Energiespar-Ratgeber

Mit dem OTTO Energiespar-Ratgeber
zu mehr Nachhaltigkeit im Haushalt und
mehr Geld in der Brieftasche



Nachhaltigkeit im Haushalt: Tipps zum Energie und Wasser sparen


Nachhaltigkeit beginnt nicht erst mit dem Bau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen, Nachhaltigkeit beginnt bereits in den eignen vier Wänden. Ein nachhaltiger Haushalt wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt aus, sondern auch auf den eigenen Geldbeutel. Nachhaltigkeit im Alltag bedeutet vor allem, verantwortungsvoll und bewusst mit wertvollen Ressourcen umzugehen, Strom und Wasser nicht zu verschwenden und bewusst einzukaufen.

Doch wie und wo kann ich Strom sparen? Und wie lässt sich mein Wasserverbrauch reduzieren? Unser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, Ihren Haushalt und Alltag nachhaltiger zu gestalten. Wir zeigen Ihnen, wo sich überall Stromfresser verstecken, wie Sie Heizenergie sparen können und worauf es beim Recycling ankommt. Wir werfen auch einen Blick auf das Thema nachhaltige Möbel und geben Ihnen wertvolle Tipps zum Einkaufen und Einrichten. „Als einzelner kann man ja eh nichts ausrichten…“ Diese und noch viele weitere Sprüche bekommt man zu hören, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Doch weit gefehlt! Jeder kleine Schritt in Richtung Nachhaltigkeit bewirkt etwas. Fangen wir gleich an!

Wer sind die heimlichen Stromfresser im Haushalt?

Viele Verbraucher schieben ihre hohe Stromrechnung gerne auf die stetig steigenden Strompreise. Doch nicht nur diese fallen ins Gewicht, sondern auch die zahlreichen Stromfresser zuhause, die unnötig viel Energie verbrauchen. Zu den größten Stromfressern gehören große Gerätschaften wie Kühl- und Gefrierschrank, Waschmaschine und Trockner, Geschirrspülmaschine, Herd sowie der Fernseher. Doch auch hinter kleinen Geräten können sich große Energieverbraucher verstecken. Wissen Sie, wie viel Energie Drucker, PC, Staubsauger, Wasserkocher oder Deckenfluter benötigen? Um Strom und damit auch bares Geld zu sparen, ist es entscheidend, die Stromfresser im Haushalt zu ermitteln, sie abzuschalten bzw. deren Verbrauch zu senken.


Spätestens, wenn die Strom-Nachzahlung ins Haus flattert, machen sich die meisten Verbraucher Gedanken über Einsparmöglichkeiten und darüber, ob man den Stromanbieter wechseln sollte. Um mögliche Einsparpotenziale aufzudecken, ist es wichtig, sich den Stromverbrauch im Haushalt genau anzuschauen und zu überlegen, welche Geräte wirklich den ganzen Tag laufen müssen.

Jährliche Stromkosten berechnen

Berechnen Sie dazu am besten die Stromkosten Ihrer Geräte pro Jahr. Hierfür können Sie ein Strommessgerät nutzen oder die Kosten mithilfe einer Formel berechnen. Zur Berechnung benötigen Sie folgende Angaben:

• Stromverbrauch des Geräts in Kilowatt (kW) pro Stunde
• Laufzeit in Stunden pro Tag
• Strompreis pro Kilowattstunde (kWh)

Formel zur Berechnung der jährlichen Stromkosten:

Stundenverbrauch x Laufzeit pro Tag x 365,25 x kWh-Preis = Jahreskosten

Für einen Fernseher mit einem Verbrauch von 150 Watt (= 0,15 kW) und einer Laufzeit von 4 Stunden pro Tag ergeben sich bei einem Strompreis von 25 Cent pro kWh jährliche Stromkosten von 57,78 €. Würden Sie die Nutzungsdauer auf 3 Stunden pro Tag reduzieren, mindern sich auch die jährlichen Stromkosten auf 41,10 €.

