Nachhaltiges Zuhause: Sechs Tipps, die Umwelt, Gesundheit & Geldbeutel guttun

Nachhaltiges Zuhause: Sechs Tipps, die Umwelt, Gesundheit & Geldbeutel guttun

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Den meisten von uns ist bewusst, dass wir in einer Welt des Überflusses leben und oft sehr verschwenderisch mit unseren Ressourcen umgehen. Der nächste logische Schritt ist, gegenzusteuern und mehr Nachhaltigkeit in den eigenen Alltag zu bringen. Nur, wie stellt man das am besten an?

Beim Thema Nachhaltigkeit denken viele an Verzicht und teure ökologische und fair gehandelte Produkte. Dabei kann man mit wenigen, leicht umsetzbaren Maßnahmen schon einen großen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Am besten funktioniert das innerhalb der eigenen vier Wände: Hier können wir unter anderem selbst entscheiden, wie wir mit unseren Ressourcen umgehen und wie viel Müll wir produzieren.

Die folgenden sechs Tipps von nachhaltigkeitsinteressierten Bloggern zeigen, dass Wassersparen, Müllvermeidung und der Verzicht auf umweltschädigende Produkte gar nicht schwer sein müssen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

#1 Waschmittel aus Kastanien selber machen

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Um das Zuhause nachhaltiger zu gestalten, sollte man sich auch Gedanken über Wasch- und Putzmittel machen. Die herkömmlichen Mittelchen aus Supermarkt oder Drogerie enthalten leider unendlich viele chemische Stoffe, die nicht gesund für Mensch und Umwelt sind. Die Natur bietet Pflanzen, die Seifenstoffe enthalten und die Wäsche blitzblank bekommen können – wie zum Beispiel Kastanien.

So geht’s:

  • 5-8 Kastanien grob mit einem Hammer oder Messer zerkleinern.
  • Mit 300 ml Wasser aufgießen (kann lauwarm sein) und das Ganze 8 Stunden in einem verschlossenen Glas ziehen lassen.
  • Die milchige Flüssigkeit (die leicht schäumt) durch ein Sieb abgießen. Fertig ist das flüssige Waschmittel!
  • Für einen angenehmen Duft der Wäsche kann man ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen.
  • Tipp: Die benutzten Kastanien nicht wegwerfen! Man kann sie 2-3 Mal aufgießen – dann mit längerer Einweichzeit.
  • Tipp: Für weiße Wäsche: Die Kastanien vorher von der braunen Schale befreien.

 

Auch ein Vorrat lässt sich kinderleicht herstellen. Die Anleitung dazu gibt es hier.

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Katharina von Purehabits

Ich bin Katharina aus Hamburg und blogge seit ca. zwei Jahren auf Purehabits über DIY-Haut- und -Körperpflege. Als Kosmetikerin und Gesundheitsberaterin liegen mir die Themen gesunde Pflege und Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Immer mehr kommen andere DIY-Themen wie zum Beispiel Wasch- und Putzmittel dazu. In verschiedenen DIY-Workshops gebe ich auch live und in Farbe meine Erfahrung und mein Wissen weiter. Das ist mein Beitrag für eine bessere, natürlichere Welt. Ganz nach dem Motto: „back to nature“.


#2 Allzweckreiniger aus Orangenschalen

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Neben Waschmittel lassen sich auch Allzweckreiniger, Waschpulver, Glasreiniger etc. leicht selber machen. Es ist nicht nur günstiger, sondern auch deutlich gesünder und schonender für die Umwelt. Hier ein Rezept für einen super Allzweckreiniger aus Orangenschalen.

Das wird benötigt:

  • Leeres Glas (z.B. Gurkenglas) mit Schraubdeckel
  • Essigessenz
  • Orangen- oder Zitronenschale (Resteverwertung)
  • Wasser

Auf den Boden des Glases füllt man ein wenig Essigessenz, ca. 1 cm hoch. Die Stärke kann man selbst bestimmen, nur sollte die Essigessenz gut mit Wasser verdünnt werden. Anschließend die Orangen- oder Zitronenschalen hineinlegen und das Ganze mit Wasser auffüllen, Deckel drauf und für ungefähr zwei Wochen stehen lassen. Danach kann es in eine alte Sprühflasche gefüllt und universell eingesetzt werden. Der selbstgemachte Allzweckreiniger beseitigt Kalk und eignet sich daher gut zum Badputzen und Bodenwischen. Er kann aber für alle Putzarbeiten genutzt werden.

Die ausführliche Anleitung gibt es hier.

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Lisa von Ich lebe grün!

Gegründet wurde Ich lebe grün! von uns, Lisa und Paul Albrecht. Wir sind verheiratet, haben eine Tochter und einen Hund und leben in Mittelhessen. Im Blog schreiben wir über eigene, persönliche Erfahrungen, Erlebnisse, Gedanken und Inspirationen direkt aus dem Alltag. Die Bandbreite der Themen ist groß: Ernährung, Gesundheit, Schönheit, Persönlichkeit, Familie und Kinder, Wohnen, Haushalt, Natur und vieles mehr. Für uns ist es sehr wichtig, den grünen und bewussten Gedanken in die Welt zu tragen. Wir möchten Menschen inspirieren und ihnen positive Impulse geben!


