich darauf verlassen, dass Sie in allen Familotels von speziellen Ausstattungsstandards, über eine qualifizierte Kinderbetreuung bis zur All-Inclusive Verpflegung für Kinder, ein familiengerechtes Umfeld vorfinden.

Art der Unterkunft

Ferienhaeuser/ Ferienwohnungen

Besonders beliebt bei Familienurlauben sind Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Durch moderne Angebote, die das Teilen des eigenen Hauses als Ferienunterkunft ermöglichen, haben Familien eine noch größere Auswahl an Unterkünften. Der Vorteil hierbei ist, dass sie dem gewohnten Umfeld von Kindern nahe kommen und diese sich somit nicht zu fremd fühlen. Ferienhäuser bieten zudem in der Regel viel Platz, Komfort und Ruhe. Denn im Gegensatz zu Hotels liegen sie meist in Siedlungen und häufig auch in direkter Nachbarschaft zu Einheimischen, die wertvolle Insidertipps zur Urlaubsregion geben können. Die Versorgung erfolgt hier eigenständig, sodass optimal auf die Bedürfnisse und Wünsche der Familienmitglieder eingegangen werden kann. So kann beispielsweise gemeinsam das Lieblingsessen der Kinder gekocht und in Ruhe zusammen gegessen werden. Wenn Sie einmal keine Lust haben, die Mahlzeiten selbst zuzubereiten, können Sie nach Lust und Laune Restaurants oder Cafés in Ihrer Umgebung aufsuchen und ein wenig Abwechslung in den Speiseplan bringen. Wer seinen Tagesablauf individuell gestalten möchte, keinen Wert auf Animationsprogramme legt und die Freizeitgestaltung gerne selbst in die Hand nimmt, für den ist die Unterkunft im Ferienhaus oder der Ferienwohnung genau das Richtige.

Campingplaetze

Wer im Urlaub flexibel sein möchte und die Verbundenheit zur Natur schätzt, für den sind Campingurlaube optimal. Hier kann man entweder seine eigene kleine Ferienwohnung in Form eines Wohnmobils parken oder klassisch sein Zelt aufschlagen.

Für Familien, die kein rollendes Eigenheim besitzen oder nicht gerne zelten, bieten viele Campingplätze auch die Möglichkeit, vor Ort einen Wohnwagen oder einen kleinen Bungalow zu mieten. Zwar ist ein Campingplatz oft weniger komfortabel als ein Hotelzimmer oder ein Ferienhaus, allerdings sind die Gemeinschaft und das Gefühl der Nachbarschaft stark ausgeprägt. Man ist direkt in der Natur und die Kinder können ohne Weiteres die Umgebung des Campingplatzes erkunden. Außerdem können Familien im Campingurlaub viel Geld sparen, das sie in Freizeitaktivitäten oder Ausflüge investieren können.

Sparangebote mit Kindern

Im Großen und Ganzen sind Anbieter der Urlaubsbranche in ihren Preismodellen sehr kinderfreundlich, egal ob bei der Anreise, der Unterkunft oder bei Attraktionen am Urlaubsort. Zwar hat sich die Preisgestaltung in den letzten Jahren verändert und Rabat- te fallen in der Regel etwas kleiner aus, doch trotzdem lohnt es sich, Anbieter zu vergleichen und nach Preisnachlässen zu schauen.

Bei Reiseveranstaltern ist hier­ für oft nicht der Zeitpunkt der Buchung entscheidend für den Rabatt, sondern das Alter des Kindes bei Reiseantritt. Denn Kindervergünstigungen oder Kinderfestpreise für Unterkünfte gibt es oft nur in einem Alter von 2 bis 11 Jahren. Auch hier variiert die Höhe des Preises und ist zu­dem oft an weitere Bedingungen geknüpft, wie etwa die Anzahl der Begleitpersonen, die den vollen Preis zahlen. Für Babys und Kleinkinder unter 2 Jahren ist die Unterbringung in der Unterkunft der Eltern häufig sogar kostenlos. Ab einem Alter von 14 Jahren sind Kinderrabatte zwar eher eine Seltenheit, doch vereinzelt bieten Reiseveranstalter sogar Vergüns­tigungen für mitreisende Kinder bis zum 17. Lebensjahr an.

Bei der Anreise gibt es ebenfalls die unterschiedlichsten Preismodelle. So bietet die Österreichische Bundesbahn spezi­elle Kindertarife an, zu denen Kleinkinder bis einen Tag vor ihrem 6. Geburtstag kostenlos reisen. Ab ihrem 6. Geburtstag bis einen Tag vor dem 15. Geburts­tag zahlen Kinder die Hälfte des regulären ÖBB­-Standard-­Tickets. Die ÖBB weist jedoch darauf hin, dass diese Altersgrenzen bei internationalen Reisen variieren können. Inhaber der ÖBB Vor­teilscard Family können sogar bis zu vier Kindern unter 15 Jahren kostenlos mitnehmen.
Bei der Deutschen Bahn reisen Kinder bis einschließlich 14 Jahre kostenlos, wenn sie mit einem Familienangehörigen fahren, der den vollen Preis zahlt. Bei Kindern zwischen 6 und 15 Jahren muss allerdings darauf geachtet wer­den, dass diese vor Fahrtantritt auf dem Ticket der Begleitperson vermerkt sind. Sollten mehr als 5 Personen (maximal 4 Kinder) verreisen, kann die DB Familien­karte im Reisezentrum erworben werden. Kinder bis 6 Jahre kön­nen einfach einsteigen, ohne ein Ticket zu ziehen. Für Kinder zwi­schen 6 und einschließlich 14 Jah­ren gibt es einen Rabatt von 50 % bei Alleinreisen.

 

Sparangebote mit Kindern

Bei Fluggesellschaften schwankt das Angebot von Airline zu Air­line. Im Durchschnitt darf hier für Kinder zwischen 2 und 11 Jahren aber mit einem Preisnachlass von 10 –20 % auf den reinen Flugpreis (ohne Steuern und Gebühren) gerechnet werden. Bei einigen Airlines ist der Preis von der Stre­cke abhängig, da in einigen Fällen Kurz-­ und Mittelstreckenflüge von einem Preisnachlass ausge­schlossen sind. Andere machen die Höhe des Rabatts vom Reise­ datum abhängig. Viele Airlines gewähren die Kinderermäßigung außerdem nur noch auf ihre regulären Tarife, nicht aber auf Sonder­- oder Aktionstarife.

Für Familien empfiehlt es sich, möglichst früh zu buchen, da sie an Ferientermine gebunden sind. Durch die frühe Buchung kann man sich stressfrei seine Wunschreise zusammenstellen, da das Angebot durch die Über­schneidung der Ferien verschiedener Länder näher zum Sommer hin knapp wird. Darauf haben sich auch viele Reiseveranstalter ein­gestellt und bieten zu Beginn des Jahres besonders viele Familienrabatte und Sonderaktionen an.

Auch am Urlaubsort selbst können Familien mit Sparangeboten rechnen. Die Mehrheit der beliebten Attraktionen und Sehenswürdigkei­ten vor Ort, wie beispielsweise Zoos, Museen, Freizeitparks, bieten bestimmte Familientickets oder Familien­rabatte. Diese liegen meist weit unter den regulä­ren Ticketpreisen.

Auch ist es sinnvoll, Zeit zu sparen und die Tickets bereits im Voraus zu erwerben, sodass den Kindern beim Anstehen in der Schlange nicht langweilig wird und sie die Lust verlieren. Es lohnt sich also, bereits von zuhause aus im Inter­net nach passenden Familien­ermäßigungen Ausschau zu halten und sich die Tickets bereits vorab zu sichern.

Versicherungsschutz

Auch wenn man hofft, dass der Fall nie eintritt, kann es schnell passieren, dass die Kinder am Urlaubsort erkranken und man einen Arzt aufsuchen muss. Vor allem exotische Lebensmittel und die ungewohnten klimatischen Bedingungen führen bei vielen Kindern zu Durchfallerkrankungen und Kreislaufproblemen. Bei Reisen ins Ausland ist es ratsam, sich vorab bei einem Arzt oder Reisemediziner Informationen zur Gesundheitsvorsorge einzuholen. Außerdem sollten Sie eine umfassende Reiseversicherung abschließen, die im besten Fall auch einen Reisestornoschutz enthält, damit Sie abgesichert sind, falls Sie die Reise kurzfristig canceln müssen. Neben Produkten für eine einzelne Reise gibt es auch Jahresreiseversicherungen für alle Reisen innerhalb eines Jahres – für Einzelpersonen oder für die ganze Familie.

