Bademode-Ratgeber: Die wichtigsten Bademode FAQ
Welcher Bikini passt zu mir? Welcher Badeanzug ist der richtige für meine Figur? Diese Fragen stellen sich jährlich zahlreiche Frauen – darum haben wir diesen kleinen Bikini-Guide mit den wichtigsten Fragen und Antworten erstellt. Zeit, sich so richtig auf den Sommer zu freuen!

  • Kleiner Busen
  • Schlanker wirken
  • Runde Hüften
  • Problemzone Bauch
  • Weiblicher wirken
  • Reinigung und Pflege
  • Geschichte
  • Facts
  • Farbberatung
  • Bademodetrends
  • Kaufberatung

Großer Busen

grosser Busen

Welches Bikini-Oberteil bei viel Oberweite?

Welcher Badeanzug bei einem großen Busen?

Badeanzug:

Frauen mit eher üppiger Oberweite sollten Badeanzüge wählen, die ihre Brust stützen und nicht zusätzlich auftragen.

Breite Träger und formende Einsätze entlasten und geben einer fülligen Brust ausreichend Halt. Ein im Nacken zu bindender Badeanzug, aber auch eingearbeitete Schalen bzw. Bügel im Oberteil zaubern ein sexy Dekolleté.

Triangel-Varianten oder Bandeau-Badeanzüge bieten hingegen wenig Halt und verrutschen leicht. Applikationen, Rüschen oder Volants betonen den Brustbereich noch zusätzlich. Unser Tipp: Lenke den Blick auf den Taillen- oder Hüftbereich  – etwa mit einer eleganten Taillenraffung, Cut-outs oder einem angesetzten Rockteil am Höschen.

Bikini:

Ein breites Unterbrustband, ein breiter Rückensteg und breite Träger sorgen für hohen Tragekomfort. Sie entlasten den Schulter- und Nackenbereich und verteilen das Gewicht der Brust optimal.

Auch sportliche Modelle, etwa Oberteile in Bustier-Form, geben viel Halt und können eine große Oberweite sogar optisch verkleinern, wenn dieser Effekt gewünscht wird. Dafür eignen sich auch sogenannte Minimizer, die eine große Brust optimal in Form bringen.

Wähle am besten Bikini-Oberteile mit formenden Bügeln, vorgeformten oder gemoldeten Cups. Weniger geeignet sind trägerlose Oberteile, Triangel- oder Bandeau-Bikinis, da sie nur wenig Halt geben und die Brust dadurch unvorteilhaft betonen. Verzierungen und auffällige Prints sollten auch bei einem Bikini vermieden werden. Am besten geeignet sind Oberteile in gedeckten Uni-Farben, ruhigen Mustern oder dunklen Farbtönen. Achte beim Kauf darauf, dass nichts einschneidet und das Oberteil gut sitzt, also die Brust gut umschließt und ihr Halt gibt.

Kleiner Busen



Welches Bikini-Oberteil bei wenig Oberweite?

Welcher Badeanzug bei kleiner Oberweite?

 

Auch ein kleiner Busen kann im Badeanzug oder im Bikini toll aussehen – kleine Tricks helfen dabei, mehr Fülle zu schaffen oder den Brustbereich vorteilhaft in Szene zu setzen. 

Badeanzug:

Badeanzüge, die optisch mehr Volumen zaubern, sind die perfekte Wahl: Ein Badeanzug, der im Brustbereich unterfüttert ist oder über eingenähte Pads verfügt, schummelt im Nu eine Körbchengröße mehr.

Push-up- und Balconette-Ausschnitte lassen auch wenig Oberweite sehr sexy aussehen - ebenso sind Neckholder-, Triangel- und Bandeau-Badeanzüge gut geeignet, um wenig Busen vorteilhaft zu betonen. Auch Schmuckdetails und Volumen gebende Verzierungen wie Schleifen, Volants, Raffungen oder Applikationen im Brustbereich zaubern optisch eine größere Oberweite.

