Testbericht: Die Nintendo Switch – die Revolution auf dem Konsolen-Markt

Nintendo setzt im Mobile Gaming neue Maßstäbe: Als das erste Hybrid zwischen TV-Konsole und Handheld verspricht die Switch Spielspaß auf höchstem Niveau – und zwar zu Hause wie unterwegs. Doch kann sich die japanische Gaming-Innovation qualitativ mit Konsolen-Größen wie PS4 oder Xbox One messen? Das erfährst du in unserem Testbericht.

Die Nintendo Switch im Überblick:
Testbericht: Die Nintendo Switch ist die erste Handkonsole, die zugleich als TV-Konsole mit genutzt werden kann. Damit wird Gaming jederzeit und überall möglich.
  • TV- und Handkonsole in einem
  • 6,2 Zoll großes Multi-Touch-Display
  • 720 p Auflösung, 1080 p im TV-Modus
  • Nvidia Tegra-Prozessor
  • 4 GByte RAM
  • 32 GByte interner Speicher, mit Micro SDXC-Karte erweiterbar
  • Mit 2 kabellosen Joy Con Controllern
  • Integrierter Lautsprecher
  • Docking-Station für TV, mit Tablet-Ladefunktion und USB-Anschluss
  • WLAN-, Bluetooth- und NFC-fähig
  • Integrierter Lithium-Ionen-Akku, 4.310 mAh
  • Maße: L 239 x B 13,9 x H 102 mm (Docking-Station: L 173 x B 54 x H 104 mm)

Die Konsole im Handheld-Format

Der besondere Charme der Switch springt einem sofort ins Auge, wenn man die kompakte Spielekonsole das erste Mal in den Händen hält. Das Kernstück ist die Tablet-Einheit mit Display, welche etwas dicker ist als ein üblicher Tablet-PC, von der Bildqualität aber augenscheinlich mit neueren Flachcomputern mithalten kann. Die beiden Joy Cons – Nintendo-typisch bunt in den Farben Neonrot und Neonblau – werden rechts und links am Tablet angeclippt oder können für den TV-Modus entweder einzeln oder über das Verbindungsstück als Sinlgleplayer-Einheit genutzt werden.

Die Ausstattung der Controller bietet nichts Außergewöhnliches: je vier runde Knöpfe, ein Analog-Stick, zwei Schultertasten, Plus- und Minus-Knopf, Home-Button sowie ein Aufnahme-Knopf für Screenshots während des Spielens. An sich machen die Joy Cons einen robusten Eindruck, wenngleich die Schultertasten recht lose sind und beim Drücken ziemlich klappern – ein Schönheitsfehler, dem Nintendo traditionell keinen sonderlich großen Stellenwert beizumessen scheint. Wirklich gewöhnungsbedürftig sind hingegen die sehr kleinen Controller-Maße, die eher für Kinderhände ausgerichtet sind. Beim Spielen über den TV-Bildschirm stören die Mini-Knöpfe schon etwas das Gaming-Feeling. Bei Bedarf kannst du die Konsole mit einem etwas größeren Switch-Pro-Controller oder auch Alternativ-Controllern von Drittanbietern nachrüsten.

Die Hardware-Ausstattung der Nintendo Switch

Die technische Basis der Switch-Konsole ist ein NVIDEIA Tegra-X1-Prozessor, der sich zumindest theoretisch auch für hochauflösendes Streaming gängiger Video-Formate eignet. Als Medium für Filme und Serien ist die Switch aber nicht konzipiert, weshalb sie weder über einen HDMI-2.0-Anschluss verfügt (vorhanden ist nur HDMI 1.4a), noch eine umfassende App-Unterstützung für Streaming-Dienste bietet. Sie ist somit kein Ersatz für ein Tablet, sondern in erster Linie eine Spiele-Konsole.

Ihr 1280 x 720 p auflösendes Display reicht ebenso wie die Full-HD-TV-Auflösung von 1920 x 1080 p problemlos aus, um alle Spiele ohne Ruckeln und mit angemessener Grafikdarstellung abzurufen. Vergleichbar mit der Bildauflösung bei PlayStation oder XBox ist dies natürlich nicht. Der Schwerpunkt der Switch ist hier ganz klar im Mobile-Einsatz zu sehen.