Mag. Wolfgang Lackner

Vorstandsvorsitzender
Europäische Reiseversicherung
www.europaeische.at

Ist eine Auslandskrankenversicherung zwingend nötig? Greift z.B. innerhalb der EU nicht auch meine normale Krankenversicherung bzw. die E-Card?

Eine umfassende Reiseversicherung ist auf jeden Fall ratsam! Den Schutz benötigt man nämlich schon vor der Reise (= Stornoversicherung) und natürlich auch während der Reise, beispielsweise mit der Reiseabbruch-, Reisegepäckoder Reisekrankenversicherung. Bei letzterer ist zu beachten, dass die E-Card selbst innerhalb der EU nur einen Basisschutz bietet, da sie nur in öffentlichen Vertragskrankenanstalten akzeptiert wird. In diesen wird der landesübliche medizinische Standard geboten, der dem hohen Standard in Österreich meist nicht entspricht. Häufig findet man in den beliebten Touristenzentren jedoch nur Privatspitäler oder Privatordinationen, in welchen die E-Card nicht akzeptiert wird. Hier muss man jedenfalls in Vorleistung treten und kann die Rechnung bei der heimischen Sozialversicherung einreichen. Ersetzt wird jedoch nur ein geringer Prozentsatz der tatsächlichen Kosten, den Rest muss man selbst tragen. Leistungen einer klassischen Reiseversicherung, wie beispielsweise der 24-Stunden-Notruf, die Notfall-Organisation, Rück- oder Verlegungstransporte, Hilfe bei der Auswahl des bestmöglichen Krankenhauses oder die Übernahme von Suchund Bergungskosten, fehlen bei der E-Card ebenso wie etwa ein Stornoschutz, Ersatz der Kosten für nicht genützte Leistungen bei frühzeitiger Rückreise samt Rückreisekosten, Gepäckschutz oder Reisehaftpflichtversicherung, um die wichtigsten Punkte zu nennen.

Kind sieht in die Ferne

 

Wie sinnvoll ist eine Reisestornoversicherung für Familien und in welchen Fällen kann von ihr Gebrauch gemacht werden?

Eine Reisestornoversicherung schützt beispielsweise bei Erkrankung eines Reiseteilnehmers oder eines engen Familienangehörigen. Sie ist speziell für Familien empfehlenswert, denn Kinder können rasch einmal erkranken und dann muss die Reise storniert werden. Wenn die Reise aus einem versicherten Grund nicht angetreten und storniert werden muss, kann der Reiseanbieter Stornogebühren entsprechend seiner Geschäftsbedingungen verrechnen. Diese können bis zu 100 % des Reisepreises ausmachen. Die definierten Stornogründe sind auf unserer Website www.europaeische.at im Informationsblatt zu den jeweiligen Produkten nachzulesen.

Welche Versicherungen sind darüber hinaus ratsam für den Urlaub mit Kindern?

Abhängig vom individuellen Bedarf stehen unterschiedliche Produkte der Europäischen Reiseversicherung zur Verfügung. In den Komplettschutz-Varianten sind alle Bereiche berücksichtigt und versichert, die auf Reisen üblicherweise gebraucht werden: Reisestorno und -abbruch, Verspätungsschutz, Reisegepäckversicherung, Suche und Bergung, Medizinische Leistungen im Ausland, Reiseprivathaftpflicht und diverse Assistanceleistungen, wie beispielsweise der 24-Stunden-Notruf mit weltweiter Soforthilfe. Bei den Einzelreiseprodukten ist darüber hinaus eine Reisehaftpflichtversicherung enthalten. Sie deckt allfällige Schä­ den, die verursacht werden.

logo_europaeische_webDie Europäische Reiseversicherung AG ist mit über 60 Prozent Marktanteil der größte österreichische Reiseversicherer. Die Produktpalette erstreckt sich von Versicherungen für ÖsterreichUrlaube und Auslandsreisen über Jahres-Reiseversicherungen bis hin zu Versicherungspaketen für Unternehmen und Geschäftsreisen.

 

Medizinische Vorsorge

Das Wohl des Kindes hat natürlich auch in der Ferienzeit oberste Priorität. Auch wenn der Urlaub mit den Kleinen fernab des Alltagsstresses für viele Familien die schönste Zeit des Jahres bedeutet, sollte immer auch bedacht werden, dass eine lange Anreise, klimatische Veränderungen und die ungewohnte Umgebung den Kleinen vor allem in der Anfangszeit ganz schön zusetzen können. Damit der Urlaub für die ganze Familie eine Zeit der Freude und Entspannung wird, sollten Eltern schon vor der Buchung der Reise mit ihrem Haus- oder Kinderarzt sprechen, der einschätzen kann, ob die Reise in ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region mit dem Nachwuchs ratsam ist. Besonders vor einer geplanten Fernreise sind gründliche Gesundheitsinformationen und –Beratungen unbedingt notwendig. Mediziner raten, spätestens vier bis sechs Wochen vor Antritt der Reise einen Arzt aufzusuchen, um eventuell erforderliche vorbeugende Maßnahmen wie Schutzimpfungen durchzusprechen. Aber auch ganz unabhängig davon, wohin die Reise gehen soll, ist es wichtig, den allgemeinen Impfstatus der Kinder zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie alle empfohlenen Schutzimpfungen erhalten haben.

Univ. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch

www.reisemed.at

Kann jedes Kind in jedem Alter sämtliche Schutzimpfungen erhalten?

Nein, es gibt einige Impfungen, die vor dem ersten Lebensjahr nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen gegeben wer­den können, wie z.B. Gelbfieber oder Typhus. Entweder sind die jeweiligen Imp­fungen für Kinder unter einem Jahr gefährlich oder sie wirken einfach nicht, so zum Beispiel bei Typhus. Daher: Bei entsprechen­der Gefährdung bedeutet dies, dass man als verantwortungs­volle Eltern in das entsprechende Reiseland mit einem so kleinen Kind nicht fährt.

Wie äußert sich die Reisekrankheit bei Kindern und wie beuge ich ihr vor?

Die Hauptsymptome der Reise­krankheit sind in der Regel Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schweißausbrüche, Kreislaufprobleme durch niedrigen Blutdruck und häufig auch Kopfschmerzen. Schuld daran ist ein Wahrneh­mungskonflikt zwischen dem, was unsere Augen sehen und dem, was unser Gleichgewichts­organ dem Gehirn mitteilt. Um der Reisekrankheit vorzubeugen, sollten Eltern auf die Sitzplatz­ wahl der Kinder achten: Vorne oder ganz hinten ist deutlich schlechter als mittig – hier sind die Bewegungen am diskretesten. Im Flugzeug sind das die Sitze bei den Tragflächen. Im Schiff sollten Sie Innenräu­me meiden und sich stattdessen mit den Kindern möglichst im Freien aufhalten. Hilfreich ist es auch, den Horizont zu fixieren. Bei Zugfahrten sollten Sie immer einen Platz in Fahrt­richtung für Ihre Kinder wählen. Generell sollte der Blick während der Fahrt nach vorne und nach draußen gerichtet sein. Fahrten über Tag werden von Betroffenen außerdem meist besser toleriert als Nachtfahrten. In schweren Fäl­len ist auch eine medikamentöse Prophylaxe oder Therapie mög­lich. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem Haus-­ oder Kinderarzt.

Welche Check-Ups sollten vor einer Reise ins Ausland bei Kindern gemacht werden?

Grundsätzlich ist es ratsam, bereits vor der Buchung ein Gespräch mit dem Kinderarzt ­zu suchen, um abzuklären, ob die geplante Reise in ein bestimmtes Reiseland für das Kind zumutbar ist. Vor allem bei Kindern, die unter chronischen Erkrankungen leiden, sollte dies unbedingt im Vorfeld abgeklärt werden, um kein Gesundheitsrisiko einzugehen.

reisemed LOGOUniv. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch ist Gesellschafter und leitender Arzt am Zentrum für Reisemedizin in Wien, gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger für Tropenmedizin, Reisemedizin und Impfwesen, war und ist Präsident mehrerer einschlägiger Fachgesellschaften und ist ständiges Mitglied des „nationalen Impfgremiums“ am Bundesministerium für Gesundheit.

Reisedokumente

Ganz egal, wo Sie Urlaub machen, wichtige Dokumente und Unterlagen müssen Sie auf Reisen immer dabei haben. Flug- oder Bahntickets, Reservierungsbescheinigungen für Hotel, Ferienwohnung oder Mietauto sowie eventuell benötigte Visa dürfen natürlich nicht fehlen. Ebenso die Personalausweise oder Reisepässe aller Reisenden. Seit 2012 benötigen Kinder ebenfalls von Geburt an für Reisen ins Ausland ein eigenes Ausweisdokument.