Bikini:

Für Frauen mit wenig Busen kommen generell alle Bikinioberteile infrage: Push-up-Bikinis zaubern dank eingenähten oder herausnehmbaren Pads zusätzlich eine Körbchengröße mehr und setzen das Dekolleté fülliger in Szene. Wichtig für die vergrößernde Wirkung eines Push-ups ist ein guter Sitz. Die Brust sollte das Körbchen richtig ausfüllen (nimm im Zweifelsfall die kleinere und nicht die größere Konfektionsgröße), Pads sollten nicht verrutschen und der Stoff sollte dich auf keinen Fall einschneiden.

Auch sportliche Bikinischnitte oder knallige Neoprenbikinis, die derzeit besonders angesagt sind, stehen Frauen mit wenig Busen besonders gut.


Schlanker wirken

Welcher Bikini macht schlank?

Welcher Badeanzug macht schlank?

Welcher Bikini macht schlank?

Badeanzug

  • Nicht mit Reizen geizen: Wer ein üppiges Dekolleté zu bieten hat, darf dieses gerne betonen! Ein Badeanzug mit eingearbeiteten, stützenden Bügeln formt eine Silhouette und stützt zudem optimal.

  • Greife zu einem Badeanzug mit breiten Trägern oder einer Ausschnittlösung. Damit lenkst du den Blick weg von der Körpermitte, hin zu Dekolleté und Gesicht.

  • Badeanzüge mit normalem Beinausschnitt sind für kurvenreichere Figurtypen besser geeignet als Panty-Schnitte oder sehr hohe Beinausschnitte, die gerne einschneiden.

  • Sehr knapp geschnittene Badeanzüge oder Monokinis mit Cut-Outs tragen bei rundlichen Figurtypen unnötig auf.

  • Kurven optimal verpacken: Die richtige Größe sorgt dafür, dass der Badeanzug nirgendwo einschneidet und nichts verrutscht.

  • Auf Muster und Farben setzen: Großflächige All-Over-Muster lassen dich schlanker wirken als kleinteilige Designs. Farbig abgesetzte Einsätze lassen die Silhouette ebenfalls schmaler erscheinen. Auch Längsnähte oder verstärkte Partien formen die Figur vorteilhaft.

  • Eine trendige Alternative zum klassischem Badeanzug: Der Tankini, bei dem ein Bikini-Höschen mit einem Trägertop kombiniert wird.  

  • Accessoires einsetzen! Eine leichte Strandtunika oder ein luftiger Pareo – um die Taille, nicht um die Hüfte gebunden – kaschiert eine üppige Po- und Hüftpartie ebenso wie einen leichten Bauchansatz. Surfershorts über dem Badeanzug sehen sportlich und cool aus und eignen sich z.B. hervorragend für den Abstecher an die Strandbar oder ein heißes Beachvolleyball-Match. Mit Ketten oder Armreifen setzt du modische Akzente, die von Rundungen ablenken und einem eher schlichten Badeanzug als variabler Hingucker eine immer neue „Richtung“ geben können.

Bikini

Ein paar Kilos mehr hin oder her - im richtigen Bikini können Frauen mit jeder Figur toll aussehen! Es gibt dabei ein paar kleine Tricks, die das ein oder andere Pfund geschickt wegkaschieren oder den Blick auf deine Schokoseite lenken:

  • Einfarbige Bikinis in dunklen Farben sind echte Schlankmacher, die optisch die Figur strecken und jedem Typ stehen. Aber auch kleinteilige Muster - etwa florale Designs oder süße Polka-Dots - lassen kleine Pölsterchen quasi verschwinden. Finder weg von hellen oder knalligen Farbtönen - sie tragen optisch stärker auf!

  • Schlichte Schnitte sind meist vorteilhafter als extravagante, denn sie verpacken üppigere Formen, ohne unnötig Aufsehen zu erregen.

Kurvige Figur & runde Hüften

Welcher Badeanzug macht eine weiblichere Figur?

Welcher Badeanzug-Schnitt bei einer kurvigen Figur?

Welcher Bikini-Schnitt bei einer kurvigen Figur?

