Testbericht: Der Fitbit Activity Tracker Charge 3 (non-NFC) – ein würdiger Nachfolger?

Mit dem Fitbit Charge 3 ist die Neuauflage des beliebten Fitness Trackers auf dem Markt. Dabei haben die Entwickler an einigen Stellschrauben gedreht: Der neue Charge kommt in verbessertem Design sowie mit erweiterten Sport-Tracking-Funktionen und ist dank seines wasserdichten Gehäuses endlich auch bei Schwimmaktivitäten einsetzbar. Wir verraten dir, was den Activity Tracker Charge 3 von seinem Vorgänger unterscheidet und ob sich die Investition lohnt.

Der Fitbit Activity Tracker Charge 3 auf einen Blick: DYSON Akku-Hand-und Stielstaubsauger V10 Absolute Testbericht
  • Kontinuierliches Tracking von Herzfrequenz und Kalorienverbrauch
  • 15 Trainings-Modi mit Fortschrittsanalyse in Echtzeit
  • Automatische Schlafaufzeichnung
  • Anruf-, Text- und App-Benachrichtigungen auf das Display
  • GPS-Verbindung über das Smartphone
  • 0,7-Zoll-OLED-Touchscreen
  • Wasserabweisend bis 50 m
  • Bis zu 7 Tage Akku-Laufzeit
  • Verbindbar mit iOS-, Android- und Windows-Geräten
  • Schnittstelle: Bluetooth 4.0
  • Aluminium-Gehäuse
  • Mit 2 Armbandgrößen

Neues Design, mehr Komfort

Die dritte Version des Fitbit Activity Trackers hinterlässt bereits beim Anblick einen hochwertigen Eindruck. Anstelle der eher biederen Plastikoptik der Vorgängermodelle erscheint der Charge 3 in einem eleganten Aluminium-Gehäuse in Schwarz oder Roségold. Mit seinen Gesamtmaßen von 35 x 25 x 10 mm kommt der Fitness-Tracker dem Format einer Armbanduhr gleich. Das 0,7-Zoll-Display fällt größer aus als beim Charge 2 und ist auch dank der helleren Auflösung und der Darstellung verschiedener Graustufen besser lesbar. Bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Ablesbarkeit jedoch weiterhin verbesserungswürdig.

Eine physische Bedientaste entfällt beim neuen Modell zugunsten einer seitlich ins Gehäuse integrierten Softtouch-Taste, wodurch das Design noch schlanker wirkt. Da der Charge 3 mit zwei verschiedenen Armband-Größen (S und L) geliefert wird, trägt er sich unabhängig vom Armumfang deutlich angenehmer. Wie schon beim Vorgänger sind weitere Armbänder in unterschiedlichen Materialausführungen, Farben und Designs nachbestellbar. So kannst du für verschiedene Aktivitäten das passende Band wählen und den Look deines Trackers jederzeit ändern.

Einfache Bedienung, bequeme App-Steuerung

Für den Charge 3 benötigst du die zugehörige Fitbit-App auf deinem Mobilgerät oder PC. Nachdem du dein persönliches Konto eingerichtet hast, wird der Tracker mit der App synchronisiert und die Nutzung kann starten. Die Bedienung des Activity Trackers ist denkbar simpel und erfolgt über die Softtouch-Taste und den Touchscreen. Mit horizontalen und vertikalen Wisch-Bewegungen navigierst du dich durch das Menü und steuerst die auf dem Gerät installierten Apps wie Trainingsfunktionen, Wettervorhersage, Timer oder Wecker an. Störend ist dabei das etwas schwergängige Ansprechverhalten des Touchscreens, das manchmal erst bei mehrmaligem Wischen reagiert.

Mithilfe der Fitbit-App kannst du vom Smartphone oder Tablet aus sämtliche Funktionen des Trackers einrichten und steuern sowie Auswertungen der gesammelten Aktivitäts-, Schlaf- und Fitnessdaten anzeigen lassen. Die App-Oberfläche ist sehr einfach gehalten und die Daten werden informationsreich und anschaulich dargestellt.