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© Yuganov Konstantin/Shutterstock.com

Je nach Einreisebestimmungen des Ziellandes handelt es sich dabei entweder um einen eigenen Personalausweis (vor allem bei Reisen innerhalb der EU, bzw. in Länder, die am Schengener-Abkommen teilnehmen) oder einen Kinderreisepass, der nahezu weltweit anerkannt wird. Falls Ihr Kind noch über keinen eigenen Ausweis oder Reisepass verfügt, sollten Sie sich spätestens sechs bis acht Wochen vor Reiseantritt um die Beantragung der Dokumente kümmern. Unbedingt mitzuführen sind auch die Krankenversicherungskarte des Kindes sowie der Nachweis über eine abgeschlossene Auslandskrankenversicherung. Informieren Sie sich hierzu vorab bei Ihrer Krankenversicherung. Auch der Impfpass sowie ein Blutgruppennachweis der Kinder und Eltern sollten im Handgepäck untergebracht werden. Ratsam ist es, sich schon von zuhause aus Kinderärzte und Krankenhäuser in der Nähe des Urlaubsortes herauszusuchen und sich die Telefonnummern zu notieren. So können Sie vor Ort schnell handeln, sollten Ihre Kinder einen Arzt benötigen.

Tipp: Kopieren Sie vor Reiseantritt alle wichtigen Reisedokumente und verstauen Sie sie in einem anderen Gepäckstück als die Originale! So sind Sie bei Verlust oder Diebstahl der Dokumente auf der sicheren Seite.
Tipp: Achten Sie bei der Buchung von Flügen, Unterkunft und Visa-Anträgen peinlich genau darauf, dass die Schreibung der angegebenen Namen mit der Schreibung auf dem Reisedokument übereinstimmt. Vor allem bei Umlauten oder „ß“, die in anderen Sprachen nicht vorkommen, treten häufig Probleme auf. Ebenso wichtig ist die Angabe eines zweiten Vornamens, der im Reisepass eingetragen ist.

Reiseapotheke

Urlaub in den Ferien soll für alle Spaß und Erholung bringen. Dennoch kann es vorkommen, dass Kinder im Urlaub erkranken oder dass kleinere medizinische Notfälle auftreten. Daran sollte man bereits bei der Urlaubsplanung denken und nicht nur E-Card, Mutter-Kind-Pass, Impfpass und Allergiepass, sondern auch eine gut sortierte Reiseapotheke von zu Hause mitnehmen – damit man im Fall des Falles bestens gerüstet ist! Ins Reisegepäck gehören generell alle Medikamente, die regelmäßig eingenommen oder zu Hause häufig gebraucht werden. Je nach Urlaubsort können aber auch spezielle Medikamente oder Impfungen benötigt werden. Daher lohnt sich vor Urlaubsantritt ein Besuch in der Apotheke. Hier bekommt man nicht nur Informationen und Hilfe bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke mit Medikamenten, die speziell für Kinder geeignet sind. Die Apothekerin oder der Apotheker achtet auch auf eine kindgerechte Arzneiform. Zäpfchen oder Säfte zum Bespiel können in der Regel leichter verabreicht werden als Tabletten.

Welche Medikamente gehören in jede Reiseapotheke?

  • Schmerzmittel
  • Fiebersenkendes Mittel
  • Medikamente gegen Erkältung (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit)
  • Medikament gegen Durchfall
  • Medikament gegen Erbrechen
  • Pflaster und Blasenpflaster
  • Verbandszeug, Schere, Pinzette, elastische Binde, Kühlkompresse
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Wund- und Heilsalbe
  • Salbe gegen Prellung, Verstauchung, Sportverletzung
  • Fieberthermometer
  • eventuell sterile Spritzen undNadeln, Einmalhandschuhe

Was sollte man speziell für Kinder noch mitnehmen?

  • Mittel gegen Reisekrankheit
  • Kindgerechter
  • Insektenschutzspray
  • Salbe oder Gel gegen Juckreiz
  • Augen- und Ohrentropfen
  • Elektrolytpräparat
  • Medikament gegen Verstopfung
  • Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor
  • kühlendes Gel gegen Sonnenbrand
  • After-Sun-Lotion
  • Wasserfeste Pflaster

 

Kinder im Urlaub

Oesterreichische Apothekerkammer

www.apothekerkammer.at

Wie lagere ich die Medikamente am Urlaubsort?

Generell sollten alle Medikamente Urlaub in den Ferien soll für alle Spaß und Erholung bringen. Dennoch kann es vorkommen, dass Kinder im Urlaub erkranken oder dass kleinere medizinische Notfälle auftreten. Daran sollte man bereits bei der Urlaubsplanung denken und nicht nur E-Card, Mutter-Kind-Pass, Impfpass und Allergiepass, sondern auch eine gut sortierte Reiseapotheke von zu Hause mitnehmen – damit man im Fall des Falles bestens gerüstet ist! Ins Reisegepäck gehören generell alle Medikamente, die regelmäßig eingenommen oder zu Hause häufig gebraucht werden. Je nach Urlaubsort können aber auch spezielle Medikamente oder Impfungen benötigt werden. Daher lohnt sich vor Urlaubsantritt ein Besuch in der Apotheke. Hier bekommt man nicht nur Informationen und Hilfe bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke mit Medikamenten, die speziell für Kinder geeignet sind. Die Apothekerin oder der Apotheker achtet auch auf eine kindgerechte Arzneiform. Zäpfchen oder Säfte zum Bespiel können in der Regel leichter verabreicht werden als Tabletten. Reiseapotheke Osterreichische Apothekerkammer www.apothekerkammer.at 21 vor Hitze und Licht geschützt aufbewahrt werden. Manche Arzneimittel erfordern spezielle Lagerbedingungen, die eingehalten werden müssen, damit ihre Wirksamkeit erhalten bleibt. Genaue Informationen erfragt man am besten in der Apotheke bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke für Kinder

Gut geschützt die Sonne genießen

Kinder halten sich gerne und viel im Freien an der Sonne auf. Besonders Babys und Kleinkinder sollten draußen immer eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt mit UV-Schutz tragen. Auch eine gute Sonnenschutzcreme muss immer mit ins Reisegepäck. Es gibt spezielle Produkte für Kinder, die einen sehr hohen Schutzfaktor (mindestens LSF 30, besser LSF 50) aufweisen und gut hautverträglich sind. Den Sonnenschutz trägt man am besten schon eine Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne auf und erneuert ihn regelmäßig, besonders nach dem Baden! Achtung: Auch wasserfeste Produkte müssen nach dem Plantschen im kühlen Nass neuerlich aufgetragen werden, um den vollen Schutz nützen zu können.

Für Kinder findet man in der Apotheke eine große Auswahl an speziellen Produkten für empfindliche Kinderhaut.

Tipp: Fragen Sie nach in Ihrer Apotheke. Hier bekommen Sie individuell auf Ihre Bedürfnisse und auf das Reiseziel abgestimmte Tipps, welche Arzneimittel Sie zur Vorsorge auf jeden Fall in den Urlaub mitnehmen sollen!

Die Österreichische Apothekerkammer ist die gesetzliche Berufsvertretung der mehr als 6.000 Apothekerinnen und Apotheker, die sowohl in öffentlichen Logo ApothekerkammerApotheken als auch in Krankenhäusern tätig sind. Als Interessenvertretung der Österreichischen Apotheker leistet die Kammer einen entscheidenden Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung, und setzt sich dafür ein, dass selbstständige und angestellte Apotheker als Angehörige eines freien Heilberufs die Arzneimittelversorgung über Apotheken sicherstellen.

Koffer packen

Kofferpacken für eine Reise ist für die meisten ein Kraftakt, schließlich will man im Urlaub für alle Eventualitäten gerüstet sein. Was nimmt man bloß mit und hat man auch ja nichts vergessen? Beim Kofferpacken beginnt oft das große Chaos. Und was für manch Alleinreisenden schon ein kleines Drama ist, kann mit Kindern zur echten Herausforderung werden. Denn natürlich möchte man nicht am Urlaubsort ankommen und etwas Wichtiges für die Kleinen vergessen haben. Beginnen Sie am besten nicht erst am Abend vor der Abreise mit dem Kofferpacken, sondern legen Sie schon 1–2 Wochen im Voraus immer wieder Dinge zurecht, die Ihre Kleinen in den Ferien brauchen werden.