#3 Wasser sparen: 13 einfache Tricks

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Viele Menschen auf dieser Welt müssen ohne den Luxus auskommen, täglich frisches Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Ein wenig trägt es schon zur Fairness bei, sich dessen bewusst zu sein. Zusätzlich können wir auf unseren Umgang mit Wasser achten.

Hier sind 13 Spartricks:

  • Den tropfenden Wasserhahn mit einem Dichtungsring versehen. Spart nicht nur Wasser, sondern auch Nerven.
  • Im Wasserkocher nur die Menge Wasser kochen, die man wirklich braucht. Für eine Tasse Tee z.B. einfach Wasser in die Tasse und damit den Kocher befüllen.
  • Einen Druckkochtopf benutzen. Darin muss nur der Boden wasserbedeckt sein und alles ist viel schneller gar. Noch dazu werden nicht alle Vitamine ins Kochwasser gewaschen.
  • Einen Strahlregler/Perlator anschaffen. Er wird an der Wasserhahnmündung angebracht und vermischt das austretende Wasser mit Luft. Dadurch verringert sich der Verbrauch bei gleichbleibendem Druck.
  • Den Geschirrspüler immer vollmachen.
  • Weniger Fleisch und mehr Gemüse essen. Leider benötigt Fleisch auch in der Herstellung viel mehr Wasser.
  • Duschen anstatt baden.
  • Beim Zähneputzen oder Einseifen unter der Dusche das Wasser abstellen.
  • Bei guten Geschirrspülern das Vorspülen weglassen.
  • Für den Garten eine Regentonne verwenden und mit dem gesammelten Wasser die Pflanzen gießen.
  • Das Kochwasser von Eiern zum Blumengießen verwenden. Die Schalen setzen zusätzlich viele Nährstoffe frei.
  • Eier mit ganz wenig Wasser kochen. Die Eier müssen nicht mal zur Hälfte darin liegen. Mit dem Topfdeckel drauf kochen sie im Dampf genauso schnell, wie mit der üblichen Methode.
  • Kein Wasser in Plastikflaschen mehr kaufen. Lieber eine alte Flasche von Neuem befüllen.

 

Noch mehr Infos rund ums Wassersparen gibt es hier.

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Laurel Koeniger

Auf meinem Blog geht es seit 2016 um (m)einen nachhaltigen Lebensstil und alles, was dazugehört. Ob Kosmetik, Tee, oder Einrichtung; hinter jedem Produkt steckt eine Geschichte. Ich möchte die schönsten und nachhaltigsten Geschichten hinter Produkten finden und einen Ausgleich zu unserer schnellen Welt schaffen. Mein Blog soll ein Ort zum Genießen sein, mit ansprechenden Bildern und authentischen, aber vor allem faktisch korrekten Berichten über unsere Welt, die zum Nachdenken anregen. Ehrlichkeit und Transparenz gegenüber meinen Leser/innen liegen mir sehr am Herzen.


#4 Zero Waste: Studentenfutter selber mischen

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Zero bzw. Low Waste ist eine Grundeinstellung, seinen Müll auf ein Minimum zu reduzieren. In manchen Bereichen lässt sich diese umweltschonende Lebensweise gut in den Alltag integrieren. Zum Beispiel, wenn man nach einem geeigneten Proviant auf Reisen oder gesunden Snack fürs Büro sucht. Hier kann man zu Studentenfutter greifen. Es ist einfach selber zu mischen und bringt dadurch einige Vorteile.

Selbstgemischtes Studentenfutter ist…

  • Abwechslungsreich
  • Super einfach und schnell zubereitet
  • Müllfrei
  • Kostensparend

Die Früchte für das Studentenfutter kann man wunderbar im Backofen selber trocknen. Das Mengenverhältnis der Zutaten kann nach Lust und Laune variiert werden, je nachdem, ob man es lieber fruchtig süß oder eher nussig mag. Wer keine Nüsse verträgt, kann stattdessen Samen verwenden oder Granola-Stückchen dazu mischen.

Hier gibt’s die Zutaten für den „Trailmix Rot-Grün“:

  • 3/4 Becher Haselnüsse
  • 3/4 Becher Kürbiskerne
  • 1/4 Becher Pistazienkerne ohne Schale
  • 1/2 getrocknete Cranberrys

Die Haselnüsse ohne Fett in der Pfanne rösten. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Vor dem Abfüllen komplett auskühlen lassen. Fertig!

Noch mehr Rezepte gibt es hier.

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Karin von one eco vegan life

Mein Mann Markus und ich leben seit 2008 nach dem Motto „Reduce, reuse, recycle“: Wir versuchen, Müll zu reduzieren, minimalistisch und größtenteils vegan zu leben. Um all diese Themen geht es auch in meinem Blog one eco vegan life, wo ich Tipps, Rezepte und DIY-Anleitungen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag teile. Besonderen Spaß machen mir die Beiträge zu veganem Essen – ich bin ein richtiger Foodie!