Sensoren und Messgenauigkeit

Der Fitbit Activity Tracker Charge 3 bezieht die Daten über vier Sensoren: einen Beschleunigungssensor (Schrittzähler), einen Pulsmesser, einen Höhenmesser und künftig auch einen SpO2-Sensor für die Messung des Sauerstoffs im Blut. Auf einen integrierten GPS-Sensor verzichtet Fitbit bisher – stattdessen können die GPS-Daten über das gekoppelte Smartphone mit aufgezeichnet werden. Dadurch sind zurückgelegte Laufstrecken wesentlich genauer erfassbar als mit dem Schrittzähler. Dessen berechnete Kilometerzahlen weichen meist deutlich von der tatsächlichen Strecke ab. Wesentlich genauere Messwerte erzielt dagegen der Pulssensor, der im Zusammenspiel mit den Bewegungsdaten die Schlaf- und Wachphasen erstaunlich detailliert und exakt ermittelt.

Funktionen für Aktivitäts- und Fitness-Tracking

Kontinuierlich erstellt der Activity Tracker einen Überblick darüber, wie sich deine Bewegungsaktivitäten, deine Pulsfrequenz und dein Schlafverhalten über den Tag verteilen. Sogar der Kalorienhaushalt lässt sich so überwachen, sofern du über die App Ess- und Trinkprotokolle führst. Ebenso kannst du dir Bewegungs- oder Kalorienziele setzen und bekommst vom Tracker ein Signal, wenn das Ziel erreicht ist.

Wie der Vorgänger ist der Fitbit Activity Tracker Charge 3 in der Lage, Sportaktivitäten automatisch zu erkennen und entsprechende Daten für die Trainingsauswertung an die App zu schicken. Die Funktion ist nun auf 15 Sportarten ausgeweitet worden, dazu zählen Joggen, Radfahren, Yoga, Tanzen, Zirkeltraining und neuerdings auch Schwimmen. Möglich macht dies das neue Gehäuse, das laut Herstellerangabe bis zu 50 Meter Tiefe wasserresistent ist. Ob der Charge 3 sich damit fürs Tauchen eignet, ist fraglich. Beim Schwimmen in ruhigem Gewässer oder unter der Dusche hält der Tracker das Wasser jedenfalls problemlos aus und bestätigt damit seinen Hauptvorteil gegenüber dem Vorgängermodell.

Leider bleibt ein bedeutendes Manko der Sportartenerkennung bestehen: Sie funktioniert nicht immer. So kommt es häufiger vor, dass etwa Radfahren vom Gerät nicht als solches erkannt wird. Hier sollte Fitbit als erstes ansetzen, bevor weitere Trainingsmodi ins Programm kommen.

Verbesserte Akku-Laufleistung

Die zu geringe Akkulaufzeit war ein häufig geäußerter Kritikpunkt des Charge 2. Beim neuen Modell hat der Hersteller diese von 5 auf nunmehr 7 Tage Dauerbetrieb angehoben. Das ist insofern praktisch, als dass du jetzt ohne Ladepause einen lückenlosen Wochenverlauf deiner Aktivitäten erfassen kannst.

Fazit

Unterm Strich ist der Fitbit Activity Tracker Charge 3 sicherlich keine Revolution im Segment der Fitness Tracker, zumal andere Hersteller in dieser Preisklasse gleichwertige Modelle anbieten. Seine verbesserte Bauweise mit größerem, leichter zu bedienendem Display und wasserfestem Gehäuse ist dennoch eine überzeugende Weiterentwicklung der Charge-Serie, die einen Kauf definitiv rechtfertigt.

Weiterhin punktet das Wearable mit einem eleganteren Design und besserer Akkuleistung gegenüber seinem Vorgänger. Die erweiterten Sportfunktionen des Charge 3 sind durchaus praktisch, es besteht aber Überarbeitungsbedarf in Sachen Genauigkeit. In dieser Hinsicht zeigt sich die Schlafauswertung hier schon deutlich ausgereifter.

Die Vor- und Nachteile des Fitbit Charge 3:

Vorteile:

  • Wasserfest
  • Großes Display
  • Gerät und App leicht bedienbar
  • Präzise Schlaferkennung
  • Erweiterte Trainingsfunktionen

Nachteile:

  • Bei Sonne schwer lesbar
  • Ungenaue Sporterkennung
  • Kein integriertes GPS
  • Langsamer Touchscreen
Sie haben unseren Shop besucht und keinen passenden Artikel gefunden?

Da wir stets bestrebt sind, uns für dich kontinuierlich zu verbessern, ist deine Meinung für uns wichtig.

Wie zufrieden warst du mit unserem Shop?
Noch nicht das Passende gefunden?
Wir empfehlen dir gerne folgende Produkte.