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© Yana Fefelova/Shutterstock.com

Informieren Sie sich vorab über die Wettervorhersagen für Ihren Urlaubsort, damit Sie die Kleidung für die Kleinen schon gezielt an die Wetterverhältnisse anpassen können. Denken Sie auch daran, dass es selbst in warmen Regionen abends stark abkühlen kann, und packen Sie daher auch immer lange Kleidung ein – auch wenn überwiegend warme Temperaturen vorhergesagt werden. Mit Gummistiefeln, festen Schuhen, Sandalen und Hausschuhen haben Sie für verschiedene Aktivitäten und Situationen das passende Schuhwerk für den Nachwuchs im Gepäck. Daneben dürfen natürlich auch Schlafanzug, Bodys, Unterwäsche und Socken nicht fehlen. Für den Strand oder den Pool außerdem an Schwimmkleid
ung, eventuell Schwimmhilfen, Spielsachen und auf jeden Fall an die Kopfbedeckung für die Kleinen denken.

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In die Kulturtasche gehören alle Pflegeprodukte, die Ihr Kind im Alltag benötigt: Shampoo, Duschbad, Zahnpasta, Pflegecreme, Hautlotion, Feuchttücher, Waschlappen, Handtücher, Bürste und für Babys natürlich auch Windeln.
Damit die Kleinen sich auch fernab von zu Hause wohlfühlen, sollten Sie auch das Lieblings-Stofftier oder die Schmusedecke sowie einen Ersatzschnuller einpacken. Je nachdem, über welche Ausstattung Ihre Unterkunft verfügt, müssen auch Reisebett, Schlafsack und Hochstuhl mit. Für Ausflüge mit Babys sind ein Kinderwagen oder Tragetuch praktisch, bei älteren Kindern eignen sich leicht zusammenklappbare Buggys oder Tragerucksäcke. Für den Tag am Strand ist es außerdem sinnvoll, ein Sonnenzelt oder eine Strandmuschel dabei zu haben, die Schutz vor Sonne und Wind bietet.

 

Eine Checkliste, um beim Packen den Überblick zu behalten und an alles Wichtige zu denken, finden Sie hier.

 

Handgepaeck fuer die Anreise

Teddybär, Kuschelkissen, Schnuller, Fläschchen, und, und, und. Beim Gedanken daran, was man für den Nachwuchs auf dem Weg in die Ferien ständig griffbereit haben sollte, kann man schon mal leicht den Überblick verlieren. Während man bei der Anreise mit dem eigenen PKW relativ flexibel ist und Dinge, die die Kleinen häufig benötigen, auch in den Ablagefächern verstauen kann, ist es bei der Reise mit dem Zug oder dem Flugzeug umso wichtiger, alle wichtigen Utensilien gut zugänglich im Handgepäck zu verstauen.

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Vor allem bei der Anreise mit dem Flugzeug ist das Handgepäck, das Sie mitführen dürfen, begrenzt. Bei den meisten Airlines darf pro Person ein Handgepäckstück bis 8 kg und den Abmessungen 55 x 40 x 20 cm mit an Bord genommen werden. Oftmals richten sich die Gepäckvorschriften der Airlines jedoch nach der Flugklasse und dem Reiseziel. Informieren Sie sich daher vor Abreise bei Ihrem Reiseveranstalter oder bei der Airline direkt über die für Sie geltenden Bestimmungen. Bei der Anreise mit Zug oder Auto unterliegt das Handgepäck zwar keiner Maximalgröße, dennoch sollten Tasche oder Rucksack nicht überladen werden und leicht zu transportieren sein. Das Lieblingskuscheltier sowie das Kuschelkissen, mit dem die Kleinen besonders gut schlummern können, dürfen natürlich nicht fehlen. Bei Babys und Kleinkindern sind außerdem Handpuppen, Greiflinge und kleine Bücher für die Beschäftigung unterwegs ideal. Für größere Kinder eignen sich Malbücher oder Hörspiele zum Zeitvertreib. Schnuller beruhigen Babys, wenn sie unruhig werden – vergessen Sie jedoch die Schnullerkette nicht, wenn Sie nicht in regelmäßigen Abständen unter dem Flugzeugsitz oder auf dem Gang des Zuges nach dem Schnuller suchen wollen. Babynahrung und Fläschchen für die ganz Kleinen sowie Snacks, gesunder Proviant und magenschonende Getränke für die größeren Kinder dürfen natürlich auch nicht fehlen. Auch Kleidung zum Wechseln ist auf Reisen sinnvoll, ebenso warme, rutschfeste Socken, mit denen sich die Kinder in Zug oder Flugzeug auch ein wenig bewegen können. Auch sollten Sie an Medikamente denken, die Ihre Kinder auf der Reise eventuell benötigen könnten. Dazu gehören Medikamente gegen Reiseübelkeit, Schmerz- und fiebersenkende Mittel sowie Nasenspray als Druckausgleich im Flugzeug.

Neben all den Dingen, die Sie für Ihre Kinder im Handgepäck griffbereit haben, dürfen Sie natürlich auch wichtige Reisedokumente wie Tickets, Buchungsbestätigungen, Krankenversichertenkarten sowie Bargeld und eine Kreditkarte nicht vergessen.

Eine praktische Checkliste aller Dinge, die ins Handgepäck müssen, finden Sie hier.

Anreise

Alle Vorbereitungen sind getroffen, die Koffer sind gepackt, endlich kann der Urlaub beginnen. Von Sonne, Strand und Meer trennt einen nur noch eines: die Anreise! Stundenlang in Auto oder Flugzeug sitzen, Wartezeiten am Bahnhof oder im Stau – was für Erwachsene oft schon nervig und anstrengend ist, schlägt Kindern meist noch mehr auf die Laune. Kinder sind daher am entspanntesten, wenn ihr gewohnter Rhythmus beibehalten wird. Das heißt, Ess- und Schlafzeiten sollten eingehalten sowie genügend Pausen und Spielzeiten eingeplant werden. Gerade bei der Anreise mit dem eigenen Auto kann auf die Bedürfnisse der Kinder sehr gut eingegangen werden. Eine gute Planung und Organisation der Anreise sind in jedem Fall das A und O. Welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Verkehrsmittel für Sie und Ihre Kinder mitbringen und was Sie bei der Anreise beachten sollten, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Auto

Für eine Anreise mit dem eigenen PKW spricht vor allem die Tatsache, dass Eltern die Fahrt- und Pausenzeiten selbst festlegen und individuell an die Bedürfnisse der Kinder anpassen können. Planen Sie Ihre Reiseroute schon vorab, um Stress während der Fahrt zu vermeiden. Es kommt nicht darauf an, schnellstmöglich am Ziel anzukommen, sondern entspannt und stressfrei für alle Reisenden. Planen Sie daher von vornherein genügend Zwischenstopps ein, bei denen Sie und Ihre Kinder Luft schnappen und sich die Beine vertreten können.

Mit dem Auto sind Sie auch am Urlaubsort mobil und können Tagesausflüge auch in der weiteren Umgebung einplanen, ohne auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Im eigenen Auto gibt es außerdem keine Gepäckbegrenzung, sodass Familien alles mitnehmen können, was der Kofferraum oder die Autodachbox zulässt. Bis zum Alter von 12 Jahren oder einer Körpergröße von 1,50 Meter müssen Kinder in einem sicheren und bequemen Autositz Platz nehmen, Babys in einer Babyschale. Achten Sie beim Kauf auf die orangefarbene ECE-Prüfplakette und lassen Sie sich von einem Fachhändler beraten. Da die meisten Kinder Autofahrten lieben und sich in der gewohnten Umgebung wohl fühlen, verschlafen sie meist ohnehin einen Großteil der Fahrt. Denken Sie daran, Sonnenblenden oder spezielle Schutzfolien an den Scheiben anzubringen, damit die Kleinen nicht während der Fahrt von der Sonne geblendet werden. Cremen Sie Ihre Kinder zur Sicherheit zusätzlich mit Sonnencreme ein!

Ein Nachteil der Anreise mit dem Auto ist sicherlich, dass Sie keinen Einfluss auf die Verkehrslage haben. Gerade zu Stoßzeiten, wie dem Ferienbeginn oder -ende, kann es zu kilometerlangen Staus auf der Autobahn kommen. Dabei werden meist auch die entspanntesten Kinder irgendwann unruhig. Sorgen Sie daher für ausreichend Verpflegung und Unterhaltungsmöglichkeiten, um die Kleinen auch bei zeitlichen Verzögerungen bei Laune halten zu können.

Tipp: TIPP: Packen Sie das Auto schon am Vorabend oder kurz vor der Abreise, wenn die Kinder noch schlafen. Das Beladen ist für Kinder langweilig und sie werden schnell unruhig während sie warten müssen.

Mag. Günther Frühwirt

Geschäftsstellenleiter des Fahrsicherheitszentrums in Straßwalchen, Salzburg
www.arboe.at

Was gehört zu einem Reise-Check-Up des Autos dazu?