Badeanzug:

Viel Po, ein breites Becken oder dralle Oberschenkel: Kurven gehören zu einer weiblichen Figur dazu! Vermeintliche „Problemzönchen“ lassen sich jedoch mit dem richtigen Badeanzug hervorragend kaschieren:

  • Großer Po: Finger weg von Rüschen, Volants oder allzu viel Stoff. Verzichte auf alles, das unnötig aufträgt. Detailreiche Unterteile sollte der Badeanzug deiner Wahl ebenso wenig aufweisen wie ein angeschnittenes Bein oder Panty-Schnitte. Lenke mit einer raffinierten Ausschnittlösung lieber die Blicke auf den Oberkörper.

  • Üppige Hüfte: Wer eine etwas breitere Hüfte hat, sollte es hier eher schlicht und dezent angehen. Ein Badeanzug mit geschickt platzierten, farbigen Einsätzen oder einem auffälligen Ausschnitt lenkt von einem breiten Becken ab und betont eine schmale Taille oder ein schönes Dekolleté.

Sportliche Badeanzüge geben einer weiblichen Figur eine harmonische Balance, aber auch Retro-Modelle schmeicheln femininen Rundungen. Generell gilt: Problemzonen richtig verpacken und individuelle Vorzüge mit dem richtigen Badeanzug-Schnitt betonen!


Bikini

Ein Bikini ist perfekt geeignet, um weibliche Formen zu betonen - und das unabhängig vom Gewicht! Kurven die weniger gleichmäßig verteilt sind, lassen sich mit einem entsprechendem Bikini perfekt „verpacken“.

  • Obenrum“ viel: Das Bikini-Oberteil sollte ausreichend viel Halt bieten, damit eine füllige Oberweite gut gestützt wird. Dazu eigenen sich beispielsweise Tops mit breiten Trägern und speziellen Einsätzen, die der Brust Form geben. Höschen mit Details wie Fransen oder Pailletten lenken die Aufmerksamkeit weg vom Oberkörper.

  • Untenrum“ viel? Auffällige Bikini-Tops wählen, die den Blick auf den Oberkörper lenken. Das Höschen sollte dagegen eher schlicht ausfallen – breite Hüften, üppige Oberschenkel und ein runder Po wirken in wild gemusterten Höschen oder solchen mit angeschnittenem Bein (so genannten Pantys) noch voluminöser. Besser: Klassisch geschnittene Bikinihöschen in gedeckten Farben mit normalem Beinausschnitt und einer mehrere Zentimeter breiten Seitenpartie.
Seitlich zu bindende Höschen sind für üppigere Figurtypen eher ungeeignet, da sie gern einschneiden und leicht verrutschen. Höschen mit cleverem Colour-Blocking modellieren dagegen die Figur. Auch eine hochgeschnittene Taille kann sehr sexy aussehen und kaschiert sogar ein kleines Bäuchlein.

Problemzone Bauch


Welcher Bikini-Schnitt bei kleinem Bäuchlein?

Welcher Badeanzug kaschiert ein kleines Bäuchlein?

Welcher Bikini-Schnitt bei kleinem Bäuchlein?

Badeanzug:

Besonders die seit einiger Zeit sehr angesagten Bikinis im Retro-Look eignen sich für Frauen mit einer etwas fülligeren Körpermitte. Ob Retro-Panty mit einer etwas höherer angesetzten Taille oder sexy Highwaist-Slip: Ist das Bikini-Höschen hoch genug geschnitten, fällt das ein oder andere Kilo mehr überhaupt nicht mehr auf.

Tankinis, ein Zweiteiler aus Bikini-Höschen und bauchbedeckendem Top, sind für die Problemzone Bauch die perfekte Lösung, denn sie kaschieren die Körpermitte vorteilhaft und können je nach Design den Blick stärker auf den Brustbereich lenken. Auch der Monokini kann mit einem raffinierten, seitlichen Ausschnitt und einem sexy Dekolleté von einem Bäuchlein ablenken.

Sportliche oder höher geschnittene Höschen mit geschickten Raffungen oder formenden Einsätzen sind die perfekte „Verpackung“ für eine fülligere Körpermitte. Auf Details wie Schleifen oder Applikationen, die zusätzlich auftragen, sollte in diesem Fall aber lieber verzichtet werden.