Stromkosten im Standby-Betrieb Viele Geräte im Haushalt werden bei Nichtgebrauch nicht komplett ausgeschalten, sondern befinden sich im Standby-Betrieb. Die Stromkosten hierfür fallen zwar sehr gering aus, doch summieren sie sich aufs Jahr gesehen schnell auf. Der Jahresverbrauch hierfür lässt sich berechnen, indem Sie Ihren Strompreis pro kWh mit dem Faktor 8,766 multiplizieren. Der Faktor 8,766 veranschaulicht den jährlichen Dauerstromverbrauch (1 Watt x 24 Stunden x 365,25 Tage = 8,766 kWh).

Bei einem Strompreis von 25 Cent pro kWh betragen die Jahreskosten pro Watt Dauerstromverbrauch: 8,766 x 0,25 € = 2,19 €. Werfen wir nun einen Blick auf Ihren Fernseher: Bei einem Standby-Verbrauch des Fernsehers von 0,6 Watt entstehen zusätzliche Kosten von 1,31 € im Jahr (0,6 x 2,19 €). Das ist auf den ersten Blick nicht sehr viel, doch befinden sich mehrere Geräte im Standby-Modus, steigen dementsprechend auch die Kosten. Experten gehen davon aus, dass sämtliche Geräte, die im Standby-Betrieb laufen, zusätzliche Stromkosten von bis zu 115 € im Jahr verursachen.


Wie und wo kann ich Strom sparen – Wertvolle Tipps und Tricks für zuhause

Es gibt viele Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu reduzieren und Stromkosten zu sparen.

Strom sparen bei Haushaltsgeräten

• Verzichten Sie, wenn möglich, auf einen Wäschetrockner und trocknen Sie Ihre Wäsche an der Luft
• Stellen Sie kein warmes Essen in den Kühlschrank
• Starten Sie Ihren Geschirrspüler erst dann, wenn er voll ist (gleiches gilt für die Waschmaschine)
• Waschen Sie Ihre Wäsche möglichst bei geringen Temperaturen
• Ziehen Sie Ladegeräte für Handy, Zahnbürste, Rasierer, Kamera etc. bei Nichtgebrauch aus der Steckdose
• Tauschen Sie Glühbirnen gegen Energiesparlampen oder LEDs aus
• Trennen Sie Geräte, die normalerweise im Standby-Betrieb laufen, vom Netz (z.B. mit einer Mehrfachsteckdose mit integriertem Netzschalter)


• Benutzen Sie beim Kochen immer einen Deckel und nutzen Sie die Restwärme der ausgeschalteten Herdplatte
• Tauschen Sie veraltete Heizungspumpen aus

Strom sparen bei Computern und smarter Haustechnik

• Trennen Sie Ihre Geräte bei Nichtgebrauch vom Netz
• Schalten Sie PC und Co. in der Pause aus oder in den Ruhestand
• Verwenden Sie für Ihren WLAN-Router eine Zeitschaltuhr und lassen Sie das Gerät bspw. über Nacht aus




Kosten sparen und Stromanbieter wechseln

Die Strompreise variieren von Anbieter zu Anbieter – ein Stromanbieter Vergleich lohnt sich und mit einem Wechsel lässt sich bares Geld sparen! Doch nicht nur um Kosten zu senken, entscheiden sich immer mehr Verbraucher dazu, ihren Stromanbieter zu wechseln. Auch der Wunsch, auf Ökostrom zurückzugreifen, führt zu immer häufigeren Stromanbieter-Wechseln.