Für eine unbeschwerte Ferienreise ohne Pannen empfehlen die ARBÖ-Techniker einen gründlichen Urlaubscheck für das Fahrzeug. Dazu gehören neben der Überprüfung von Bremsen, Lichtern, Warnanlage, Scheibenwischer, Scheiben oder Waschanlage auch ein Kupplungscheck, weiters die Kontrolle des Motorölstandes, der Batterien und der Lüfterfunktion sowie der Klimaanlage. Eine Klimawartung inklusive Desinfektion sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden, um Funktion, Dichtheit sowie Kühlmitteldruck zu prüfen, Bauteile zu reinigen und zu desinfizieren und Kühlflüssigkeit nachzufüllen. Eine Verschmutzung der Klimaanlage kann zu Bakterienbildung und Schimmel führen und Krankheiten verursachen.

In den Sommermonaten wird oft vergessen, die Autobatterien prüfen zu lassen. Das Thema ist für viele Fahrer nur im Winter evident. Dabei verschleißt die Batterie bei Hitze stärker als bei Kälte. Der ARBÖ-Urlaubscheck umfasst auch eine Kontrolle der Reifen, des Fahrwerkes, des Auspuffs sowie von Verbandskasten und Pannendreieck.

Der ARBÖ bietet in seinen Prüfzentren österreichweit alle technischen Dienstleistungen und kompetente Beratung an, Mitglieder profitieren von massiven Preisvorteilen.

Welche Tageszeit eignet sich am besten, um mit Kindern im Auto zu verreisen? Worauf sollte man bei der Reiseplanung achten?

Eine gute Zeit, um eine längere Autoreise zu beginnen, ist in den frühen Morgenstunden. Zu dieser Zeit ist auf den Straßen meist noch wenig Verkehr. Die Kinder sind zudem noch müde, sodass sie ohne Probleme im Auto weiterschlafen. Für die Eltern bedeutet das, dass sie auch mal mehr als nur eine oder zwei Stunden am Stück fahren können. Eltern sollten allerdings die Anstrengungen einer langen Autofahrt nicht unterschätzen und darauf achten, dass sie sich vor Fahrtantritt gut ausruhen. Ein Grundsatz, den Eltern unbedingt miteinbeziehen sollten: Kinder brauchen viele Pausen! Für die Autofahrt in den Urlaub sollte man deshalb grundsätzlich mehrere kleine Pausen miteinplanen. Das erhöht bei den Kleinen die Vorfreude und gibt ihnen die Möglichkeit sich die Beine zu vertreten. Um die Kinder dauerhaft zu beschäftigen, gibt es speziell für Reisen magnetische Spielesets. Durch die Magneten fliegt auch nichts durch das Auto und der Spaß kommt nicht zu kurz. Mit handlichen Snacks kann man den kleinen Hunger während der Fahrt überbrücken. Auf krümelnde, schmierige Kekse und anderes Gebäck sollte man allerdings verzichten, wenn man nicht vorhat, nach der Fahrt das Auto von Grund auf zu reinigen.

Worauf ist bei der Gepäcksicherung im PKW zu achten?

Beim Beladen des Autos ist das richtige Einschlichten der Gepäckstücke die halbe Miete, somit gilt: schwere Gegenstände nach unten, leichte nach oben. Während bei Flug- oder Bahnreisen genauer abgewogen wird, was in den Koffer kommt und was zu Hause bleibt, tendieren Autoreisende dazu, ihr Fahrzeug bis obenhin voll zu räumen, daher ist besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wird – prinzipiell gilt, nicht mehr als 500 Kilo zuzuladen. Jedes zusätzliche Gewicht bedeutet auch mehr Treibstoffverbrauch. In weiterer Folge müssen der Reifendruck und der Scheinwerferwinkel gegebenenfalls an das erhöhte Gewicht angepasst werden. Um bei einem Unfall die Fahrzeuginsassen vor herumschleudernden Gepäckstücken zu sichern, sollte die Höhe der Rückensitzlehne beim Beladen möglichst nicht überschritten werden. Um zusätzlich für Sicherheit zu sorgen, empfiehlt es sich, die Koffer und Taschen abzudecken und festzuzurren. Um in der schönsten Zeit des Jahres Probleme zu vermeiden, hat der ARBÖ in Foldern alle wichtigen Länderinfos zusammengefasst. Diese sind kostenlos und gibt es in allen ARBÖ-Prüfzentren!

Logo ARBÖDer ARBÖ ist Österreichs zweitgrößter Autofahrerklub. Ihm gehören rund 420.000 Mitglieder an. Der ARBÖ nimmt die Interessen aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wahr und bietet seinen Mitgliedern eine Reihe von Dienstleistungen. Im Vordergrund stehen dabei der technische Dienst, Rechtsberatung sowie die Interessenvertretung. In rund 90 Dienststellen des ARBÖ stehen etwa 780 spezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Auskünfte, Hilfe und die Überprüfung von Kraftfahrzeugen bereit. Der ARBÖ-Pannendienst umfasst über 200 Fahrzeuge und steht österreichweit rund um die Uhr unter der Nummer 1-2-3 zur Verfügung. Auch auf dem touristischen Sektor gibt es ein umfassendes Leistungspaket. Der ARBÖ-Informationsdienst (Telefonnummer 050 123 123) erteilt Auskünfte über den Straßenzustand, Reisebestimmungen, die aktuellen Spritpreise bis hin zu Badeseetemperaturen. In den drei ARBÖ-Fahrsicherheits- Zentren in Wien (Donaustadt), Salzburg (Straßwalchen) und der Steiermark (Ludersdorf) kann das Verhalten in speziellen Fahrsituationen trainiert werden.

Zug

Kinderzug

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Zugfahrten und das Beobachten anderer Züge an den Bahnsteigen sind für Kinder immer ein besonderes Highlight. Somit wird allein die Anreise für die Kleinen schon zu einem großen Abenteuer. In nahezu allen Fernzügen der Österreichischen Bundesbahn und der Deutschen Bahn gibt es zudem Kleinkindabteile, in denen die Familie unter sich sein kann. Diese Abteile verfügen über ausreichend Platz zum Spielen und über einen Tisch, an dem die Kinder essen oder malen können. So können sich auch die Eltern während der Fahrt entspannt zurücklehnen. Wer mit Baby reist, hat so auch die Möglichkeit, sich während der Fahrt mit dem Nachwuchs ein wenig zu bewegen. Klären Sie am besten schon bei der Buchung die Verfügbarkeit der Kleinkindabteile zu ihrem Wunschtermin ab. Damit Sie beim Umsteigen die Hände für Ihre Kinder frei haben, kann das Gepäck außerdem schon vorab aufgegeben und direkt zum Zielort geschickt werden. Wie auch bei der Autofahrt, können natürlich auch bei der Reise mit der Bahn Verspätungen oder ungeplante Stopps dazwischenkommen. Auch kann es zum Verpassen des Anschlusszuges oder zum Zugausfall kommen, was die Reise erschwert. Doch wer das Verspätungsrisiko in Kauf nehmen kann und möchte, reist mit dem Zug bequem, entspannt und zudem noch ökologisch.

Flugzeug

Kind mit Flugzeug

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Das Beste am Fliegen ist ohne Zweifel die Tatsache, dass Sie in relativ kurzer Zeit sehr weit reisen können. Viele Airlines gelten als besonders familienfreundlich und überzeugen mit einem hervorragenden Service an Bord. So werden Familien beim Boarding häufig bevorzugt und dürfen als erstes im Flugzeug ihre Plätze einnehmen. Die meisten Flugzeuge verfügen zudem über Familiensitzplätze mit Beinfreiheit in der ersten Reihe. Für Babys können hier auch die vorhandenen Baby­-Liegeschalen verwendet werden, in denen die Kleinen entspannt schlummern können. In der Regel ist es auch kein Problem, Babyfläschchen oder Brei von den Stewardessen in der Bordküche erwärmen zu lassen. Babynahrung unterliegt auch nicht der allgemeinen Flüssigkeitsbeschränkung von 100 ml pro Person und darf im Handgepäck mitgenommen werden. Auch Wickeltische und Babydecken sind in den meisten Flugzeugen vorhanden. Für größere Kinder gibt es Kinder-­Videoprogramme und Hörspielkanäle sowie eigene Kindermenüs. Je nach Airline fliegen Kinder unter 2 Jahren entweder, durch einen Schlaufengurt befestigt, auf dem Schoß eines Erwachsenen oder sie können in einem mitgebrachten Kinderrückhaltesystem, wie einem Kindersitz oder einer Babyschale, Platz nehmen. Diese müssen jedoch vor Abflug angemeldet werden. Erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Airline, welche Beförderungsbedingungen auf Ihrer geplanten Reise gelten und welche Voraussetzungen der von Ihnen mitgebrachte Kindersitz erfüllen muss. Aufgegebene Kinderwagen, Reise betten und Autositze werden von den Airlines kostenlos befördert. Beim Umstieg kümmern sich Flughafenangestellte um den Transport. Da die Klimaanlage im Flugzeug nicht individuell reguliert werden kann und vor allem bei Babys Vorsicht hinsichtlich der Zugluft geboten ist, sollten Sie die Kinder warm genug anziehen und eine zusätzliche Decke griffbereit haben. Um bei Start und Landung für den Druckausgleich zu sorgen, sollten Babys und Kleinkinder etwas essen oder trinken.