Bikini

Sportresistenter Bauchansatz, liebenswerter „Rettungsring“ oder ein noch nicht zurückgebildeter Babybauch nach der Schwangerschaft? Auch mit einem kleinen Bäuchlein muss es nicht zwangsläufig ein Badeanzug sein! Wer trotz etwas mehr um die Mitte Bikini tragen möchte, hat die Wahl zwischen einigen äußerst kleidsamen Bikini-Varianten und muss sich auf keinen Fall verstecken.

  • Besonders die seit einiger Zeit sehr angesagten Bikinis im Retro-Look eignen sich für Frauen mit einer etwas fülligeren Körpermitte. Ob Retro-Panty mit einer etwas höherer angesetzten Taille oder sexy Highwaist-Slip: Ist das Bikini-Höschen hoch genug geschnitten, fällt das ein oder andere Kilo mehr überhaupt nicht ins Gewicht.

  • Tankinis, ein Zweiteiler aus Bikini-Höschen und bauchbedeckendem Top, sind für die Problemzone Bauch die perfekte Lösung, denn sie kaschieren die Körpermitte vorteilhaft und können je nach Design den Blick stärker auf den Brustbereich lenken.

  • Auch der Monokini, ein Hybrid aus Badeanzug und Bikini, kann mit raffinierten, seitlichen Ausschnitten und einem sexy Dekolleté von einem Bäuchlein ablenken.Sportliche oder höher geschnittene Höschen mit geschickten Raffungen oder formenden Einsätzen sind perfekte „Verpackung“ für eine fülligere Körpermitte, auf Details wie Schleifen oder Applikationen, die zusätzlich auftragen, sollte in diesem Fall aber lieber verzichtet werden.

Weiblicher wirken


weiblichere Figur

Welcher Badeanzug macht eine weiblichere Figur?

Welcher Bikini lässt androgyne Typen weiblicher wirken?


Badeanzug:

Sportliche Badeanzug-Schnitte schmeicheln einer zierlichen, athletischen Figur ebenso wie angesagte Retro-Modelle oder Badeanzüge mit verspielten Details.

Triangel-, Bandeau- oder Neckholder-Ausschnitte lassen Frauen mit wenig Busen fülliger wirken. Integrierte Push-up-Pads oder geschickte Raffungen zaubern ebenfalls etwas mehr Volumen.

Maritime Querstreifen lassen schmale Typen etwas fülliger wirken als Unitöne, ebenso sind kleinteilige Muster und kunterbunte All-Over-Prints gut.

Eine kurvenarme, „gerade“ Figur kann in einem Badeanzug, der im Taillenbereich raffiniert gestaltet ist und z.B. über einen cleveren Material- oder Farbmix verfügt, weiblicher wirken. Auch seitliche Cut-Outs zaubern aufregende Kurven.


Bikini:

Während die einen über zu viele Rundungen klagen, hätten andere gerne etwas mehr davon: Androgyne Figurtypen mit wenig Taille und kaum Kurven können mit der Wahl des richtigen Bikinis an den richtigen Stellen ein wenig mehr Volumen zaubern:

  • Bikini-Oberteile mit Rüschen, eingearbeiteten Polstern oder auffälligen Mustern zaubern optisch mehr Fülle. Auch Push-Up Bikinis geben einem kleinen Busen mehr Volumen.

  • Fürs Bikini-Höschen am besten Muster wählen, die die Körperform betonen und aus wenigen Kurven mehr machen: z.B. Bikinis im angesagten Marine-Look oder große Blumendesigns lassen deine Figur weiblicher wirken als einfarbige Modelle. Auch Schmuckdetails wie Plissées, Volants oder Applikationen verleihen androgynen Typen durch ihre Verspieltheit eine femininere Erscheinung.

  • Wenn die Figur sehr schmal ist, darf der Bikini ruhig „üppiger“ ausfallen und mit schmucken Extras aufwärten, die bei kurvigeren Frauen eher zusätzlich auftragen würden.


Reinigung und Pflege



Hat man den richtigen Bikini oder Badeanzug erst einmal gefunden, möchte man möglichst lange Freude an seinem neuen „Glanz-Stück“ haben.