Auf die Energieeffizienzklasse achten

Werden alte Haushaltsgeräte ausrangiert und neue gekauft, sollten Sie bei der Auswahl stets die Energieeffizienzklasse im Blick haben. Doch was sind Effizienzklassen? Bei den Energieeffizienzklassen handelt es sich um eine Bewertungsskala für das europäische Energie Label zur Absatzförderung von energiesparenden Elektrogeräten. Die Klassen reichen von A+++ bis G. Mit einem A ausgewiesene Geräte haben einen sehr geringen Energie- und Wasserverbrauch und sollten beim Kauf bevorzugt werden.



Wie kann man Heizenergie senken?

Nicht nur ein bewusster Umgang mit Elektrogeräten trägt zu einem nachhaltigen Haushalt bei, auch beim Heizen lässt sich Energie sparen. Und zwar nicht zu knapp. Der Energieverbrauch für das Heizen und die Warmwasseraufbereitung machen über die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt aus. Will man Heizkosten sparen, sollte man:

• Sein eignes Verhalten ändern
• Das bestehende System optimieren
• Den Austausch der Heizung in Erwägung ziehen

Wie bei elektrischen Geräten, hängt auch beim Heizen das Einsparpotenzial vom derzeitigen Energieverbrauch ab. Um Ihren Verbrauch zu senken, reichen oft schon kleine Maßnahmen und Handgriffe.

10 einfache Tipps, um Heizkosten zu sparen

1. Senken Sie die Temperatur in der Wohnung. Mit jedem Grad weniger lassen sich bis zu 6% Heizkosten sparen. Natürlich ist bei der Temperaturregulierung entscheidend, wie oft und wofür Sie welches Zimmer nutzen. Für jeden Raum gibt es empfohlene Richtwerte:

o Küche: 18 bis 22 °C
o Wohn- und Kinderzimmer: 20 bis 22 °C
o Schlafzimmer: 16 bis 18 °C
o Badezimmer: 20 bis 24 °C
o Abstellraum, Flur: 12 bis 16 °C

Wichtig hierbei ist allerdings, die Zimmer niemals völlig auskühlen zu lassen, da das Wiederaufheizen der Räume enorm viel Energie verbraucht.


2. Halten Sie die Türen zwischen den Räumen stets geschlossen, damit die Wärme nicht entweichen kann.

3. Sparen Sie Heizenergie, indem Sie richtig lüften. Eine dauerhafte Kippstellung der Fenster führt zu einem unnötig hohen Energieverbrauch. Nachhaltiger ist es, wenn Sie die Fenster mehrmals am Tag für ein paar Minuten weit öffnen und kräftig, am besten mit Durchzug, lüften. Dabei sollten Sie natürlich die Heizung runterdrehen.

4. Verzichten Sie auf Heizkörperverkleidungen oder Möbel vor dem Heizkörper, da die Wärme andernfalls nicht in den Raum gehen kann.

5. Schließen Sie, wenn es dunkel wird, Vorhänge sowie Roll- oder Fensterläden. Der Wärmeverlust lässt sich auf diese Weise bis zur Hälfte senken.

6. Bringen Sie eine Isolationsschicht aus Styropor mit Aluminium-Beschichtung hinter den Heizkörper an, um den direkten Wärmeverlust über die Außenwand zu reduzieren.

7. Verzichten Sie auf strombetriebene Heizlüfter o.ä. Ein Dauerbetrieb dieser Gerätschaften ist reine Energieverschwendung.

Funktionstüchtigkeit der Heizung überprüfen und Heizkosten sparen

Stellen Sie beim Check Ihres Heizkörpers fest, dass dieser nicht mehr richtig funktioniert, sollten Sie die Heizung reparieren. Viele Instandsetzungsarbeiten lassen sich selbst erledigen. Ihre Heizung gluckert und bleibt kalt? Das können Sie tun:

Heizkörper entlüften: Neben Sie zum Entlüften eine Zange und einen Vierkantschlüssel zur Hand, um das Entlüftungsventil an der Endverschraubung umzudrehen. Legen Sie zuvor einen Lappen ums Ventil und halten Sie ein Gefäß zum Auffangen des Wassers bereit. Schließen Sie das Ventil erst dann wieder, wenn kein Wasser mehr austritt und keine Luft mehr entweicht.