Verpflegung fuer unterwegs

Wenn die Kinder während der Fahrt ausgeschlafen haben und munter sind, kommt meistens sehr schnell Langeweile auf. Und mit der Langeweile kommt in der Regel auch der Hunger. Gummibärchen und Schokokekse finden Kinder zwar toll, aber sie sind weder gesund noch machen sie die Kleinen satt. Nach kurzer Zeit dürfte das Gequengel also wieder von vorne los gehen. Packen Sie daher für unterwegs vollwertige Lebensmittel ein, die ihre Kinder mögen und die sättigend sind. Ideal ist es, wenn die Kinder mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen anstatt einer großen. So haben sie weniger Probleme mit Reiseübelkeit und das Essen wird schneller verdaut.

Julia und Ursula Pabst

www.resize.at

Welche Speisen eignen sich für unterwegs, damit die Kleinen auch richtig satt werden?

Ab einer Reisezeit von 3 Stunden empfiehlt es sich, für Proviant zu sorgen. So macht man sich einerseits unabhängig vom Angebot diverser Tankstellenshops und Raststationen, und ist andererseits bestens gewappnet, falls ein unvorhergesehener Stau die Reisezeit verlängert. Idealerweise packt man für längere Reisen eine Kühltasche mit vorbereiteten Speisen, die ohne viel Geschirr auf einem Rastplatz oder bei einem kleinen Picknick verspeist werden können. In einem bunten Nudelsalat kann man durchaus ein bisschen Gemüse verstecken. Auch belegte Brote oder Wraps mit Gemüsestreifen kommen immer gut an. Gerade eiweißhaltige Speisen machen richtig gut satt. Gekochte Eier oder Fleischbällchen sind bei fast allen Kindern beliebt. Und wer etwas Zeit zum Vorbereiten hat, kann auch pikante Gemüsemuffins oder kleine Gemüsestrudel backen, die auch kalt perfekt schmecken.

Welche gesunden Snacks für zwischendurch sollte ich dabei haben?

Schokoriegel, Kekse und süße Gummitiere lenken die Kids zwar kurzfristig ab, doch lange satt  machen die Zuckerbomben nicht. Für Süßmäuler empfehlenswert ist natürlich immer frisches Obst. Gerade Weintrauben sind handlich zum Snacken. Auch getrocknete Früchte wie Zwetschken, Marillen oder knusprige Apfelchips sind bei Kindern beliebt. Obstriegel oder Müsliriegel ohne Schokolade sind praktisch, um sie für Notfälle im Handschuhfach zu haben. Sie sind zwar nicht immer ganz frei von zugesetztem Zucker, schmelzen aber nicht und sind immer noch eine ganz gute Alternative zu Schokolade. Unter den salzigen Knabbereien bieten sich Vollkorncracker, Nüsse oder Sesambrezerl an. Auch Knäckebrote, die bereits mit Käse überbacken und mit Körnern bestreut sind, bieten sich als würzige Knabberalternative an. Dazu passen auch knackige Gemüsesticks aus Karotte oder Kohlrabi, die sind erfrischend und beschäftigen die Kinder bei längeren Reisen.

Welche Getränke sind besonders magenschonend für die Reise?

Auf langen Reisen sollte keinesfalls das Trinken vergessen werden, auch wenn dadurch die eine oder andere Toilettenpause nötig wird. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte Getränke weder zu heiß noch zu kalt trinken. Auch Kohlensäure reizt den Magen und bläht unnötig auf. Ideal für den empfindlichen Magen sind kohlensäurearmes oder stilles Mineralwasser sowie lauwarmer Kräutertee aus Kamille oder Pfefferminze. Ein Aufguss aus frischem Ingwer mit etwas unbehandelter Zitrone kann zudem unangenehmer Reiseübelkeit vorbeugen. Wer Fruchtsäfte mag, sollte aufpassen, nicht zu viel davon zu genießen, da die Fruchtsäure den Magen reizen kann. Fruchtsäfte wie Apfelsaft oder milder Orangensaft sollten daher im Verhältnis ein Teil Saft zu zwei Teilen Wasser verdünnt werden. Ratsam ist es außerdem, lieber regelmäßig in kleinen Schlucken zu trinken, als den Magen mit zu großen Mengen Flüssigkeit zu überfordern. So werden Getränke vom Körper auch effektiver aufgenommen.

ResizeDie Experten von „resize“ begleiten bei der Ernährungsumstellung und entwickeln langfristig umsetzbare Ernährungskonzepte zum Abnehmen und Gewichthalten. Ob man sich fürs Abnehmen, für Sporternährung, Kinderernährung oder Ernährung bei Unverträglichkeiten interessiert: individuelle Vorlieben sowie Alltagstauglichkeit stehen im Vordergrund, damit die Tipps auch wirklich umgesetzt werden können. Resize gibt es bereits 7x in Wien und der Steiermark.

Unterhaltung fuer unterwegs

„Der Weg ist das Ziel!“ – Wer jemals längere Urlaubsfahrten mit jüngeren Kindern unternommen hat, weiß, dass dieses Motto hier eher nicht gilt. Fragen wie „Sind wir bald da?“, „Wie lange dauert es noch?“ und „Sind wir jetzt daaaa?“ sind Eltern auf Autofahrten sicherlich hinlänglich bekannt. Ganz gleich, ob Sie sich für einen Urlaub in Heimatnähe entschieden haben oder Ihr Reiseziel einige Fahrt- oder Flugstunden entfernt liegt, für Kinder ist das lange Sitzen und die Bewegungseinschränkung im Kindersitz meist nervig und ihnen wird schnell langweilig. Doch mit ein paar Tipps können Sie den Nachwuchs auch auf einer langen Anreise bei Laune halten und somit stressfrei in den Urlaub starten.

Unterhaltung für unterwegs

Eva Sorantin

Chefredakteurin von „New Mom“
www.newmom.at

Entertainment an Bord

Irgendwann hat der Nachwuchs genug geschlafen, genug gegessen und will unterhalten werden. Mit (Vor)Schulkindern bieten sich natürlich immer verschiedene Spieleklassiker an.

  • "Begriffe raten": Einer der Mitfahrer denkt sich einen Begriff aus und die Mitreisenden müssen ihn erraten, indem sie Fragen stellen, die aber nur mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden dürfen. Kann man auch mit bekannten Persönlichkeiten spielen.
  • "Ich packe meinen Rucksack": Ein Mitreisender beginnt zu sagen „Ich packe in meinen Rucksack eine Zahnbürste“. Der nächste muss den Inhalt des Rucksacks wiederholen und einen neuen Gegenstand hinzufügen usw.
  • "Ich erzähl Dir was!": Bei diesem Spiel werden gemeinsam Geschichten erfunden. Ein Mitspieler beginnt mit einem Satz, der nächste darf die Geschichte mit dem folgenden Satz fortführen.
  • "Schiffchen versenken": lässt sich besonders gut im Zug spielen, ist aber auch im Auto oder Flugzeug möglich. Beim Einpacken daher dieses Spiel griffbereit halten.
  • "Stadt-Land-Fluss": dazu braucht man Stift und Papier, daher ist das Spiel weniger für Autoreisen geeignet.
    Wesentlich schwieriger ist es, Kleinkinder im Auto zu unterhalten. Aber auch hier gibt es einige Möglichkeiten:
  • Interaktive Bilderbücher: Mit einem “sprechenden Stift“ können Motive auf verschiedensten Bilderbüchern angetippt werden.
  • Magnetische Maltafeln: eignen sich auch sehr gut zum Malen unterwegs.
  • CDs: Viele Kinder lieben auch CDs mit Kinderliedern zum Mitsingen
  • Hörbücher auf CD:
  • Puzzle- und Labyrinth-Spiele: am Tablet: unbedingt vorher herunterladen und offline verfügbar machen.

Der Klassiker für Kinder aller Altersgruppen ist natürlich der DVD-Player mit Ohrstöpsel für jedes Kind. Damit können sich die Eltern dann auch einmal vom Spielen und Singen erholen.