Damit Bademode lange schön bleibt und Sie darin länger als eine Saison eine gute Figur machen können, helfen einige Reinigungs- und Pflege-Tipps:



Auswaschen: Direkt nach dem Schwimmen Badeanzug oder Bikini mit klarem, kaltem Wasser ausspülen. Rückstände von Sand, Sonnencreme, Chlor- oder Salzwasser werden damit entfernt und die Elastizität des Materials bleibt möglichst lange erhalten. Vor dem Anziehen des Badeanzugs oder Bikinis zu duschen, verlängert seine „Lebensdauer“ unter Umständen zusätzlich, denn der Stoff kann somit nicht durch die Duft- oder Pflegestoffe angegriffen werden.


    Baden & Sonnen: Nach dem Schwimmen im nassen Badeanzug oder Bikini in der Sonne zu liegen, ist Gift für das elastische Material und seine Farbintensität. Besser: Nasse Badebekleidung ausziehen und ohne direkte Sonnenbestrahlung trocknen. Nach dem Eincremen mit Sonnenschutz sollten Sie etwa 30 Minuten warten, bevor Sie Ihren Badeanzug oder Bikini anziehen, denn auch Cremes und Lotionen können dem Gewebe und seiner Farbkraft schaden.
    Reinigung und Pflege von Badeanzug und Bikini

    • Waschen: Nach 3- 4x Tragen sollten Bikini und Badeanzug gewaschen werden – am besten von Hand, in der Maschine nur im Kalt- bzw. Schonwaschgang. Vorab empfiehlt es sich, den Bikini bzw. Badeanzug in kaltem Wasser und mildem Waschpulver ca. 15 Minuten lang einzuweichen – so lösen sich Schmutz und Rückstände noch bessern.

    • Trocknen: Nasse Bikinis oder Badeanzüge nicht auswringen, denn das schadet der Elastizität des Stoffes und damit der Passform des Kleidungsstücks. Besser: Zwischen zwei Handtüchern ausdrücken und liegend in einem gut gelüfteten Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung trocknen. Aufhängen lässt den Stoff ausleiern, direkte Sonne schadet den Farben und der Materialstruktur.

    • Aufbewahren: Gewaschene und getrocknete Badeanzüge und Bikinis optimalerweise flach liegend in einem Regal, einer Schublade oder Kiste lagern, damit das Textilmaterial nicht an Form und Dehnbarkeit verliert.

    Geschichte

    Die Geschichte des Badeanzugs in aller Kürze


    Als man an Englands Küste Ende des 19. Jahrhunderts begann, in mondänen Seebädern Urlaub zu machen, startete der Siegeszug moderner Badebekleidung: Frauen war es lange Zeit untersagt, öffentlich zu baden oder zu schwimmen, doch die Entwicklung spezieller Bademode ermöglichte es auch weiblichen Urlaubern, sich ungehemmt in die Fluten zu stürzen.

    Doch die Badebekleidung passt sich schnell dem zunehmenden Bedürfnis nach Aktivität an und bereits im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts trugen auch Frauen Badeanzüge mit kurzem Bein, die zuvor nur männlichen Badegästen vorbehalten waren. Mit den "Roaring 20ies" lockerten sich gesellschaftliche Normen und damit auch die Sitten am Wasser – Badeanzüge wurde zunehmend freizügiger und funktionaler. 1932 wurde der so genannte Zwickelerlass für Bademode verordnet: Damit sie weniger freizügig waren, mussten Badeanzüge – sowohl die für Männer als auch die für Frauen – im Schritt durch ein keilförmiges Stück Stoff – den so genannten Zwickel – versehen werden. In öffentlichen Bädern war Männern das Tragen von Badehosen untersagt, auch sie trugen Badeanzüge.

    Nach dem Krieg lief der neu aufgekommene Bikini dem Badeanzug allmählich den Rang ab, auch wenn der aufreizende Zweiteiler anfangs noch für jede Menge Furore sorgte! Stars wie Marilyn Monroe und Brigitte Bardot ließen sich im Bikini ablichten – und sorgten dafür, dass bald Frauen und Mädchen jeden Alters den modernen Bikini dem zunehmend weniger getragenen Badeanzug vorzogen.