Thermostat reparieren: Sollte die Heizung auch nach dem Entlüften nicht warm werden, ist möglicherweise das Thermostatventil defekt. Nehmen Sie den Thermostatkopf ab und fassen Sie den Ventilstift mit einer Zange. Der Stift sitzt wahrscheinlich durch Ablagerungen fest. Lässt er sich nicht bewegen bzw. setzt er sich erneut fest, muss der Ventileinsatz ausgetauscht werden. Wenn ein neues Ventil eingesetzt wird, empfiehlt sich der Einbau eines elektronischen Thermostatventils, um Heizkosten zu sparen.

Heizkörper entrosten: Stellen Sie an Ihrer Heizung Roststellen fest, sollten Sie den Heizkörper entrosten und streichen. Andernfalls würden sich die Roststellen mit der Zeit in Löcher verwandeln, aus denen Wasser austritt. Zum Heizkörper-Entrosten können Sie einfaches Schleifpapier verwenden. Reinigen Sie nach dem Schleifen den Heizkörper und lackieren Sie ihn anschließend mit einem speziellen Heizungslack.

In einigen Fällen kann es allerdings auch sinnvoll bzw. notwendig sein, die Heizung – also den Heizkessel – auszutauschen. Doch wann neue Heizung einbauen? Gründe für eine neue Heizung sind z.B.:

• Die alte Heizung lässt sich nicht mehr reparieren
• Das bestehende Modell ist noch nicht mit moderner Brennwerttechnik ausgestattet und demnach ein großer Energiefresser/-verschwender
• Die Heizung ist älter als 30 Jahre

Wasserverbrauch im Haushalt – das sollten Sie wissen

Moderne Energiespargeräte und ein zunehmendes Umweltbewusstsein haben in den letzten Jahren Wirkung gezeigt und dafür gesorgt, dass der tägliche Wasserverbrauch pro Kopf zurückgeht. Heute liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf in Österreich bei rund 135 Litern.

Richtwerte für einen durchschnittlichen Wasserverbrauch pro Kopf

• 80 Liter: geringer Wasserverbrauch
• 80 bis 120 Liter: angemessener Wasserverbrauch
• >120 Liter: zu hoher Wasserverbrauch

Ein durchschnittlicher Verbrauch von 135 Litern ist also deutlich zu hoch. Viele Experten sind der Ansicht, dass jeder von uns 40 bis 60 Liter Trinkwasser am Tag verschwendet und einsparen könnte. Die größten Einsparmöglichkeiten findet man dort, wo das meiste Wasser im Haushalt verbraucht wird.

Der Wasserverbrauch im Sanitärbereich nimmt den größten Teil des Gesamtverbrauchs ein. Circa 80% der täglich genutzten Trinkwassermenge werden zum Baden/Duschen, für die Toilettenspülung und zum Wäschewaschen verwendet. Das übrige Wasser wird zum Geschirrspülen, Putzen, Kochen, Trinken, für den Pool und zur Bewässerung im Garten genutzt.


Quelle:http://de.statista.com/statistik/daten/studie/324345/umfrage/verbrauch-von-trinkwasser-in-oesterreichischen-haushalten-nach-verwendungsart/


Wie kann ich den Wasserverbrauch senken?

Nicht nur eine hohe Betriebskostenabrechnung sollte Verbraucher dazu animieren, den Wasserverbrauch im Haushalt zu senken. Wasser ist eine wertvolle Ressource, mit der jeder bewusst und verantwortungsvoll umgehen sollte. Sie haben das Gefühl, Ihr Wasserverbrauch ist zu hoch? Dann wird es Zeit zu handeln! Schon mit wenigen Handgriffen und Gewohnheitsänderungen können Sie Ihren Wasserverbrauch im Haushalt deutlich reduzieren. Ob im Bad, in der Küche oder im Garten – überall lässt sich der Wasserverbrauch senken.