 

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NEW MOM versteht sich als Magazin für eine selbstbestimmte, neue Müttergeneration, die es geschafft hat, sich von alten Rollenvorbildern und Klischees zu lösen bzw. diese für sich selbst zu adaptieren. Der Themenmix in NEW MOM reicht von Schwangerschaft und Geburt über Familienleben, Partnerschaft und Sexualität bis zur Freizeit, Kosmetik und aktuellen Topics. Ein starker redaktioneller Fokus liegt auf „Healthstyle“, denn gerade für mehrfach belastete Mütter ist die richtige Balance zwischen Kindern, Partnerschaft und Beruf besonders wichtig. Getreu dem Motto „Glückliche Mutter – glückliche Kinder“ steht die Frau aber immer im Mittelpunkt des redaktionellen Interesses.

Hygiene und Ernaehrung

Beim Urlaub im Ausland entsprechen die hygienischen Bedingungen häufig nicht demselben Standard, den man von zuhause gewohnt ist. Erkundigen Sie sich daher vorab, mit welchen Bedingungen Sie zu rechnen haben. Vor allem verunreinigtes Wasser ist in vielen Ländern ein Problem und kann schwere Durchfallerkrankungen verursachen. Kinder sind besonders anfällig für Infektionen des Verdauungstraktes und reagieren empfindlicher auf Wasserverlust und Nährstoffmangel als Erwachsene. Daher ist bei Auslandsreisen besondere Vorsicht geboten und es sollten einige Verhaltensregeln beachtet werden.

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Passen Sie auf, dass Ihre Kinder kein Leitungswasser trinken, vor allem in den Tropen und  Subtropen sollte dies unbedingt vermieden werden ­ dies gilt natürlich auch für Erwachsene. Abhängig von der Reinheit des Wassers sollte unter Umständen auch zum Zähneputzen abgekochtes Wasser oder Mineralwasser aus Flaschen verwendet werden. Bereiten Sie Babynahrung und Fläschchen ebenfalls mit abgekochtem Wasser oder Mineral wasser zu. Für Säuglinge ist Muttermilch die beste Ernährung auf Reisen.

Bei Lebensmitteln gilt das Motto „Peel it, cook it or forget it!“. Das heißt, Sie und Ihre Kinder sollten nur geschältes Obst sowie gekochtes oder gebratenes Fleisch und Gemüse zu sich nehmen. Fleisch, Fisch und Eier sollten unbedingt durchgegart sein, damit alle Keime abgetötet sind. Geben Sie Ihren Kindern am besten Schälobst wie Bananen oder Orangen, bei dem Sie die Schale vor dem Verzehr entfernen können. Ansonsten verwenden Sie beim Waschen von Obst und Gemüse am besten abgefülltes Tafelwasser aus Flaschen. Vor der Zubereitung des Essens sollten Sie Ihre Hände gründlich waschen. Je nach Hygienebedingungen können Sie hierfür auch Mineralwasser verwenden.

Vermeiden Sie Speisen, die auf offener Straße  verkauft werden und  bestellen Sie Getränke immer ohne Eiswürfel. Auch bei Speiseeis ist Vorsicht geboten, denn gerade in wärmeren Regionen kann es eine Infektionsquelle darstellen. Lassen Sie Ihre Kinder daher nur Eis essen, bei dem Sie sicher sein können, dass es fachgerecht hergestellt und gekühlt wurde.

Hygiene und Ernährung

Notfaelle vor Ort

Die neue Umgebung und ungewohnte klimatische Verhältnisse am Urlaubsort können Gefahrenquellen mit sich bringen, mit denen Sie in der Alltagsroutine zuhause nicht rechnen müssen. Auch wenn Sie Ihre Kinder noch so gut im Blick haben und aufmerksam sind, können Sie gefährliche Situationen und Unfälle nicht immer vermeiden. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Eltern auf den Ernstfall vorbereitet sind und schnell handeln können. Am besten informieren Sie sich schon vor der Reise von zuhause aus über (deutsch-/englischsprachige) Ärzte und Krankenhäuser in der Nähe Ihres Aufenthaltsortes und notieren sich wichtige Telefonnummern. Hilfreich kann es auch sein, sich einige wichtige Sätze, die Sie im Notfall gebrauchen könnten, in der Landessprache einzuprägen und sich die Notrufnummern des Reiselandes im Handy abzuspeichern.

Österreichisches Rotes Kreuz

www.roteskreuz.at

Was tue ich, wenn mein Kind zu lange in der Sonne war?

Durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf kann es zum Sonnenstich kommen. Gefährdet sind Kinder, aber auch Erwachsene. Kinder sollten in der Sonne stets eine Kopfbedeckung tragen. Um einen Sonnenbrand zu vermeiden, verwenden Sie Sonnenschutz und achten Sie darauf, dass Kinder ausreichend im Schatten bleiben, bzw. der Körper mit Strandbekleidung bedeckt ist. Im Regelfall reicht es, wenn man auf die Signale des Körpers hört – wenn der Mund trocken wird, ein Gefühl von Schlappheit einsetzt, Kopfschmerzen, Schwindel oder Krämpfe in Armen oder Beinen auftreten, sollte man in den Schatten gehen, sich hinsetzen und Wasser trinken. Kalte Umschläge für den überhitzten Kopf sind in so einer Situation auch angenehm.

Wenn sich der Zustand des Kindes nicht rasch bessert, gehen Sie zu einem Arzt.

TIPP: Informieren Sie sich auch am Urlaubsort, wo der nächste praktische Arzt zu finden ist.

Was sollte ich beim Urlaub mit meinen Kindern am Meer beachten?

Lassen Sie Kinder nie aus den Augen, auch wenn sie schon schwimmen können. Wind, Wellen und Strömungen sind oft ungewohnt und erschweren das Schwimmen. Wenn mehrere Erwachsene da sind, dann sprechen Sie sich verbindlich ab, wer auf Kinder achtet! Verwenden Sie in Booten oder bei Wassersportaktivitäten immer geprüfte Rettungswesten. Das Produkt sollte zumindest eine CE Kennzeichnung aufweisen können. Beachten Sie, dass die Weste immer nach dem Körper gewicht ausgewählt werden muss. Die Infor mation dazu sollte sich auf der Weste befinden. Beachten Sie die Sicherheitssignale am Strand, wie etwa die rote Flagge. Ist sie gehisst, bedeutet es, dass das Baden absolut gefährlich ist. Verlassen sie sofort das Wasser und gehen Sie nicht mehr schwimmen, solange diese Fahne gehisst ist.

TIPP: Erkunden Sie mit Ihren Kindern am ersten Urlaubstag den Strand und lernen Sie die Sicherheitssignale sowie die Standorte der Rettungsschwimmer und der Erste-­Hilfe-­Stationen kennen.

Notfaelle vor Ort

Wie rette ich mein Kind, wenn es zu ertrinken droht?

Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie überlegt. Ertrinkende können enorme Kräfte entwickeln und auch Helfer gefährden.
Rufen sie um Hilfe – auf öffentlichen Stränden gibt es Rettungsschwimmer, die helfen können. Um in einer Notsituation zu helfen, können Sie dem Kind Gegenstände, die im Wasser einen Auftrieb geben, zuwerfen und danach das Kind mit diesem Gegenstand gemeinsam retten. Liegt das Kind reglos im Wasser, dann ziehen Sie es rasch an das Ufer.

TIPP: Ein Rettungsschwimmkurs zahlt sich aus! Hier kann man sowohl Erste Hilfe als auch die Rettungsgriffe üben.

Wie handle ich, wenn mein Kind im Wasser nicht mehr reagiert?

Retten Sie das Kind rasch aus dem Wasser und führen Sie folgende Schritte durch:

1. Bewusstseinskontrolle: Sprechen Sie das Kind laut an und schütteln Sie es sanft an den Schultern.

Bewusstseinskontrolle

Bewusstseinskontrolle

2. Hilferuf: Rufen Sie laut um Hilfe, damit jemand Hilfe (Rettungsschwimmer/Bademeister) holt, den Notruf (112) wählt und einen Defibrillator bringen kann.
3. Freimachen der Atemwege und Atemkontrolle: Überstrecken Sie den Kopf, indem Sie eine Hand auf die Stirn legen und mit der anderen das Kinn hochziehen. Überprüfen Sie nicht länger als zehn Sekunden, ob Sie normale Atmung hören, sehen oder fühlen. Schauen Sie, ob sich der Brustkorb und der Bauch wie bei der normalen Atmung heben. Wenn das Kind nicht ansprechbar ist und Sie keine normale Atmung feststellen, hat das Kind einen Atem­-Kreislauf­-Stillstand. Jetzt müssen Sie das Kind wiederbeleben.