    Während der Wirtschaftswunderjahre wurde an der Verbesserung der Materialien für Bademode gearbeitet und Funktionalität bekam eine neue textile Dimension: Erste elastische Stoffe für Badeanzüge hatte Coco Chanel bereits im Jahr 1914 entwickelt, doch schnell trocknende und langlebigere Materialien wurden erst Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt. Mit der TV-Serie Baywatch wurde der (in der Serie u.a. von Pamela Anderson getragene) rote Badeanzug zum Inbegriff von Weiblichkeit. Neben Bikini, Tankini, Monokini, Skirtini oder Burkini ist der klassische Badeanzug heute in einer enormen Vielzahl unterschiedlicher Varianten zu haben und macht die Wahl der passenden Badebekleidung zu einer individuellen Angelegenheit.

    Kurze Geschichte des Badeanzugs

    Mit praktischer Bademode, wie wir sie heute kennen, hatten die Vorläufer von Badeanzug und Bikini jedoch wenig gemein, vielmehr glichen sie unpraktischen Ganzkörper-Anzügen aus wenig funktionalen Materialien wie Leinen, Wolle, Baumwolle oder Seide. Noch im 18. Jahrhundert hatten Frauen mit wesentlich unpraktischeren Baderoben zu „kämpfen“, deren mit Gewichten beschwerter Rockteil sportliche Betätigung im Wasser gänzlich unmöglich machte.

    Die Geschichte des Bikinis in aller Kürze


    Ein Oberteil, ein Unterteil und jede Menge Haut: In seinen Anfängen erregte der Bikini nicht nur Aufsehen, sondern gar Empörung! Dabei trugen bereits Sportlerinnen im alten Rom Bikini-ähnliche Komplets. Bis es der Zweiteiler allerdings zur gemeinhin akzeptierten, unzählige Male neu akzentuierten Badebekleidung brachte, sollte es einige Zeit dauern!

    Kurze Geschichte des Bikinis
    1946 ließ sich der gelernte Automechaniker und spätere Modeschöpfer Louis Réard seinen Entwurf für einen Zweiteiler patentieren, der aus insgesamt vier Dreiecken bestand und damit die nötigsten Stellen des Körpers zwar knapp, aber ausreichend bedeckte. Zwei mit einer Kordel verbundene Dreiecke bildeten die Hose, zwei weitere das Oberteil. Seinen Namen erhielt das freizügige Bade-Komplet übrigens vom zu den Marshall-Inseln im westlichen Pazifik gehörenden Bikini-Atoll, auf der im selben Jahr Kernwaffentests durchgeführt wurden.

    Erstmals wurde der Entwurf Réards am 5. Juli 1946 im Pariser Piscine Molitor der Öffentlichkeit präsentiert. Da kein Mannequin sich traute, den doch recht knappen Zweiteiler vorzuführen, engagierte Réard die Nackttänzerin Micheline Bernadini. Anfangs hielt sich die Begeisterung für den Bikini noch stark in Grenzen, in vielen europäischen Ländern war das Tragen eines Bikinis bis Ende der 40er-Jahre sogar verboten.

    Als sich Anfang der 50er-Jahre dann jedoch Filmdiva Marilyn Monroe und die damals noch recht unbekannte Brigitte Bardot im Bikini zeigten, nahm der Siegeszug der aufreizenden Badeanzug-Alternative seinen Lauf!

    Spätestens mit dem "Auftauchen" der Bikini-bekleideten Ursula Andress in "James Bond jagt Dr. No" wurde der Bikini zur begehrten Badebekleidung und ist bis heute für viele Frauen die Nummer Eins an Pool, Strand und Co.





    Facts - Wissenswertes rund um den Bikini

    Frau im Bikini mit Drink


    » Der teuerste Bikini, der von Designerin Susan Rosen aus 150-karätigen Steinmetz Diamanten gefertigt wurde, kostet stolze 30 Millionen US-Dollar. Der Begriff „Textilfreies Baden“ bekommt durch den außergewöhnlichen Entwurf ein völlig neue Dimension, denn auf Stoff wurde bei seiner Herstellung komplett verzichtet: Das funkelnde und äußerst knappe Bikini-Modell besteht zu 99% aus Edelsteinen, das verbleibende Prozent entfällt an das die Steine zusammenhaltende Platin.