Wasser sparen im Alltag – die besten Tipps

• Gehen Sie öfter Duschen statt Baden. Bei einem Vollbad werden 150 bis 200 Liter Wasser verbraucht, beim Duschen 60 bis 80 Liter. Noch sparsamer ist es, wenn Sie Ihre Dusche mit einem wassersparenden Duschkopf ausrüsten.
Wenn Sie nicht auf das Entspannungsbad in der Wanne verzichten wollen, sollten Sie die Badewanne zumindest nicht bis zum Rand volllaufen lassen.
• Nutzen Sie die Stopptaste des WC-Spülkastens. Rüsten Sie alte Kästen ggf. mit entsprechenden Stopp-Funktionen nach.
• Drehen Sie beim Händewaschen, Duschen, Rasieren und Zähneputzen zwischendurch den Wasserhahn zu – das Sparpotenzial ist enorm!
• Starten Sie Wasch- und Geschirrspülmaschine erst, wenn das Gerät voll beladen ist und stellen Sie am besten ein Sparprogramm ein. Das reicht in der Regel völlig aus. Sollten Sie sich ein neues Gerät kaufen, achten Sie auf eine hohe Energieeffizienzklasse.
• Überprüfen Sie Dichtungen an Wasserhähnen und Spülkästen und erneuern Sie diese ggf. Der tropfende Wasserhahn wird oft unterschätzt. Tausende Liter Wasser können dadurch Jahr für Jahr ungenutzt in den Abschluss fließen.
• Lassen Sie die Wasserhähne in Küche und Badezimmer mit einem Strahlregler bestücken. Dieser mischt dem Wasserstrahl Luft bei. So wird der Wasserdurchlauf bei gleichbleibendem Komfort reduziert.

• Vermeiden Sie fließendes Wasser in der Küche. Nutzen Sie zum Geschirrspülen das Spülbecken und zum Waschen von Lebensmitteln wie Kartoffeln und Salat eine Schüssel.
• Als Gartenbesitzer sollten Sie das Regenwasser in einer Tonne auffangen und zum Gießen nutzen. Das spart nicht nur Trinkwasser und Geld, sondern ist auch gut für Ihre Zimmer- und Gartenpflanzen, da das Regenwasser im Vergleich zum Wasser aus der Leitung Kalk-frei ist.
• Für Hauseigentümer, Bauherrn und zukünftigen Immobilienbesitzer kann sich auch die Anlage einer Zisterne samt Leitungssystem lohnen. Mit einer Zisterne lässt sich das aufgefangene Regenwasser auch für die Toilettenspülung nutzen. Ihr Wasserverbrauch kann dadurch extrem sinken.

Auch eine Wasseruhr ist beim Wasser sparen behilflich. Sie reduzieren damit zwar nicht direkt Ihren Wasserverbrauch, allerdings haben Sie Ihren Verbrauch stets im Blick und können überprüfen, ob bisher durchgeführte Sparmaßnahmen bereits Wirkung zeigen.

Nachhaltige Möbel kaufen

Das Thema Nachhaltigkeit im Haushalt umfasst nicht nur den eigenen Energie- und Wasserverbrauch, auch das Konsum- und Kaufverhalten ist von entscheidender Bedeutung. Genauso wie Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten wie Geschirrspüler, Waschmaschine und Kühlschrank auf eine gute Energiebilanz achten sollten, ist auch das Thema Nachhaltigkeit bei der Möbelauswahl zu berücksichtigen. Zunächst einmal ist es wichtig, sich die Frage zu stellen, ob man das neue Möbelstück wirklich braucht. In Zeiten des Massenkonsums wirft man alte Möbelstücke beim Renovieren oder beim Umzug gerne einfach weg, um sich etwas Neues zu kaufen. Immer günstigere Preise machen es möglich. Dieser Umstand führt allerdings nicht nur zu größeren Müllbergen, sondern verschwendet auch wertvolle Ressourcen, die bei der Möbelproduktion eingesetzt werden.