Der integrierte Speicher-Chip verfügt mit 32 GByte über keine besonders große Kapazität, lässt sich aber durch externe Erweiterung mit Micro-SD-Karte erhöhen. Daneben bietet die Switch einen WLAN-Anschluss für die Nutzung der Online-Gaming-Optionen. Ebenso ist eine Bluetooth-Funktion vorhanden, die eine Verbindung mit Smartphone oder PC ermöglicht, allerdings keine Funk-Kopfhörer unterstützt. Die Verwendung kabelloser Kopfhörer oder Headsets ist nur über einen USB-Dongle möglich, der am USB-C-Port des Docks angeschlossen werden kann. Dies funktioniert aber nur bei bestimmten Headset-Modellen.

Praktische Ladefunktion, geringe Akku-Laufzeit

Da das Haupt-Augenmerk der Switch auf dem mobilen Gaming liegt, ist die Akku-Laufzeit von knapp drei Stunden leider etwas enttäuschend. Sehr praktisch ist hingegen die Ladefunktion direkt am Dock. Solange die Konsole in der Station steckt, lädt sie auch während des Spielens auf und hat danach sofort wieder Power für die Nutzung unterwegs. Eine zusätzliche Ladezeit muss also nicht eingeplant werden – die Switch ist quasi immer einsatzbereit. Wenn du allerdings für längere Zeit mobil spielen möchtest, solltest du eine passende Powerbank dabei haben, um den schwächelnden Akku jederzeit nachladen zu können.

Einfache Bedienung

Die Nintendo Switch ist schnell eingerichtet und das Menü ist übersichtlich und äußerst leicht zu bedienen. Neben dem Spiele-Dock gibt es sechs Menüpunkte, unter anderem für Controller- oder Systemeinstellungen, die sich über den Touchscreen oder die Joy Cons ansteuern lassen. Auch der Wechsel zwischen Mobil- und TV-Modus funktioniert spielend einfach: Das Tablet wird einfach in die TV-Docking-Station gelegt und fürs Unterwegs-Zocken wieder herausgenommen. Die Joypads sind im Handumdrehen vom Tablet oder vom Verbindungsstück abmontiert und umgesteckt.

Umfangreiches Spieleangebot

Waren zum Marktstart nur wenige Spiele für die Switch erhältlich, lässt das Angebot bei Nintendo-Fans mittlerweile keine Wünsche mehr offen. Neben exklusiven Nintendo-Klassikern wie Super Mario, Mario Kart oder Zelda werden auch immer mehr Games von externen Herstellern für die kleine Konsole angeboten, unter anderem das eigentlich im High-End-Sektor beheimatete FIFA 19.

Die Spiele-Anschaffung ist allerdings nicht gerade günstig. Selbst das Party-Spiel 1-2-Switch ist nicht im Lieferumfang mit enthalten, sondern muss zu einem Preis ab 35 Euro aufwärts extra bestellt werden. Ein im Kaufpreis inbegriffenes Spiele-Bundle würde sicher ein zusätzliches Kaufargument für die Switch liefern.

Fazit

Insgesamt ist das Konzept der Nintendo Switch sehr überzeugend: Spielen, wann und wo immer man will; und das Ganze in durchaus ansprechender Bildqualität auf großem wie auch auf kleinem Bildschirm. Nie zuvor war ein vergleichbar hochwertiges Gaming-Erlebnis so flexibel. Allerdings ist bei einer primär für den Mobileinsatz geschaffenen Konsole die kurze Akku-Laufleistung als eine bedeutende Schwäche einzustufen, die für Nachfolgemodelle behoben werden sollte. Die fehlende Möglichkeit, Drahtlos-Kopfhörer mit dem Bluetooth zu verbinden, kann ebenso wie die zu kleinen Controller sowie der geringe Intern-Speicher durch entsprechende Nachrüstung kompensiert werden. Umständlich und somit verbesserungswürdig ist dies trotzdem. Unterm Strich ist die Switch eine geniale Idee, die in der Ausführung noch weiter ausreifen muss.

Vorteile

  • Ermöglicht mobiles und stationäres Gaming
  • Gute Bildauflösung
  • Umfangreiche Hardware-Ausstattung
  • Praktische und zeitsparende Ladefunktion
  • Vielseitige Spieleauswahl
  • Einfach zu bedienen

Nachteile

  • Sehr kleine Controller und Knöpfe
  • Geringer Intern-Speicher
  • Kurze Akku-Laufzeit
  • Keine Verbindung mit Bluetooth-Kopfhören/Headsets möglich
  • Keine Spiele im Lieferumfang
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