Atemkontrolle

Atemkontrolle

Auch wenn es immer wieder gezeigt wird: Zusätzliche Maßnah­men, damit das Wasser aus den Lungen gepresst wird, sind nicht notwendig und verzögern die Zeit bis zu den lebensrettenden Maßnahmen!

Gehen Sie Schritt für Schritt vor und beginnen Sie anfangs mit

5 Beatmungen, bevor Sie mit

30 Herzdruckmassagen und

2 Beatmungen fortsetzen:

Schritt 1:

Legen Sie eine Hand auf die Stirn und ziehen Sie mit der anderen das Kinn hoch.

Schritt 2:

Drücken Sie die Nasenlöcher des Kindes zu! Blasen Sie Ihre Atemluft in den Mund des Kindes, sodass sich Brustkorb und Bauch wie bei einer normalen At­mung heben. Holen Sie Luft und wiederholen Sie die Beatmung. Führen Sie anfangs 5 Beatmun­gen durch, bevor Sie mit der Herzdruckmassage beginnen.

Beatmung

Schritt 3:

Legen Sie eine Hand mit dem Handballen auf die Mitte des Brustkorbs und strecken Sie Ihren Arm durch. Sie können die Herzdruckmassage bei Kindern mit einem Arm oder mit beiden Armen durchführen.

Schritt 4:

Drücken Sie schnell und  kräftig!

30 x Herzdruckmassage,  2 x beatmen usw. Beenden Sie die Wiederbelebung nur, wenn das Kind zu Bewusstsein kommt oder wieder normal atmet. Wenn das Kind nicht ansprechbar ist, aber normal atmet, dann müssen Sie es in die stabile Seitenlage drehen.

Herzdruckmassage

Bei Bewusstsein oder normaler Atmung

Schritt 1:

Legen Sie den Arm auf Ihrer Seite im rechten Winkel weg vom Körper.

Schritt 2:

Ziehen Sie das gegenüberliegende Knie hoch und legen Sie das Handgelenk des anderen Arms darauf!

Schritt 3:

Drehen Sie das Kind zu sich in die stabile Seitenlage.

Stabile Seitenlage

Schritt 4:

Überstrecken Sie den Kopf vorsichtig und öffnen Sie den Mund, damit Blut, Speichel oder Erbrochenes aus dem Mund abfließen können.

Erste Hilfe Kurs

Haben Sie einen Merksatz für Notfallnummern, den ich meinen Kindern beibringen kann?

In Österreich ist der Notruf 144. Innerhalb Europas gibt es eine internationale Notrufnummer: Der Euronotruf 112 kann aus dem Festnetz oder vom Mobiltelefon angewählt werden, um Rettung, Feuerwehr oder Polizei zu verständigen. In den meisten Ländern gibt es den Euronotruf als zusätzliche Nummer neben den anderen nationalen Notrufnummern.

Wähl die Nummer 1 1 2, dann eilt Hilfe schnell herbei!

Wenn Sie zu 100 Prozent gut auf den Ernstfall vorbereitet sein wollen, dann besuchen Sie doch einfach noch vor dem Urlaub (wieder einmal) einen Erste-Hilfe-Kurs. Den nächsten Kurs in Ihrer Nähe finden Sie auf www.erstehilfe.at für Österreich und unter www.rotkreuzkurs.de für Deutschland.

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© Rotes Kreuz

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© Rotes Kreuz

 

Zahlungsmittel am Urlaubsort

Gerade im Urlaub mit Kindern können schnell unerwartete Kosten entstehen. So möchten die Kleinen gerne mal hier ein Eis oder da ein neues Spielzeug für den Strand. Und im Urlaub kann man dem Nachwuchs natür lich nur schwer einen Wunsch abschlagen. Wer nur mit Bargeld verreist, riskiert, irgendwann mit leeren Händen dazustehen. Damit das nicht passiert, sollten Sie verschiedene Zahlungs mittel im Portemonnaie haben. Kreditkarten beispielsweise ermöglichen nahe zu weltweit das problem lose Geldabheben an Automaten, das Buchen eines Mietwagens oder vielerorts auch das Bezahlen in Restaurants und Geschäften.

Zahlungsmittel  am Urlaubsort

Kurt Tojner

Visa Europe Country Manager für Österreich
www.visa.at

Was kann ich vor der Reise tun, um sicher, schnell und bequem zu bezahlen?

Die Reisekasse sollte ein Mix aus Zahlungsmitteln sein. Neben einer kleinen Summe Bargeld in der Landeswährung gehören die Kredit­ und Bankomatkarte ins Gepäck. Die Flugbuchung mit Visa Kreditkarte bringt einen großen Vorteil mit sich: wird die Leistung nicht erbracht, so erhalten Visa Karteninhaber in diesem Fall ihr Geld zurück. Weiters sollten sämt liche Bankinstitute über Urlaubs destination und ­länge noch vor Reiseantritt informiert werden. Die Visa Travel Tools App, verfügbar für Apple und Android Smartphones, macht das Reisen deutlich ein facher: Mit dem übersichtlichen Dashboard und den einzelnen Funktionen können UserInnen schnell und einfach an Informationen wie Sperrnummer, Kartenakzeptanz und Verfügbarkeit von Bankomaten gelangen. Außerdem ist ein Währungsrechner inkludiert. Selbige Funktionen sind auch auf der Visa Europe Österreich Web seite zu finden.

Was sollte ich während meiner Reise beachten?

Bezahlen mit Karte oder am Auto maten Geld abheben ist auch im Ausland äußerst sicher und günstig. Im Euroraum ist das Bezahlen direkt am Terminal im Geschäft in der Regel gebührenfrei, hingegen kann das Abheben von Bargeld Gebühren verur sachen (fragen Sie Ihre kartenausgebende Bank vor Antritt der Reise über Barbehebungs gebühren). In vielen Ländern kann über Kontaktlosfunktion schnell, einfach und bequem bezahlt werden. Lediglich bei höheren Beträgen (meist über 25 Euro) muss die Transaktion mittels PIN­ Eingabe bestätigt werden. Das WLAN im Hotel, oder der verfügbare Computer mit Internetanschluss kann bei der Überprüfung der Abbuchungen helfen. Auch das Aufheben von Rechnungen ist von Vorteil. So können jederzeit Ausgaben kontrolliert werden. Auch während der Reise ist die Visa Travel Tools App äußerst hilfreich. Mit den verschiedenen Funktionen ist sie ein wichtiger Reisebegleiter und sorgt für den bestmöglichen Komfort.

Was kann ich tun, wenn meine Kreditkarte gestohlen, von der Bank eingezogen wird, oder plötzlich nicht funktioniert?

Grundsätzlich gilt: Vor Abreise immer das Ablaufdatum der Visa Karte überprüfen. Das Notieren der Kartendaten und der Sperrnummer ist in Notfällen hilfreich. Jedoch sollten diese Informationen stets getrennt von der Visa Karte mitgeführt werden. Falls die Kreditkarte direkt am Kassen terminal nicht funktioniert, akzeptiert das Geschäft oder Restaurant wohlmöglich keine Kreditkarten. Die Kartenakzeptanz ist durch das Visa Logo am Bezahlterminal schnell zu erkennen. Falls das Terminal das Abwickeln von Transaktionen mit Visa Karte gewährleistet, einfach noch einmal probieren – Übertragungsfehler können passieren. Sollte die Transaktion dennoch nicht durchgeführt werden, hilft die Kontaktaufnahme mit der kartenausgebenden Bank. Falls die Visa Karte von einem Geldausgabeautomaten eingezogen wird, ist das Kontaktieren der kartenausgebenden Bank und das direkte Gespräch mit der Bank vor Ort die beste Wahl. Geht die Karte verloren, oder wird sie gestohlen: In diesem Fall ist die unverzügliche Sperrung der Karte notwendig. Die Sperrnummer der interna tionalen Sperrhotline kann in der Visa Travel Tools App oder auf der Visa Europe Webseite gefunden werden. Bezahlen mit Karte hat einen deutlichen Vorteil: Gestohlenes oder verlorenes Bargeld ist weg, hingegen erstattet nach einer Sperre der Karte die kartenausgebende Bank missbräuchlich abgebuchte Beträge

VisaVisa ist gleichzeitig ein Technologie anbieter und als Zahlungsmittel weltweit bekannt. Wir bieten eine Marke, Systeme, Dienstleistungen und Regeln, anhand derer sich elektronische Zahlungen zwischen vielen  Millionen Kunden, Einzelhändlern und Unternehmen sowie Regierungen in ganz Europa vornehmen lassen.

 

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