Anstatt auf Masse und extrem niedrige Preise zu setzen, sollten Qualität und Langlebigkeit der Produkte im Vordergrund stehen. Bei der Produktion nachhaltiger Möbel werden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigt. Im Klartext bedeutet das: Nachhaltige Möbel werden aus heimischen Hölzern, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen, hergestellt. Darüber hinaus haben bei der Produktion faire Arbeitsbedingungen und der schonende Einsatz von Ressourcen hohe Priorität.

>Ökologische Möbelstücke stammen meist aus kleinen Manufakturen. Sie sind in der Regel zwar deutlich teurer als handelsübliche Vergleichsmodelle aus großen Möbelhäusern, dafür aber qualitativ hochwertiger sowie frei von Schadstoffen und Allergieauslösern. Anders als bei Lebensmitteln gibt es für nachhaltige Möbel keine rechtsverbindliche Definition. Zur Orientierung helfen die Auskünfte der entsprechenden Hersteller. Auch der Möbelverkäufer sollte Ihnen sagen können, woher die Rohstoffe Ihres Wunschmöbelstücks stammen und ob das

Produkt nachhaltig produziert wurde.





Darüber hinaus helfen bestimmte Qualitätssiegel dabei, nachhaltige Möbel zu identifizieren. Doch was bedeutet FSC zertifiziert eigentlich? Was ist der Unterschied zum Öko-Control Gütesiegel und welche Auskunft gibt der Blaue Engel?



FSC-Siegel: Das international anerkannte FSC-Siegel garantiert, dass das Holz, das für die Produktion des Möbelstücks verwendet wurde, aus Wäldern mit einer umweltschonenden, sozial verträglichen und ökonomischen Bewirtschaftung stammt. Das Siegel wird vom Forest Stewardship Council – einer gemeinnützigen und unabhängigen Organisation zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft – vergeben. Die Organisation wird von zahlreichen Waldbesitzern, Umweltorganisationen, Gewerkschaften und Unternehmen der Holzindustrie unterstützt.

Öko Control Logo

Öko-Control: Das Öko-Control Siegel steht für größtmögliche Schadstofffreiheit und einen hohen ökologischen Standard. Die Anforderungen, um das Gütesiegel zu erhalten, gehen weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. Verliehen wird das Siegel von Mitgliedern des Europäischen Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser.





Blauer Engel: Ein Möbelstück, das mit dem Blauen Engel versehen ist, wird weitgehend mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt. Darüber hinaus ist die Freisetzung von Schadstoffen (z.B. Lösungsmittel, Weichmacher, Formaldehyd) begrenzt. Bei der Vergabe des Umweltzeichens wird der gesamte Lebensweg eines Produktes berücksichtigt. Am Vergabeverfahren sind derzeit das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Umweltbundesamt, die RAL gGmbH sowie das Jury Umweltzeichen beteiligt.


Worauf sollte man beim Kauf von Möbeln achten – Tipps für die nachhaltige Möbelauswahl

Ein Siegel ist ein guter Anhaltspunkt bei der Wahl nachhaltiger Möbel, doch keine Garantie. Seien Sie kritisch und scheuen Sie sich nicht davor, beim Hersteller, Händler oder Verkäufer nachzufragen.

Achten Sie beim Möbelkauf darauf, dass die Möbel:

• mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Österreich oder Mitteleuropa hergestellt wurden (verzichten Sie auf Tropenhölzer und Hölzer aus Osteuropa)
• ausschließlich mit Ölen, Wachsen und Lasuren auf natürlicher Basis behandelt wurden
• keine Schadstoffe ausstoßen
• qualitativ hochwertig und langlebig verarbeitet sind
• gefahrlos entsorgt werden können



Noch ökologischer ist es natürlich, gebrauchte Möbel zu kaufen oder alte Stücke restaurieren zu lassen. Auch im Trend liegen Möbel aus recycelten Materialien. Jeder kleine Schritt in die richtige Richtung ist wichtig. Werfen Sie Ihre ausrangierten Möbel nicht weg. Verschenken Sie sie lieber an Freunde, Bekannte oder Bedürftige.