    » Noch heute scheiden sich die Geister darüber, wie knapp ein Bikini sein darf. 1907 wurde die australische Schwimmerin Annette Kellerman jedoch für das Tragen eines - für heutige Maßstäbe regelrecht konservativen – Bikini-Vorläufers gar verhaftet: Die von ihr getragene Variante, die lediglich Arme und Beine entblößte, galt damals gar als ordinär aufreizend.

    » Das größte weltweite Bademoden-Shooting fand im September 2001 in Sydney statt: Rund 1000 Frauen posieren darauf im Bikini. Gesponsert wurden die Aufnahmen vom Cosmopolitan Magazine und dem Nassrasiererproduzenten Venus Breeze.

    » Mut macht Karriere: Während sich andere Mannequins weigerten, sich fast unbekleidet der Öffentlichkeit zu präsentieren, verhalf das Vorführen des ersten Bikinis Nacktmodell Micheline Bernadini zu Weltruhm: Nachdem sie Réards Entwurf am 5.Juli 1946 im Pariser Piscine Molitor vorgeführt hatte, erhielt sie an die 50.000 Fanbriefe und war mit einem Schlag eine Berühmtheit.


    60.000 € Teurer Bikini

    Rund 60.000 Euro brachte der berühmte Bikini von Ursula Andress aus dem James-Bond-Streifen "Dr. No" bei einer Londoner Auktion ein. Sean Connery kommentierte das knappe Textilchen seiner Kollegin mit den Worten: "Ein hübsches Nichts, das Sie da einahe anhaben."

    Nr. 1 Bikini-Schlager

    Der Schlager "Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini" erreichte in den 60er Jahren die Nummer Eins der amerikanischen Billboard-Charts und verhalf dem Bikini weiter zum Durchbruch. Auch in Deutschland landeteder Song (gecovert von R.G.Losse) auf Platz Eins.

    Farbberatung - Welche Farbe steht wem?

    Welche Farbe steht dir besonders gut?


    Bei der perfekten Bademode kommt es nicht nur auf den richtigen Schnitt an, sondern auch auf die passende Farbe und Musterung.
    Gerade am Anfang der Badesaison ist die Haut meist noch recht hell und kann mit einem Bikini in der falschen Farbe noch heller wirken. Mit der richtigen Farbwahl schummeln wir uns hingegen im Nu einen hübschen Teint: Helle Typen greifen zu anderen Farben als dunklere. Doch welcher Hauttyp bin ich eigentlich? Um das herauszufinden, gibt es einen ganz einfachen Trick: Strahlt dein Gesicht beim Anhalten eines silberfarbenen Stofftuchs, ist die Haut eher gering pigmentiert; bringt hingegen ein goldfarbenes Tuch dein Gesicht zum Leuchten, handelt es sich um einen "wärmeren" Hautton.


    Kühlen Hauttypen mit hellen Haaren, hellen Augen und wenig pigmentierter Haut stehen vor allem klare, kühle Farben mit hohem Blauanteil wie Royalblau oder Türkis aber auch Lila und knalliges Pink. Warme Rottöne oder zartgelbe Bikinis bringen deinen Teint ebenfalls zum Strahlen.


    Welche Farbe steht dir besonders gut






    Einen wärmeren, eher ins Oliv tendierenden Teint bringen erdige Farben wie Gelb, Rot, Braun oder Gewürztöne zum Strahlen. Smaragdgrüne Stoffe, aber auch Knallfarben können toll aussehen. Von Bonbontönen oder Pastellfarben solltest du jedoch lieber die Finger lassen.



    Farbberatung


    Schwarz ist, genau wie strahlendes Weiß, klares Rot oder tiefes Dunkelblau, ein echter Klassiker im Bademodenbereich und steht so gut wie jedem Typ. Einzig bei sehr blasser Haut sollte von Schwarz Abstand genommen werden. 





    Neben unifarbenen Modellen sind auch Musterungen sehr angesagt. Auffällige Muster lassen einen kleinen Busen zusätzlich größer wirken.




    Möchtest du dahingegen optisch lieber ein paar Kilos wegzaubern, dann greife lieber zu kleingemusterten Stoffen.