#5 Weniger Müll im Bad: Selbstgemachte Wattepads

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Müll entsteht nicht nur beim Kochen durch Küchenabfälle oder Verpackungen von Lebensmitteln, sondern tagtäglich auch im Badezimmer: Shampoo-Verpackungen, Einwegrasierer, Wattestäbchen, Wattepads, Wegwerf-Monatshygiene, Abschminktücher…die Liste ließe sich sehr lange fortsetzen. Das ist aber Gott sei Dank keine Sackgasse; der Müll lässt sich sehr einfach reduzieren. Ein möglicher Weg dahin ist, waschbare Abschminkpads selbst zu machen.

Das wird benötigt:

  • 1 kleines altes Handtuch
  • 1 Wattepad (als Vorlage)
  • 1 Trinkglas (als Vorlage)
  • 1 weicher Bleistift oder Schneiderkreide
  • 1 Stoffschere
  • 1 Stecknadel
  • 1 Nähmaschine

So geht’s:

  • Am Handtuch Kreise in beliebiger Größe vorzeichnen und ausschneiden.
  • Nähmaschine vorbereiten.
  • Zwei Stoffteile Rand an Rand zusammenheften.
  • Mit einer Zickzack-Naht die Ränder vernähen und die Fäden abschneiden.
  • Bei allen anderen Pads wiederholen.

Die Pads sind mit mind. 60°C waschbar und somit wiederverwendbar. Das bedeutet: kein Müll mehr beim Abschminken!

Die ausführliche Anleitung gibt es hier.

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Lisa von The Green Bowl

Ich bin Lisa, lebe in Wien und blogge seit 2014 auf The Green Bowl, einem Food- und Lifestyleblog mit den Themenschwerpunkten Gesundheit und Nachhaltigkeit. Abwechslungsreiche, pflanzenbasierte Ernährung, ein bewusster und gesunder Lebensstil und ein Sinn für Nachhaltigkeit sind die Eckpfeiler meines Blogs und stecken einen wunderbar vielseitigen Bereich ab, um Rezepte und Lifestyle-Ideen mit anderen Menschen zu teilen


# 6 Weniger Papier verbrauchen

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Papier ist ein wertvoller Rohstoff, weswegen es wichtig ist, sparsam damit umzugehen. Deutschland gehört zu den Spitzenreitern beim Papierverbrauch und 90% des Papiers hat eine sehr kurze Lebensdauer.

Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man seinen Papierkonsum reduzieren:

 

  • Papier immer beidseitig bedrucken oder mehrere Seiten auf einem Blatt ausdrucken. Überflüssige Informationen oder leere Bereiche aus der Datei entfernen.
  • Papiertüten wiederverwenden.
  • Recyclingpapier verwenden. Es spart nicht nur den Rohstoff Holz ein, sondern auch Energie und Wasser. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt vor allem, auf das Siegel des Blauen Engels zu achten, da diese Produkte strengen Regeln unterliegen.
  • Ein „Bitte keine Werbung“ – Schild aufhängen. Broschüren und Flyer gar nicht erst annehmen.
  • Die Rückseite von Papieren als Schmierpapier oder für Kinderkunst verwenden.
  • Dokumente, wenn es geht, digitalisieren.
  • Eigenen Kaffeebecher verwenden, um weniger Pappbecher wegwerfen zu müssen.
  • Onlinebestellungen reduzieren und Versandkartons weiterverwenden.
  • Fahrkarten aufs Handy laden.
  • Kartons vor dem Wegwerfen flach machen – So passt mehr in die Tonne. Damit der wertvolle Rohstoff recycelt werden kann, alle anderen Materialien vom Karton entfernen.

 

Den ganzen Beitrag mit weiteren Tipps zum Thema Recycling gibt es hier.

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Anita von Rosanisiert

Auf Rosanisiert teile ich die besten Tipps, wie man alle Aufgaben, die mit Ordnung, Putzen und Haushalt zusammenhängen, mit mehr Freude, Style und Eleganz füllen kann. Dabei spielt auch Nachhaltigkeit eine große Rolle. Der Name meines Blogs steht übrigens für „rosa & organisiert“. Was ihn von anderen Ordnungsblogs unterscheidet: Ich schreibe aus der Perspektive einer anonymen Chaotin – mir fällt Ordnung halten schwer, auch wenn ich es meistens gut verbergen kann. Haushaltsratschläge, die bei mir funktionieren, werden also garantiert auch das Leben meiner Leser leichter machen.


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Über den Autor

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Die Redakteurinnen und Redakteure vom OTTO Online Team haben sich verschrieben - und zwar den neuesten Trends aus Mode & Lifestyle! Wir berichten über Menschen und Stil und sammeln Inspirationen aus Fashion und Wohnen. Speziell für Sie holen wir die Meinung von Expertinnen und Experten für fundierte Typberatung ein. Themenwünsche? Schreiben Sie uns jederzeit!

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