Auch bei Farbe, Tapete und Fußbodenbelag auf Nachhaltigkeit achten

Ganz gleich, ob Sie einen Tapetenwechsel wünschen, den alten Bodenbelag erneuern wollen oder einen neuen Anstrich benötigen – mit den richtigen Produkten können Sie Ihre Wohnung nachhaltig gestalten.




• Bei Tapeten empfiehlt es sich auf Recycling-Produkte zurückzugreifen. Diese sollten keine Weichmacher (z.B. Vinyl, CV, VC) und kein Polypropylen oder Polyethylen enthalten.
• Wenn Sie Ihre Wände lieber streichen wollen, können Sie auf Lösemittel-arme Farben zurückgreifen. Diese schneiden in Sachen Ökobilanz besonders gut ab.
• Sie wünschen einen neuen Bodenbelag? Besonders umweltfreundlich und langlebig sind Parkett-, Kork- und Linoleumböden. Soll es ein Teppich sein, empfiehlt sich ein schadstoffarmes Produkt mit entsprechender Zertifizierung.


Einkaufs- und Recycling-Tipps im Haushalt

Strom und Wasser sparen und nachhaltige Möbel sind ein guter Anfang, um nachhaltig und klimaschonend zu leben. Es gibt allerdings noch mehr Dinge, die jeder von uns tun kann: bewusst einkaufen zum Beispiel oder mal das Auto stehen lassen, Müll trennen, Verpackungen vermeiden und und und. In unserem Ratgeber finden Sie viele wertvolle Tipps, die Ihnen dabei helfen, Ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Wie kann man CO2 vermeiden?

Klimaschutz beginnt bei Ihnen zuhause! Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Umwelt zu schonen ist es wichtig, seinen eigenen CO2-Fußabdruck im Blick zu haben und möglichst gering zu halten. Jeder Mensch verursacht eine bestimmte Menge an CO2-Ausstoß, die den Treibhauseffekt und den Klimawandel vorantreibt. 2013 lagen die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf in Österreich bei 7,68 Tonnen.

Jeder kann etwas tun. Schon kleine Verhaltensänderungen wirken sich positiv auf die eigene CO2-Bilanz aus:

• Strom sparen und bewusst heizen: Ein Großteil des CO2-Ausstoßes wird in den Bereichen Strom und Heizung erzeugt. Das Einsparpotenzial ist hier besonders groß.
• Weniger tierische Produkte essen: Auch die Viehzucht verursacht einen erheblichen Teil der Treibhausgase. Ein reduzierter Konsum von Fleisch- und Milchprodukten führt zu einer besseren CO2-Bilanz.
• Vorrangig regionale und ökologische Lebensmittel kaufen: Bioprodukte werden ohne Kunstdünger und Pestizide hergestellt. Noch besser ist es, wenn die Lebensmittel aus regionalem Anbau stammen – dadurch werden lange Transportwege vermieden.
• Öfter mit dem Rad fahren: Kleine Besorgungen in der Nähe lassen sich wunderbar mit dem Rad erledigen. Damit tut man nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch der eigenen Gesundheit. Für weitere Strecken können Sie auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.
• Müll reduzieren: Weniger ist mehr – das ist die Devise! Versuchen Sie so wenig wie möglich Müll zu produzieren und achten Sie auf eine ordnungsgemäße Mülltrennung.

Wie kann ich Verpackungen vermeiden und Müll reduzieren?