    Bademode-Trends

    Liebe zum Detail

    Weniger ist manchmal mehr, doch auf die richtigen Details kommt es an. Diesen Sommer lieben wir es, uns in einem verspielten Hingucker am Meer oder am See blicken zu lassen. Bänder und Schnürungen passen sowohl am Rücken, Dekolleté oder auch an der Taille. Wer ein besonderes Highlight setzen will, wählt Rüschen oder leicht transparente Modelle.

     

    Animal Print:

    Achtung: Es wird animalisch. Der Trend begleitet uns seit dem Herbst und wir möchten ihn auch an warmen Sommertagen nicht missen. Ganz vorne dabei sind Leoparden- und Snake-Prints. Gedeckte Farbtöne lassen die Muster meist etwas ruhiger und erwachsener wirken. Wir finden: Absolut tragbar!

     

    Badeanzug:

    Wem der Badeanzug noch immer zu „retro“ erscheint, dem sei gesagt: Nein! Der Einteiler hat sein Revival wirklich geschafft und wird aktuell gerne mit Cut-Outs und mit bunten Mustern getragen. Egal ob in der Ausführung eines sexy Monokini oder etwas sportlicher, um die eine oder andere Problemzone zu verdecken – der Griff zum Klassiker ist in dieser Saison eine sichere Wahl.

     

    Highwaist:

    Hohe Taille = hoch im Kurs! Schlichte Oberteile kombiniert mit einer hochgeschnittenen Hose finden sich in diesem Jahr in vielen Kollektionen wieder. Am besten gefallen die Teile, die gleichzeitig mit verspielten Schnürungen arbeiten und so neue Highlights setzen.

     

    Mehr dazu, siehst du hier:

    Bademode-Trends 2019




    Kaufberatung - Tipps für den Kauf von Bikini und Badeanzug





    Eine unübersichtliche Auswahl, unvorteilhaft beleuchtete Umkleidekabinen und dann auch noch das eine oder andere unerwünschte Kilo zu viel, das uns von der Bikini-Figur trennt – der Badeanzug-Kauf ist sicher nicht die weibliche Lieblings-Shopping-Disziplin. Dennoch gibt es einige Tipps, die das Badeanzug- oder Bikinikaufen einfacher und erfolgreicher machen.

    - Den eigenen Figurtyp kennen: Wer weiß, wo die vermeintlichen „Figurschwachstellen“ des eigenen Körpers liegen und wo hingegen Vorzüge betont werden können, der findet schneller ein Badeanzug- oder Bikini-Modell, das die individuellen Schokoladenseiten hervorhebt und geschickt von Bereichen ablenkt, die kaschiert werden sollen.

    - Den Körper vorbereiten: Frisch enthaart, eventuell mit Selbstbräuner dezent vorgebräunt und in Unterwäsche, in der Frau sich wohlfühlt, probiert es sich viel entspannter durch das Bademoden-Angebot.

    - Den richtigen Laden auswählen: Fachgeschäft, Bademoden-Abteilung im Kaufhaus oder Online-Shop? Badeanzüge und Bikinis gibt es in Hülle und Fülle. Wo man letztendlich fündig wird, entscheiden individuelle Kaufvorlieben. Während beim Anprobieren im Geschäft fachkundige Beratung vorhanden ist, kann man sich Zuhause in aller Ruhe und in vertrauter Umgebung durch online bestellte Badeanzug- und Bikini-Modelle probieren.

    - Passende Stoffe, Farben und Muster wählen: Individuelle Vorzüge betonen und weniger Geliebtes kaschieren. Knallige Farben und Muster betonen Schokoladenseiten, einfarbige Töne kaschieren. Hellen Typen stehen klare, kühlere Farbtöne gut, während warme Typen gerne zu kräftigeren Nuancen greifen dürfen.

    - Auf Qualität achten: Badeanzüge und Bikinis, die bereits nach kurzem Tragen Form und Farbe verlieren, machen ebenso schlechte Laune wie solche, die nicht gut sitzen. Sich Zeit zu nehmen und unter Umständen auch etwas mehr in die Anschaffung eines Bikinis oder Badeanzugs zu investieren, zahlt sich spätestens dann aus, wenn man sich am Pool, Strand oder See in seinem neuen Badeanzug oder Bikini rundum wohl fühlt – und das unter Umständen länger als nur eine Schönwetter-Phase lang!