Ob zuhause, bei der Arbeit, in der Schule oder unterwegs – die Reduzierung von Müll ist in jeder Situation möglich. Folgende Tipps helfen Ihnen bei der Abfallvermeidung:

Frische Lebensmittel vs. eingepackte Lebensmittel: Kaufen Sie möglichst viele frische Lebensmittel und verzichten Sie so gut es geht auf Verpackungen.

Nur Verpackungen kaufen, die aus einem Material bestehen: Wenn es doch nicht ohne geht, achten Sie darauf, dass das Verpackungsmaterial der Lebensmittel recycelbar ist. Nur sortenreine Stoffe können recycelt werden, Mischstoffe werden verbrannt.


Jute statt Plastik: Nehmen Sie zum Einkaufen einen Korb oder ein Jutebeutel mit. Plastiktüten sind reine Ressourcenverschwendung.

Greifen Sie zu Mehrwegflaschen, anstelle von Einwegflasche: Mehrwegflaschen werden über 50-mal wieder befüllt.

Kaufen Sie bewusst ein: Wählen Sie nur Lebensmittel aus, die Sie brauchen. Das schont Ihren Geldbeutel und Lebensmittel werden nicht ungenutzt weggeschmissen. Unser Tipp: Einkaufsliste schreiben und abarbeiten!

Bewahren Sie Ihre Brote in Brotboxen auf, anstelle sie in Alufolie einzuwickeln. Die Boxen sind nicht nur praktisch, sondern auch umweltfreundlich.

Schmeißen Sie keine intakten Dinge weg: Ob Bücher, CDs, Handys oder Klamotten – jeder hat Dinge zuhause, die er nicht mehr braucht. Statt sie wegzuschmeißen, können Sie die Sachen auch verschenken oder auf dem Flohmarkt anbieten.

Wahrscheinlich wird es niemand schaffen, ganz auf Verpackungen zu verzichten und Müll zu vermeiden. Das ist auch in Ordnung. Der anfallende Abfall sollte allerdings ordnungsgemäß getrennt und entsorgt werden. Recycling und Mülltrennung sind für eine nachhaltige Wirtschaftsweise sehr wichtig. Doch in welche Tonne gehört was hinein?


• Altglas: z.B. Weiß- und Buntglas, Einsiedegläser (kein Geschirr, Spiegelglas und keine Glühbirnen)
• Altpapier: z.B. Zeitungen, Kartonagen, Bücher, Kataloge (keine Getränkepackerl)
• Altmetall: z.B. Alu- und Weißblechdosen, Alufolie, Kronenkorken (keine Nägel oder Haushaltsartikel aus Metall)
• Kunststoffverpackungen: z.B. Joghurtbecher, Folien, PET-Flaschen (kein Spielzeug, keine Blumentöpfe)
• Bioabfälle: z.B. Lebensmittelreste, Gartenabfälle, Teesackerl (keine Asche und Windeln)
• Restmüll: z.B. Hygieneartikel, Windeln, Staubsaugerbeutel (keine Problemstoffe)
• Problemstoffe: z.B. Batterien, Lösungsmittel, Farben
• Sperrmüll: z.B. Möbel, Matratzen, Bodenbeläge
• Elektro-Altgeräte: z.B. Fernseher, Wasserkocher, PC

Die Abfallverwertung schont unsere Rohstoffquellen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung und Klimaentlastung. Darüber hinaus sparen Sie mit der richtigen Mülltrennung auch bares Geld. Denn je weniger Restmüll pro Haushalt anfällt, desto geringer sind die Entsorgungskosten. Mülltrennung zahlt sich also für jeden aus.

Eine nachhaltige Lebensweise ist ein Prozess, der nicht von heut auf morgen von statten gehen kann. Doch es lohnt sich damit anzufangen, wenn auch nur in kleinen Schritten. Denn es tut nicht nur einem selbst gut, sondern auch der Umwelt, der Natur und dem Klima – unsere Kinder und Enkel werden es uns danken!

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